Bedienungsanleitung Landwirtschaft
Hof, Flächen, Arbeit buchen, Düngung, Pflanzenschutz, Belege, Pacht, Hofladen — andere Ansicht wählen
Kapitel 1: Erste Schritte
So kommen Sie hinein
Es gibt zwei Wege. Beide führen in dieselbe Ansicht Ihres Betriebs:
- Persönlicher Link: Sie erhalten von Ihrem Ansprechpartner (Revier-Verwalter oder Plattform-Betreuer) einen Link per E-Mail oder Nachricht. Öffnen Sie ihn auf dem Handy oder am Rechner – Sie sind ohne Anmeldung direkt in Ihrem Betrieb. Legen Sie sich den Link als Lesezeichen oder als Symbol auf den Startbildschirm Ihres Handys.
- Anmeldung mit Ihrem Konto: Wurde Ihr Konto mit der Rolle Landwirt verknüpft, melden Sie sich auf der Startseite an (zum Beispiel mit Google) und kommen automatisch in Ihren Betrieb. Mehrere Personen eines Betriebs sehen denselben Betrieb.
Wie die Ansicht aufgebaut ist
Unten stehen die Knöpfe Karte, Übersicht, Ackerbau, Schäden, Betrieb und Menü. Im Menü finden Sie alle Bereiche, außerdem Hilfe / Anleitung. Was Sie sehen, hängt von Ihrem Tarif und Ihren Freigaben ab; gesperrte Bereiche tragen ein Schloss.
Die ersten Schritte im Betrieb
- Flächen anlegen: Auf der Karte unten rechts auf den Plus-Knopf tippen und unter Fläche einzeichnen oder Flächen importieren Ihre Schläge anlegen.
- Lager füllen: Im Menü unter Lager vorhandene Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Kraftstoff eintragen.
- Erste Arbeit buchen: Unter Ackerbau → Arbeit buchen eine erledigte Düngung, Spritzung, Aussaat oder Ernte eintragen. Das ist der Haupteingang: Alles Weitere (Nachweise, Lager, Kosten) folgt daraus.
- Beleg ablegen: Unter Betrieb → Belege die zugehörige Rechnung hochladen.
Bei jedem Bereich mit einem ? oder dem Eintrag Hilfe / Anleitung im Menü öffnet sich diese Anleitung an der passenden Stelle.
Kapitel 2: Landwirtschaft
Diese Anleitung folgt der Ansicht Ihres Betriebs von unten nach oben: Karte, Übersicht, Ackerbau, Schäden, Betrieb & Finanzen, Organisation, Einstellungen. Sie beschreibt, was die Oberfläche bietet. Die Plattform bereitet Nachweise und Auswertungen vor; sie ersetzt weder Beratung noch amtliche Meldungen.
Zugang über den persönlichen Link
Landwirte erhalten Zugang zur Plattform über einen persönlichen Zugangslink. Dieser wird vom Revier-Administrator erstellt und per E-Mail oder Nachricht weitergegeben. Der Link führt direkt zur Karte Ihres Betriebs ohne Anmeldung.
Alternativ melden Sie sich mit Ihrem Konto an, wenn der Administrator Sie mit der Rolle Landwirt verknüpft hat. Sie werden dann dem Betrieb zugeordnet; mehrere Personen können denselben Betrieb nutzen.
So fangen Sie an
Für einen neuen Betrieb hat sich diese Reihenfolge bewährt. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf:
- Tarif: Unter Menü → Einstellungen → Verwaltung sehen Sie Ihren Tarif und die Benachrichtigungen. Beträge geben Sie später immer mit der Angabe netto oder brutto ein.
- Flächen und Nutzung: Flächen über den Plus-Knopf auf der Karte einzeichnen oder über Daten übernehmen einlesen. In der Übersicht bei jeder Fläche über Bestand Nutzfläche und Bewirtschaftung prüfen.
- Anfangsvorräte: Im Reiter Lager vorhandene Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Diesel und Futter mit Menge eintragen.
