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Bedienungsanleitung Verwaltung

Benutzer, Reviere, Einstellungen, Shop — andere Ansicht wählen

🏁 Kapitel 1: Erste Schritte

Anmeldung (OAuth Google Login)

Die Anmeldung bei Wildkamera24 erfolgt über Ihr Google-Konto per OAuth (Open Authorization) — einem sicheren Verfahren, bei dem Wildkamera24 Ihr Google-Passwort nie sieht. Dadurch entfällt das Merken eines separaten Passworts und Ihr Zugang ist durch die Google-Sicherheit (inkl. Zwei-Faktor-Authentifizierung) geschützt.

  1. Öffnen Sie wildkamera24.com in Ihrem Browser (Chrome, Safari, Firefox).
  2. Tippen Sie auf Mit Google anmelden.
  3. Wählen Sie Ihr Google-Konto aus oder geben Sie Ihre Google-E-Mail und Ihr Passwort ein.
  4. Nach erfolgreicher Anmeldung werden Sie automatisch zur Kartenansicht Ihres Reviers weitergeleitet.
Hinweis
Ihr Google-Konto muss zuvor vom Revier-Administrator freigeschaltet worden sein. Wenden Sie sich an Ihren Administrator, falls Sie nach der Anmeldung die Meldung "Kein Revier zugewiesen" erhalten.

Dashboard-Übersicht

Nach der Anmeldung sehen Sie das Dashboard mit folgenden Bereichen:

  • Schnellzugriff — Buttons für Aufgaben, Karte, Galerie, Erinnerungen, Jagdzeiten, Jagdwissen und Kameras.
  • Statistiken — Kamera-Anzahl, Bilder der letzten Stunden/Tage, Batteriestatus.
  • Wochenplan — 7-Tage-Kalenderstreifen mit fälligen Aufgaben und Erinnerungen.
  • Aufgaben — Die 5 wichtigsten offenen Aufgaben mit Direktlink zur Aufgabenverwaltung.
  • Wetter & Reviere — Aktuelle Temperatur, Wind und Niederschlag für Ihre Reviere.
  • Aktivitäten — Timeline der letzten Ereignisse (Tiererkennungen, Aufträge, Kitzrettung).
  • Heute jagdbar — Aktuell freigegebene Wildarten mit Jagdzeiten.
  • Erinnerungen — Anstehende Erinnerungen mit Ampel-Farbcodes.
  • Nächste Termine — Drückjagden, Kitzrettung, Ansitze der nächsten 14 Tage.

Alle Dashboard-Bereiche können über das Zahnrad-Symbol oben rechts ein- oder ausgeblendet werden.

Jagdwissen (zentrale Wissenssammlung)

Alles Nachschlagewissen liegt an einer Stelle: Verwaltung → Jagdwissen. Dorthin führen die Dashboard-Kachel 📚 Jagdwissen, der Eintrag Wissen → Jagdwissen im FAB-Menü der Karte und die Tierart-Links in Karten-Popups. Ein Deep-Link auf einen Reiter lautet /spa/verwaltung?section=jagdwissen&subtab=<reiter>.

Die Reiter: Wildtiere (Lexikon mit Detailseiten, Schutzstatus, Jagdzeit-Hinweis), Jagdrecht (Vorschriften nach Themen), Jägersprache, Kaliber (mit Mindestenergie-Tabelle und Detailansicht), Hunde & Nachsuche (Rassen, Prüfungen, Nachsuche), Biber (Rechtshinweis und Zugriffsmeldung), Wildschaden (Rechte, Fristen, Praxis), Wildbret-Recht, Drohnenrecht (früher in der Drohnen-Gruppe) und Jagdzeiten (Verweis auf die Jagdzeiten-Tabelle).

Die Rechtsartikel haben ein Inhaltsverzeichnis, Tabellen, Checklisten, häufige Fragen und eine Quellenliste mit Fundstellen; das Rechtsstand-Datum steht im Kopf des Artikels.

  • Wildbret abgeben und verkaufen: Was rechtlich gilt — Eigenverbrauch, Abgabe kleiner Mengen an Privatpersonen, Gastronomie und Metzger (Tagesstrecke, 100-km-Regel), Wildbearbeitungsbetrieb; kundige Person, bedenkliche Merkmale, Trichinen, Kühlkette, Wildkammer und Registrierung, Lieferschein und Rückverfolgbarkeit, Kennzeichnung verpackter Ware, Steuern und Gewerbe, Besonderheiten in Bayern, Bußgelder, Checklisten.

Die Artikel ersetzen keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte gibt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde (Veterinäramt / Lebensmittelüberwachung) bzw. das Finanzamt.

Navigation und Menustruktur

Die App ist als Karten-zentrierte Anwendung aufgebaut. Alle wichtigen Aktionen erreichen Sie über:

  • FAB (Floating Action Button) — Der runde +-Button unten rechts öffnet das Aktionsmenu.
  • Layer-Kontrolle — Oben rechts auf der Karte können Sie verschiedene Layer ein- und ausblenden.
  • Footer-Tabs — Am unteren Bildschirmrand finden Sie (je nach Rolle) Tabs wie Karte, Nachrichten, Kitzrettung usw.
  • Verwaltung — Über das Zahnrad-Symbol gelangen Administratoren zum Admin-Panel.

Rollen und Berechtigungen

Wildkamera24 unterstützt mehrere Benutzerrollen. Jede Rolle hat Zugriff auf unterschiedliche Funktionen:

RolleSymbolBeschreibung
Verwalter (Admin)👑Vollzugriff auf alle Funktionen, Benutzerverwaltung, Revier-Einstellungen.
Pächter (Jäger)🎯Kartenansicht, Abschüsse, Kameras, Nachrichten, Drückjagd.
Landwirt🌾Flächenverwaltung, Anbauplanung, Wildschaden, Kitzrettung.
Forstwirt🌲Forstflächen, Holzverteilung, CO₂-Tracking (Kohlenstoffdioxid-Bilanz).
Lohnunternehmer (LU)🚚Aufträge, Maschinen, Tourenplanung, Futtermittel.
Drohnenpilot🚩Drohnenflug, Missionsplanung, Kitzrettungs-Einsätze.
ATC (Air Traffic Control)✈Flugüberwachung, Koordination der Drohnenpiloten.
Mehrere Rollen
Ein Benutzer kann mehrere Rollen gleichzeitig besitzen. Im Hauptmenu erscheint dann ein Rollen-Umschalter, über den zwischen den Ansichten gewechselt werden kann.

📍 Kapitel 2: Revierverwaltung

Revier-Grenzen (KML-Upload)

Die Reviergrenzen werden als KML-Dateien hinterlegt. Um Grenzen hochzuladen:

  1. Gehen Sie ins Admin-Panel → Grenzen.
  2. Tippen Sie auf KML hochladen.
  3. Wählen Sie eine KML- oder KMZ-Datei (KMZ = komprimiertes KML-Archiv) aus (z.B. aus Google Earth exportiert).
  4. Die Grenzen werden sofort auf der Karte angezeigt.

Nachbar-Reviere und Kontakte

In der Revierverwaltung können Nachbar-Reviere eingetragen werden. Das System erkennt automatisch benachbarte Reviere anhand überlappender oder angrenzender Grenzen. Pro Nachbar-Revier können Kontaktdaten des Pächters hinterlegt werden.

Grenzen bearbeiten im Editor

Der Grenzen-Editor ermöglicht das direkte Bearbeiten der Reviergrenzen auf der Karte:

  • Punkte verschieben (Drag & Drop).
  • Neue Punkte hinzufügen.
  • Punkte löschen.
  • Änderungen speichern oder verwerfen.
  • Früheren Zustand wiederherstellen (Restore).

Labels an den Grenzen werden dauerhaft angezeigt und die Karte wird nach dem Speichern, Löschen oder Wiederherstellen automatisch aktualisiert.