- Maschinen: Im Reiter Maschinen Schlepper und Geräte anlegen, bei Bedarf mit Kostensatz je Betriebsstunde.
- Tiere: Im Reiter Tierbestand Tiergruppen anlegen; für den Düngejahresabschluss zählt das Jahresmittel.
- Erste Arbeit: Im Reiter Arbeit buchen die erste Düngung, Spritzung, Aussaat oder Ernte erfassen.
- Beleg: Im Reiter Belege die zugehörige Rechnung ablegen und der Arbeit zuordnen.
Arbeit buchen ist der Haupteingang für Düngung, Pflanzenschutz, Aussaat, Ernte und Lohnarbeit. Dort einmal erfasst, erscheint die Arbeit in der Schlagkartei, im Düngenachweis, in der Pflanzenschutz-Doku, im Lager und in den Kosten. Die Reiter Düngung, Pflanzenschutz-Doku und Planung zeigen und prüfen diese Einträge; bitte dieselbe Arbeit nicht noch einmal dort erfassen. Geplante Arbeiten stehen bis zur Bestätigung im Kalender und in Mein Hof heute.
Aufbau der Ansicht
Unten stehen sechs Knöpfe: Karte, Übersicht, Ackerbau, Schäden, Betrieb und Menü. „Ackerbau“, „Schäden“ und „Betrieb“ öffnen jeweils den zuletzt benutzten Bereich der Gruppe; die Leiste oben wechselt dann mit einem Tipp zu den anderen Bereichen derselben Gruppe. Das Menü zeigt alle Bereiche nach Gruppen:
- Ackerbau: Arbeit buchen, Planung, Jahreswechsel, Mahd, Düngung, Düngebedarf, Dünge-Jahresabschluss, Pflanzenschutz-Doku, Spritzwetter, Bestandsverlauf
- Schäden: Wildschaden, Biber, Schadenanalyse, Wildtierrettung
- Betrieb & Finanzen: Deckungsbeitrag, Belege, Förderung, Pacht, Maschinen, Lager, Tierbestand, Hofladen
- Organisation: Pflichten & Nachweise, Kalender, Aufträge, Lohnunternehmer
- Einstellungen: Daten übernehmen, Verwaltung (Tarif und Benachrichtigungen)
Unter Ackerbau finden Sie auch den Jahreswechsel. Dort wählen Sie das neue Jahr; die Liste verändert und bestätigt nichts automatisch.
Im Menü steht ganz unten Hilfe / Anleitung; sie öffnet diese Anleitung beim Bereich, in dem Sie gerade sind. Eine Auswahl der Bereiche kann je nach Tarif und Freigabe fehlen oder mit einem Schloss gekennzeichnet sein. Die Bahnenplanung und die Hindernisse öffnen Sie von der Karte aus (siehe dort); sie stehen nicht im Menü.
Karte und Plus-Knopf
Die Karte zeigt Ihre Flächen. Der Plus-Knopf unten rechts (Aktionen) öffnet alles, was Sie auf der Karte tun können, in sechs Gruppen:
- Fläche einzeichnen: Anbaufläche, Grünland, Info-Fläche, Aus Flurstücken
- Flächen importieren: Aus iBALIS, Aus Maps-Links, Aus Datei
- Schaden kartieren: Wildschaden, Biberschaden, Freie Schadensfläche
- Arbeiten: Feldaktivität, Bahnenplanung, Auftrag erstellen (je nach Freigabe)
- Teilen: Flächen teilen, An Lohnunternehmer, Position teilen, Punkt teilen
- Karte: Ort suchen, Route, Messen, Standort messen (GPS oder Karte), Pilzfunde
Tippen Sie eine Fläche an, öffnet sich ihr Fenster mit Gruppen zum Aufklappen, unter anderem Bahnplanung (mit Traktor und Hindernisse) und Fläche verwalten. Die Bahnenplanung erreichen Sie damit auf zwei Wegen: über Aktionen (+) → Arbeiten → Bahnenplanung oder über das Flächenfenster mit Bahnplanung → Traktor. Beide führen in dieselbe Bahnenplanung; im Flächenfenster ist der Schlag schon gewählt.