⚙ Kapitel 3: Verwaltung (Admin)

Benutzerverwaltung und Rollen

Im Admin-Panel unter Benutzer verwalten Sie alle Zugangsberechtigungen:

  • Benutzer anlegen — E-Mail eingeben, Revier(e) und Rollen zuweisen.
  • Rollen zuweisen — Verwalter, Pächter, Pilot, ATC, Forstwirt, Landwirt, LU. Mehrere Rollen pro Benutzer möglich.
  • Share-Links — Automatisch generierte Links für Landwirte, Forstwirte und Lohnunternehmer.
  • Landwirt-Betrieb — Beim Vergeben der Landwirt-Rolle erscheint ein Betrieb-Picker (bestehenden Betrieb wählen oder neu erstellen). Mehrere Benutzer können einem Betrieb zugeordnet werden (Multi-User).
  • Rollen-Badges — Emoji-Symbole auf der Benutzer-Karte zeigen die zugewiesenen Rollen auf einen Blick.

Kamera-Einstellungen

Unter Kameras im Admin-Panel können Sie:

  • Neue Kameras hinzufügen und benennen.
  • Standort auf der Karte festlegen.
  • Erkennungs-Einstellungen anpassen (Konfidenz-Schwelle).
  • Kamera-spezifische Benachrichtigungen konfigurieren.

Tierarten-Konfiguration

Im Tab Tiererkennung in der Verwaltung können Sie die automatische Tiererkennung für jedes Revier anpassen:

  • Arten aktivieren/deaktivieren — Wählen Sie, welche Tierarten im Revier erkannt und angezeigt werden sollen. Nicht relevante Arten (z.B. Eisbär) können ausgeblendet werden.
  • Lokale Namen — Vergeben Sie eigene Bezeichnungen für Tierarten (z.B. "Schwarzkittel" statt "Wildschwein").
  • Vorlagen — Administratoren können Vorlagen für verschiedene Revier-Typen erstellen (z.B. "Mittelgebirge", "Flachland"), die mit einem Klick angewendet werden können.
  • Revier-Auswahl — Jäger sehen nur ihre eigenen Reviere, Admins können alle Reviere konfigurieren.

Die Konfiguration wirkt sich auf die Galerie-Filter, Dashboard-Statistiken und SMS-Benachrichtigungen aus.

Jagdzeiten konfigurieren

Unter Jagdzeiten definieren Sie die geltenden Jagdzeiten pro Wildart und Bundesland. Das System warnt automatisch, wenn ein Abschuss ausserhalb der Jagdzeit eingetragen wird.

Docker-Container-Management

Im Tab Docker Container sehen Administratoren den Status aller laufenden Dienste:

  • gallery-backend — Haupt-Backend-Server.
  • tiererkennung-web — KI-Tiererkennung.
  • frontend-server — Web-Frontend.
  • simplemail — E-Mail-Dienst.

Für jeden Container werden Status, Laufzeit und Logs angezeigt. Container können neu gestartet werden.

Kolorierung der Nachtbilder (Admin)

Unter Verwaltung → Kolorierung der Nachtbilder gibt es zwei Schalter, die für alle Reviere gelten und auf neu eingehende Nachtbilder wirken (sie sind standardmäßig an und werden beim Umschalten sofort gespeichert):

  • Nacht-Hintergrund entrauschen — mittelt den unbewegten Hintergrund aus früheren Nachtbildern derselben Kamera; Tiere bleiben unverändert. Wirkt erst, wenn je Kamera genügend Nachtbilder vorliegen; kostet etwa 2 Sekunden zusätzliche Rechenzeit je Nachtbild.
  • Farbstabilität zwischen Nachtbildern — gleicht nur die Farbe des Hintergrunds an frühere Nachtbilder an, nie die Helligkeit und nie Tiere. Braucht vier kolorierte Nachtbilder je Kamera.