Bahnenplanung
Die Bahnenplanung rechnet die Fahrspuren für einen Schlag. Sie öffnen sie über Karte → Aktionen (+) → Arbeiten → Bahnenplanung oder im Fenster der angetippten Fläche über Bahnplanung → Traktor (dann ist der Schlag vorgewählt):
- Wählen Sie den Schlag (nur Schläge mit eingezeichneter Grenze stehen zur Wahl).
- Setzen Sie die Arbeitsbreite in Metern (oder eine typische Breite) und die Richtung in Grad (0 = Nord–Süd) oder lassen Sie die Richtung automatisch nach der längsten Seite wählen.
- Tippen Sie auf Generieren. Bahnenzahl, Fläche und Fahrstrecke stehen darüber; Plan speichern sichert den Plan.
- Haken Sie erledigte Bahnen in der Liste ab.
Die angezeigte Restfläche ist eine Schätzung aus den Streifenflächen, kein vermessener Restbestand und kein Flächennachweis. Hindernisse hinterlegen Sie getrennt (nächster Abschnitt); ob sie in die Berechnung dieses Plans eingehen, ist hier nicht zugesagt.
Hindernisse
Hindernisse (Baum, Strommast, Zaun u. a.) hinterlegen Sie je Schlag. Tippen Sie die Fläche in der Karte an und wählen Sie Bahnplanung → Hindernisse:
- Tippen Sie auf + Neu.
- Wählen Sie den Schlag und den Typ.
- Legen Sie die Lage fest: Breite und Länge eintragen, Mein Standort oder Mitte des Schlags. „Mitte des Schlags“ ist nur ein Vorschlag, kein vermessener Standort.
- Tragen Sie Puffer und Höhe in Metern ein (vorbelegt je Typ) und tippen Sie auf Speichern.
In der Liste ändern Sie einen Eintrag mit Bearbeiten oder entfernen ihn mit Löschen.
Tierbauten
Tierbauten sind in der Hofnavigation noch nicht durchgängig erreichbar: Es gibt keinen Menüpunkt und keinen Knopf auf der Karte, der dorthin führt. Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald ein sichtbarer Zugang besteht.
Holz
Holz ist in der Hofnavigation noch nicht durchgängig erreichbar: Es gibt keinen Menüpunkt und keinen Knopf auf der Karte, der dorthin führt. Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald ein sichtbarer Zugang besteht.
Flächen anlegen und bearbeiten
Sie verwalten Ihre Flächen direkt auf der Karte. Vorhandene Flächen übernehmen Sie unter Flächen importieren (Aus iBALIS, Aus Maps-Links, Aus Datei):
- Tippen Sie auf der Karte auf den Plus-Knopf.
- Wählen Sie unter Fläche einzeichnen die Art: Anbaufläche, Grünland oder Info-Fläche. Mit Aus Flurstücken übernehmen Sie bestehende Flurstücke.
- Zeichnen Sie die Fläche, indem Sie nacheinander auf die Eckpunkte tippen, und schließen Sie die Fläche ab.
- Geben Sie einen Namen ein.
Die Flächengröße in Hektar wird automatisch berechnet und angezeigt.
Welche Fläche zählt? Auswertungen je Hektar (170-kg-Durchschnitt, Düngebedarf, Düngebilanz, Mehrfachantrag, iBALIS-Vorbereitung) zählen nur Flächen, die im jeweiligen Jahr bewirtschaftet werden, und nehmen die Nutzfläche, wenn Sie eine angegeben haben, sonst die Kartenfläche. In der Flächenübersicht öffnen Sie bei jeder Fläche über Bestand:
- Nutzfläche (ha) — gemessen bzw. laut Antrag, falls sie von der Karte abweicht.
- Bewirtschaftet bis Jahr bzw. Nicht mehr bewirtschaftet — alte Flächen bleiben auf der Karte und in alten Buchungen, zählen aber in den Auswertungen nicht mehr mit.
- Keine Düngung — die Fläche zählt nicht zur 170-kg-Fläche.
Oben in der Übersicht steht die Überleitung: alle Flächen in der Karte, abzüglich nicht bewirtschafteter, plus/minus Abweichung der Nutzfläche = maßgebliche Fläche.
Flächen: Nutzfläche, abgegebene und archivierte Schläge
Zu jeder Fläche können Sie die Nutzfläche eintragen, wenn sie von der gezeichneten Fläche abweicht, und von wann bis wann Sie die Fläche bewirtschaften. Abgegebene oder archivierte Flächen bleiben mit ihren alten Aufzeichnungen erhalten, zählen aber nicht mehr zur Betriebsfläche und stehen beim Buchen nicht mehr zur Wahl. Flächen mit Düngeverbot zählen nicht zur Fläche der 170-kg-Grenze.
Gewässer, Wasserschutz- und Überschwemmungsgebiet
Für jeden Schlag prüft das Programm selbst, ob er an einem Gewässer liegt (amtliches Gewässernetz, Abstand und Länge innerhalb von 5 und 10 Metern), ob er in einem Wasserschutzgebiet liegt und ob Stichpunkte im festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegen. Das Ergebnis erscheint bei der Fläche und in Pflichten & Nachweise. Die Prüfung läuft nach dem Anlegen oder Ändern einer Fläche im Hintergrund und kann einige Minuten dauern.
Übersicht
Der Reiter Übersicht zeigt zuerst Mein Hof heute (nächster Abschnitt) und darunter Ihre Flächen mit den jeweiligen Angaben. Bei jeder Fläche öffnet Bestand die Angaben zur Nutzfläche und Bewirtschaftung (siehe oben).
Mein Hof heute
Oben im Reiter Übersicht steht Mein Hof heute, die Tagesliste: höchstens fünf Punkte, die heute zu tun, zu melden oder zu bestätigen sind – zuerst laufende Sperren (zum Beispiel Milch in der Wartezeit, mit allen betroffenen Tieren), dann unverzügliche Meldungen, heute Fälliges und die nächsten sieben Tage. Ältere Rückstände stehen als eine Zeile da und einzeln unter „Alle offenen Punkte“. Die Schaltfläche an jedem Punkt öffnet den passenden Eintrag. Laufende Pflichten ohne Termin zählen nicht als Aufgabe.
Arbeit buchen – einmal eintragen
Unter Ackerbau → Arbeit buchen tragen Sie eine erledigte Arbeit einmal ein: Art (Düngung, Pflanzenschutz, Aussaat, Ernte, Bodenbearbeitung, Mahd, Sonstige Arbeit), Datum, Schläge und Mittel aus Ihrem Lager. Vor dem Speichern sehen Sie in der Vorschau, was daraus entsteht: der Nachweis (Düngung oder Pflanzenschutz-Aufzeichnung), der Abgang im Lager und die Kosten je Schlag für den Deckungsbeitrag. Was „Arbeit buchen“ erzeugt, tragen Sie nicht noch einmal ein. Für den Verkauf der Ernte gilt das nicht durchgängig: Erntezugang im Lager, Verkaufsabgang, Verkaufsnachweis und der Preis im Deckungsbeitrag sind getrennte Schritte (siehe Deckungsbeitrag).
Je nach Arbeitsart entstehen die zugehörigen Nachweise: Düngung und Pflanzenschutz erzeugen ihre Aufzeichnung, Aussaat, Ernte, Bodenbearbeitung, Mahd und Sonstige Arbeit eine Zeile in der Schlagkartei. Ein Lagerabgang entsteht nur bei einem zugeordneten Lagerartikel; Kosten hängen von den eingegebenen bzw. verknüpften Ansätzen ab (fehlt ein Preis, steht der Betrag als „unbewertet“ da).