Darunter steht die Auswahl Bildabstimmung: Licht und Fell mit drei Möglichkeiten; auch sie gilt für alle Reviere und für neu eingehende Nachtbilder:

  • Bisherige Abstimmung — Licht-Schritt in Kacheln und Fell-Abgleich wie bisher. Heller Boden im Blitzlicht kann ausfressen.
  • Neue Abstimmung, Lichter mittel — eine Tonwertkurve fürs ganze Bild, Fellhelligkeit und -farbe aus geprüften Vorbildern; helle Flächen werden maßvoll eingefangen.
  • Neue Abstimmung, Lichter stark — wie „Lichter mittel“, helle Flächen werden stärker eingefangen.

Der Schalter Dunkelkorrektur darunter nimmt den grünlichen Saum am Rand des Blitzlichts weg und hellt dunklen Wald dort etwas auf, wo das Kamerabild noch Zeichnung hat. Reines Schwarz bleibt schwarz, dunkles Laub wird etwas grauer. Er wirkt nur zusammen mit einer der beiden neuen Abstimmungen.

Drohnen-Freischaltung (Admin)

Jede Drohne und jede Fernsteuerung darf sich mit der Cloud verbinden, ist aber erst benutzbar, nachdem der Admin sie freigeschaltet hat.

  • Neue Drohne verbinden — wie bisher: DJI Pilot 2 öffnet die Cloud-Seite /manage und meldet sich an. Das Gerät erscheint danach unter Verwaltung → Drohnen → Drohnen-Freischaltung als „wartet auf Freischaltung“; der Admin bekommt dazu eine Push-Meldung aufs Handy (je Gerät höchstens alle sechs Stunden).
  • Freischalten — in der Liste auf Freischalten tippen. Fernsteuerung und Fluggerät haben je eine eigene Seriennummer und müssen beide frei sein; mit Paar freischalten geht das in einem Schritt. Zu jedem Gerät kann eine Notiz hinterlegt werden.
  • Vor der Freischaltung geht nicht — keine Position auf der Karte, keine Telemetrie und Flugstatistik, keine Missionen, Befehle und kein Livebild, kein Medien-Upload, keine Kitzfund-Pins. Befehle an ein solches Gerät melden „Gerät nicht freigeschaltet“.
  • Bestandsgeräte — alle Geräte, die bei der Einführung schon bekannt waren, sind frei und bleiben es.
  • Sperren / Zurücksetzen — Sperren schließt ein Gerät dauerhaft aus (ohne weitere Push-Meldungen), Zurücksetzen stellt es wieder auf „wartet“.
  • Notausgang — der Schalter Freischaltpflicht (Standard: an). Ausgeschaltet sind alle Geräte wie früher benutzbar. Der Schalter gilt nur auf dem System, auf dem er umgestellt wird (AGX oder Server). Die Freischaltungen selbst werden zwischen AGX und Server abgeglichen: am selben System wirken sie binnen Sekunden, am anderen binnen etwa einer Minute.

Broker-Absicherung und Gerätezugang

Im selben Panel steht oben, ob das Backend mit dem Drohnen-Broker verbunden und der Medienspeicher erreichbar ist. Fällt eines von beiden aus, bekommt der Admin eine Push-Meldung (je Ursache höchstens alle sechs Stunden).