Bei Düngern braucht das Programm die Nährstoffgehalte. Es nimmt Ihre Analyse, sonst den Katalogwert als Vorschlag. Fehlen die Gehalte ganz, lässt sich die Düngung nicht buchen – tragen Sie sie unter „Fachangaben“ vom Sackaufdruck oder Lieferschein ein. Eine falsche Buchung nehmen Sie mit Storno zurück; Nachweis, Lagerabgang und Kosten werden dabei wieder ausgebucht, die Buchung bleibt mit Grund im Verlauf sichtbar.
Mengenprüfung in „Arbeit buchen“
Vor dem Buchen prüft das Programm, ob die Menge je Hektar plausibel ist – unabhängig von Einheit und Schlaggröße. Mengen beziehen sich auf ha und die ausgewiesene Masse bzw. Bezugsfeuchte: Dieselbe Menge Flüssigdünger wird in l, m³ oder kg (mit Dichte) gleich beurteilt, Saatgut in kg, Körnern oder Einheiten (mit Packungsgröße). Bei der Ernte bestimmt die Kultur des Schlags im Erntejahr die Grenze (Körnermais wird als Körnermais geprüft, Silomais als Frischmasse); eine ausdrücklich angegebene Verwendung (zum Beispiel „Korn“ oder „Silage“) geht vor. Mehrere Grasschnitte eines Jahres werden als Jahressumme geprüft, stornierte zählen nicht mit.
- Feuchte und Trockenmasse: Getreide, Raps und Körnermais gelten bei 14 % Feuchte (Raps 9 %); feuchtere Ware wird darauf umgerechnet (20 t Körnermais mit 35 % Feuchte entsprechen 15,12 t bei 14 %). Wählen Sie „Trockenmasse“, rechnet das Programm mit Ihrer angegebenen Feuchte auf Frischmasse zurück (26,4 t Trockenmasse Silomais bei 70 % Feuchte sind 88 t Frischmasse). Geben Sie keine Feuchte an, gilt ein Standardwert, der in der Vorschau als Annahme genannt wird.
- Mehrere Düngerpositionen: Der Gesamtstickstoff wird je Gabe und Hektar über alle Positionen zusammengezählt – mineralisch, organisch und beides zusammen. Die Aufteilung auf ein, zwei oder drei Mittel ändert das Ergebnis nicht. Für eine gemischte Gabe gilt die Gesamtschranke von 200 kg N/ha (Warnung) und 600 kg N/ha (Sperre) – auch wenn Kompost dabei ist. Nur eine reine Kompostgabe hat eine eigene Schranke von 400 und 1.000 kg N/ha.
- Warnung und Sperre: Eine Warnung ab dem genannten Wert (einschließlich) lässt sich nur mit Haken und Grund buchen; eine Sperre auch damit nicht. Der Grund steht im Vorgang und im Nachweis (Schlagkartei, Düngung, Pflanzenschutz, Jahresordner) als „Menge über üblichem Rahmen – bestätigt: …“.
Fehlt für den Vergleich die Dichte oder die Packungsgröße, behauptet das Programm keine Vergleichbarkeit und fragt nach. Für AHL gilt ohne Angabe die Dichte 1,28 kg/l (sichtbarer Hinweis). Die Grenzen sind betriebliche Ausgangswerte, keine Ausbringungsfreigabe: Eine Mengenfreigabe ersetzt weder die Düngebedarfsermittlung noch die Prüfung der Mittelzulassung.
Gebuchtes bleibt, wie es war
Bei jeder Düngung, Aussaat oder anderen Maßnahme wird die Fläche zur Buchung festgehalten. Ändert sich später die Schlaggröße, ändern sich alte Mengen und Kosten nicht. Ältere Einträge ohne festgehaltene Fläche sind als Schätzung gekennzeichnet; Sie legen die damalige Fläche einmal mit einer kurzen Begründung fest (im Dünge-Jahresabschluss unter „Fläche zur Gabe bestätigen“, im Deckungsbeitrag mit „Fläche zur Buchung festlegen“).
Bei Beträgen und Preisen geben Sie an, ob sie netto oder brutto gemeint sind – bei Lohnunternehmer-Kosten in „Arbeit buchen“ und beim Preis im Lager. Der Deckungsbeitrag rechnet dann einheitlich in der Basis Ihres Betriebs und weist aus, wo die Angabe noch fehlt.