  • Stufe „aus“ (Standard) — wie bisher: alle Fernsteuerungen nutzen denselben Zugang zum Broker.
  • Stufe „parallel“ — zum Prüfen: jede Fernsteuerung bekommt beim Öffnen der Cloud-Seite einen eigenen Zugang (Benutzername = Seriennummer) und darf am Broker nur ihre eigenen Themen und die ihres Fluggeräts nutzen. Klappt das nicht, verbindet sie sich wie bisher.
  • Stufe „erzwungen“ — nur noch eigene Zugänge; der gemeinsame Zugang wird abgelehnt. Fernsteuerungen, die die Cloud-Seite seit „parallel“ nicht geöffnet haben, müssen sie einmal neu laden.
  • Gerätezugang zurücksetzen — nötig, wenn DJI Pilot neu installiert wurde (die Cloud-Seite meldet dann „Für diese Seriennummer besteht schon ein Gerätezugang“). Danach meldet sich das Gerät beim nächsten Öffnen neu an und wartet wieder auf die Freischaltung.
  • Vor „parallel“ muss der Broker selbst umgestellt sein (scripts/emqx_absicherung.py). Das Panel zeigt, ob der Broker das Backend fragt; steht dort „noch nie“, ist er nicht umgestellt. Die Stufe gilt nur auf dem System, auf dem sie gewählt wird.
  • Wirkzeit — mit umgestelltem Broker wirken Freischalten, Sperren und ein Stufenwechsel für eine schon verbundene Fernsteuerung nach etwa zehn Sekunden (so lange merkt sich der Broker eine Entscheidung). Startet das Backend neu, bleibt die Fernsteuerung verbunden; die Position des Fluggeräts fehlt für die Dauer des Neustarts und etwa 15 Sekunden danach.

Piloten, Vereine und gewerbliche Flugbetriebe

Es gibt zwei Kreise von Piloten. Wer was sehen und fliegen darf, richtet sich danach, wem die Drohne gehört.

  • Revierpilot (privat; Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter in einem Revier) — plant Flächen und Missionen nur in seinen Revieren und innerhalb der Reviergrenze (kleine Toleranz am Rand; ohne hinterlegte Grenze zählt die Revierzuordnung). Er sieht und fliegt nur Drohnen, die einem seiner Reviere gehören. Eine Revier-Drohne fliegt nur Missionen in ihrem Revier.
  • Verein oder gewerblicher Flugbetrieb — die Mitglieder planen und fliegen überall, aber nur mit den Drohnen ihres Flugbetriebs. Sie sehen nur dessen Drohnen, Einsätze und Bilder und keine Revierdaten (Kameras, Galerie, Hochsitze, Drückjagd).
  • Beides zugleich ist erlaubt (privater Revierpilot und Vereinsmitglied): Maßgeblich ist die Drohne, mit der geflogen wird. Im fremden Revier geht es nur mit der Vereinsdrohne.
  • Admin — sieht und darf alles.

Besitzer einer Drohne festlegen (Admin)

Unter Verwaltung → Drohnen → Drohnen-Freischaltung hat jedes Gerät das Feld Besitzer: ein Revier, ein Verein oder ein gewerblicher Flugbetrieb. Jede Drohne gehört genau einem Besitzer. Am einfachsten wählen Sie ihn gleich beim Freischalten; bei einem gekoppelten Paar gilt er für Fernsteuerung und Fluggerät.

  • „Besitzer fehlt“ — Geräte ohne Besitzer (auch alle, die bei der Einführung keinem Revier zugeordnet waren) bleiben für jeden Piloten benutzbar wie bisher. Ordnen Sie sie zu, damit die Trennung greift.
  • Geräte, die bei der Einführung schon einem Revier zugeordnet waren, gehören automatisch diesem Revier.

Flugbetriebe verwalten (Admin)

Unter Verwaltung → Drohnen → Flugbetriebe legen Sie Vereine und gewerbliche Flugbetriebe an (Name, Art, Ansprechpartner, Rechnungsadresse), ernennen den Leiter und können jederzeit Mitglieder entfernen oder den ganzen Flugbetrieb deaktivieren (dann verlieren alle seine Mitglieder sofort ihre Pilotenrechte dort).

  • Piloten ohne Flugbetrieb — oben steht die Liste der Konten, die noch die alte Rolle „überall fliegen“ haben (revierübergreifender Drohnenpilot oder Kitzretter). Diese Rolle gilt unverändert weiter, bis Sie das Konto einem Flugbetrieb zuordnen. Ab dann zählt nur noch die Mitgliedschaft — auch wenn das Konto später wieder entfernt wird. Automatisch wird nichts entzogen.
  • Freigabelinks mit Pilotenrolle — Freigabelinks (Zugänge ohne Konto), die eine revierübergreifende Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter tragen, können nicht mehr fliegen: kein Steuern, kein Planen, kein Senden von Missionen. Im Drohnenteil sehen sie nur noch, was ein Zugang ohne Pilotenrolle sieht (die Drohnen und Missionen der Reviere des Links); statt der Knöpfe erscheint ein Hinweis. Wer mit einem solchen Link geflogen ist, braucht ein Konto und die Zuordnung zu einem Flugbetrieb. Die betroffenen Links stehen im Abschnitt Flugbetriebe (Bezeichnung, Rolle, angelegt, zuletzt benutzt — nie der Link selbst). Konten mit der alten Rolle behalten den Übergang wie oben beschrieben; die Companion-App auf dem Gerät ist nicht betroffen. Ein Link mit Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter für ein einzelnes Revier bleibt Revierpilot in den Revieren des Links.
  • Protokoll — je Flugbetrieb ist nachzulesen, wer wen wann aufgenommen oder entfernt hat.

Mein Flugbetrieb (Leiter und Mitglieder)

Mitglieder finden ihren Flugbetrieb unter Verwaltung → Drohnen → Mein Flugbetrieb.

  • Leiter — nimmt Piloten selbst auf (E-Mail-Adresse eines bestehenden Kontos) und entfernt sie wieder; der Admin bekommt bei jeder Aufnahme eine Push-Meldung. Der Leiter kann die Drohnen des Flugbetriebs einzelnen Piloten zuweisen. Drohnen freischalten, die Art des Flugbetriebs ändern und weitere Leiter ernennen kann nur der Admin.
  • Pilot — sieht die Stammdaten und die Drohnen des Flugbetriebs, aber keine Mitgliederverwaltung und keine Rechnungsdaten.

Fremde Drohne im eigenen Revier

Fliegt eine Vereins- oder Gewerbedrohne gerade in Ihrem Revier, sehen Jäger, Pächter und Revierpiloten sie auf der Karte als „Fremde Drohne im Einsatz“ — nur mit Position und Name des Piloten. Flugdaten, Livebild, Mission und Bilder sieht nur der Flugbetrieb. Livebild und Fotos startet immer der Pilot der Drohne.

🛒 Kapitel 4: Shop

Der Shop unter /shop verkauft Wildkameras, Zubehör, Pakete und Dienstleistungen. Er braucht kein Benutzerkonto: Kunden bestellen als Gast, bezahlen per Vorkasse oder PayPal und verfolgen ihre Bestellung über einen persönlichen Link. Verwaltet wird alles unter Verwaltung → Administration → Shop.

Artikel pflegen

Im Reiter Artikel legen Sie neue Artikel an und ändern bestehende. Preise geben Sie in Euro ein (zum Beispiel 199,00); gespeichert wird in Cent. Gerechnet wird nie im Browser — jede Summe im Shop kommt aus der Datenbank.

  • Kurzname (URL) bildet die Adresse: /shop/artikel/dtc-1200. Er muss eindeutig sein und sollte nach der Veröffentlichung nicht mehr geändert werden, sonst laufen bestehende Links ins Leere.
  • Versandklasse bestimmt die Pauschale: klein 4,90 €, groß 8,90 €. Enthält eine Bestellung beide, wird nur die teurere berechnet. Ab 250,00 € Warenwert entfällt der Versand. Dienstleistungen bekommen „kein Versand".
  • Bestand führen auf „nein" stellen, wenn ein Artikel immer verfügbar ist. Sonst wird der Bestand beim Bestellen abgebucht, und zwar so, dass zwei gleichzeitige Käufer nicht denselben letzten Artikel bekommen können.
  • Bildpfad muss ein eigener Pfad sein und mit / beginnen. Eine fremde Adresse würde die Shopseite Bilder von einem anderen Server laden lassen und dabei die IP jedes Besuchers dorthin verraten.