Anbauplanung und Fruchtfolge
Im Reiter Planung (Gruppe Ackerbau) finden Landwirte die Anbauplanung mit zwölf Unterreitern: Fruchtfolge, Jahresplan, Schlagkartei, Schlagakte, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Prognose, Wetter, Saatgut, Deckungsbeitrag und GLÖZ 7.
- Fruchtfolge — Übersicht der Fruchtarten je Fläche über die Jahre.
- Jahresplan — Anbauplanung pro Fläche und Jahr: Fruchtart, Saatmenge, Erntezeitpunkt.
- Schlagkartei — Ackerschlagkartei mit allen Feldaktivitäten (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Sonstiges). Neue Arbeiten bitte über Arbeit buchen erfassen.
- Schlagakte — alle Nachweise zu einer Fläche in zeitlicher Folge, nur zum Lesen.
- Ernte, Prognose, Wetter, Saatgut — Ernteergebnisse, Prognose, Wetter und Saatgut zur Planung.
- Deckungsbeitrag — der Deckungsbeitrag im Rahmen der Planung (ausführlich weiter unten beim Reiter Deckungsbeitrag).
- GLÖZ 7 — Prüfung des Fruchtwechsels (siehe nächster Abschnitt).
Die Fruchtfolge wird geprüft; ungünstige Kombinationen (z. B. Weizen nach Weizen über mehrere Jahre) werden gekennzeichnet. Im Jahreswechsel vorgeschlagene Kulturen sind Entwürfe: Prüfen Sie sie und nehmen Sie sie in der Planung an oder entfernen Sie sie; bereits vorhandene Pläne werden nicht ersetzt, archivierte Schläge bekommen keine Vorschläge.
GLÖZ 7 Fruchtwechsel
GLÖZ 7 (Guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand) schreibt einen Fruchtwechsel vor: Auf jedem Ackerschlag müssen innerhalb von drei Jahren mindestens zwei verschiedene Hauptkulturen stehen. Die Plattform zeigt:
- Ob auf jeder Fläche ein ausreichender Fruchtwechsel stattfindet.
- Ob die Hauptfruchtgruppen (Getreide, Hackfrüchte, Leguminosen usw.) rotiert werden.
- Abweichungen und Risiken werden farblich markiert (grün = unauffällig bei dieser Vorprüfung, rot = möglicher Verstoß; die Anzeige ersetzt keine rechtliche Prüfung).
Die Anzeige ist eine Vorprüfung anhand der hinterlegten Jahre und Kulturen. Prüfen Sie die Regeln des Antragsjahres und etwaige Ausnahmen; eine grüne Anzeige ist keine behördliche Bestätigung.
Jahreswechsel
Unter Ackerbau → Jahreswechsel wählen Sie oben das neue Jahr und sehen als Checkliste, was zum Übergang noch zu tun ist: Anbauplanung des neuen Jahres, Düngebedarfsermittlung je Schlag, Vorjahreswerte (organische Nachlieferung), Lager-Inventur zum 31.12., Pachtfälligkeiten, Tierbestand zum Stichtag 01.01., offene Belege und Zahlungen sowie der Dünge-Jahresabschluss des alten Jahres. Es zählen nur bewirtschaftete Schläge; archivierte Flächen werden weder gemahnt noch beplant.
- Neues Jahr wählen, Status und Hinweise je Punkt prüfen.
- Mit Öffnen für … in den Bereich springen. Das Ziel zeigt das richtige Jahr bzw. den Stichtag: bei der Anbauplanung der Fruchtfolge-Vorschlag mit dem Erntejahr des neuen Jahres (ausdrücklich eingestellt, nicht aus dem Standardwert abgeleitet), bei Pacht die Fälligkeiten des neuen Jahres (der Knopf „Zahlungsplan“ trägt ebenfalls dieses Jahr), beim Tierbestand die Jahresübergabe zum 01.01., beim Lager die Inventur mit den noch nicht gezählten Artikeln (Datum 31.12. vorbelegt, sobald der Stichtag erreicht ist), bei den Belegen der Filter „Offen“ über alle Jahre, beim Dünge-Jahresabschluss der Schritt „Prüfen“ des alten Jahres mit der Liste der konkret offenen Punkte.