Produktsicherheit: Bei Waren verlangt Artikel 19 der EU-Produktsicherheitsverordnung Herstellername, Postanschrift, E-Mail und eine Produktidentifikation — im Angebot selbst, nicht im Impressum. Solange diese Felder leer sind, lässt sich der Artikel nicht sichtbar schalten. Einen unsichtbaren Entwurf anzulegen und die Angaben nachzutragen geht jederzeit. Hersteller und Einführer stehen getrennt auf der Seite: als Importeur treten Sie nicht an die Stelle des Herstellers. Dienstleistungen brauchen diese Angaben nicht.

Bestellungen abwickeln

Im Reiter Bestellungen sehen Sie alle Bestellungen, gefiltert nach Status. Ein Klick auf die Nummer klappt die Einzelheiten auf: Anschriften, Positionen, Verlauf.

  • Bezahlt haken Sie bei Vorkasse ab, sobald das Geld auf dem Konto ist. Bei PayPal geschieht das automatisch. Zweimal klicken schadet nicht — der Zahlungszeitpunkt wird nie überschrieben.
  • Versand lässt sich erst nach der Zahlung eintragen. Die Sendungsnummer ist freiwillig.
  • Stornieren vergibt eine Gegenrechnungsnummer aus demselben Kreis wie die Bestellung. Das lässt sich nicht zurücknehmen.

Die Rechnungsnummern WS-JJJJ-NNNNN sind lückenlos. Vergeben werden sie an genau einer Stelle — auf dem Remote. Bestellt jemand über den AGX, reicht dieser die Anlage dorthin weiter; ist der Remote nicht erreichbar, entsteht gar nichts und der Warenkorb bleibt stehen. Deshalb gilt: keine Testbestellungen im Live-Nummernkreis. Jede vergebene Nummer bleibt dauerhaft belegt und muss der Buchhaltung erklärt werden.

Widerruf

Seit dem 19. Juni 2026 verlangt § 356a BGB eine elektronische Widerrufsfunktion. Sie steht im Fuß jeder Shop-Seite und auf der Bestellseite als „Vertrag widerrufen". Der Kunde gibt Bestellnummer, Namen und die E-Mail-Adresse aus der Bestellung an und bestätigt im zweiten Schritt; ein Konto braucht er nicht. Den Eingang bestätigen wir sofort per E-Mail mit Datum und Uhrzeit, mit Kopie an Sie.

Die Bestellung steht danach auf „widerrufen". Ein zweiter Widerruf ändert den Zeitpunkt nicht — es ist der, den der Kunde bestätigt bekommen hat. Was daraus folgt, entscheiden Sie: der Widerruf wird bewusst nicht auf Fristen geprüft, weil er als Erklärung des Kunden wirkt, sobald er abgegeben ist.

Vor dem Livegang

Der Shop ist technisch fertig, aber Elektroartikel dürfen erst angeboten werden, wenn die produktrechtlichen Registrierungen stehen. Beim Selbstimport aus einem Drittland sind Sie Hersteller im Sinne des ElektroG und des Batterierechts und verpackungsrechtlich ebenfalls Hersteller:

  • WEEE-Registrierung bei der stiftung ear, vor dem ersten Angebot. § 6 Abs. 2 ElektroG ist ein Vertriebsverbot, kein Formfehler.
  • Batterieregistrierung je Marke und Kategorie, dazu ein nutzbares Rücknahmenetz — auch für fest eingebaute Batterien.
  • LUCID und Systembeteiligung für die Versandverpackungen und die Verkaufsverpackungen der Importware.
  • CE, EU-Konformitätserklärung und deutsche Anleitung je Modell: eine Kamera mit Mobilfunkmodul ist eine Funkanlage.

Dienstleistungen sind davon nicht betroffen und können vorher verkauft werden. Die Einzelheiten und die Reihenfolge stehen als Task 7c im Umsetzungsplan.

Wildkamera24 Bedienungsanleitung — Stand: Oktober 2026

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