- Beim Punkt Düngebedarfsermittlung springt Nächster Schlag ohne Ermittlung direkt in die geführte Restliste (siehe Düngebedarfsermittlung).
- Im Ziel Jahr bzw. Stichtag kontrollieren. Rechnungen von Lohnunternehmern, die noch nicht als Beleg übernommen sind, stehen beim Punkt „Offene Belege“; stimmen Sie sie zusätzlich im Reiter Lohnunternehmer ab.
- Die Inventur zählen Sie erst zum tatsächlichen Stichtag; die Bestände dürfen nicht durch eine neue Anfangsbuchung verdoppelt werden. Der Tierbestand zum 01.01. ist eine rechnerische Fortschreibung, keine Zählung.
Die Liste ändert nichts von selbst: „Fruchtfolge als Entwurf fortschreiben“ legt nur Vorschläge an (ein zweiter Aufruf legt vorhandene nicht noch einmal an), und „Fälligkeiten anlegen“ erzeugt die Pachttermine (vorhandene bleiben, nichts doppelt). Meldungen an HIT oder Behörden erledigen Sie dort selbst.
Mahd
Im Reiter Mahd (Feldaktivität) wählen Sie unter Aktivität erfassen den Typ der Aktivität, den Feldstatus (OK, Achtung, Kritisch) und tragen eine Bemerkung ein; mit Speichern sichern Sie den Eintrag. Darüber steht der Stand der Fläche mit der letzten Aktivität. Düngung, Pflanzenschutz und Erntemenge erfassen Sie bitte über Arbeit buchen, damit Nachweise, Lager und Kosten stimmen. Die Anmeldung zur Wildtierrettung ist ein eigener Vorgang: Eine geplante Mahd melden Sie im Bereich Schäden über Wildtierrettung an, damit Kitze vorher gesucht werden.
Düngung buchen und auswerten
Der Reiter Düngung zeigt vier Bereiche: Sperrfristen, Düngungen, Bodenproben und Bilanz. Neue Düngungen buchen Sie am besten unter Arbeit buchen; Auswertung und Prüfung finden Sie hier. Beim Eintragen einer Düngung wählen Sie den Schlag (die Fläche wird übernommen), das Düngemittel aus der Liste und geben die Menge je Hektar ein, zum Beispiel 20 m³/ha Rindergülle. Gesamtmenge und Nährstoffe rechnet das Programm aus; eigene Analysewerte können Sie überschreiben. Die 170-kg-Grenze wird wie in der Düngeverordnung im Durchschnitt des Betriebs und je Kalenderjahr geprüft. Fehlen Buchungen oder Flächengrößen, steht dort „nicht prüfbar“ statt eines grünen Hakens.
Im Reiter Förderung → Mehrfachantrag stehen die Nutzungscodes aus der amtlichen bayerischen Liste. Ist eine Kultur nicht eindeutig (zum Beispiel nur „Mais“), bleibt der Code leer und Sie sehen die möglichen Codes. Die Ausgabe ist eine Vorbereitung; maßgeblich ist iBALIS.
Düngebedarfsermittlung
Im Reiter Düngebedarf ermitteln Sie vor der ersten Düngung für jeden Schlag den Bedarf an Stickstoff und Phosphat nach Düngeverordnung, gerechnet mit den Basisdaten der LfL Bayern. Kultur, Vorfrucht und Bodenprobe werden vorbelegt, soweit sie in der App stehen. Das Ergebnis zeigt jede Rechenzeile mit Wert und Quelle und ist eine Obergrenze. Gleichartige Schläge fassen Sie zu einer Bewirtschaftungseinheit zusammen.
Jede gespeicherte Ermittlung bleibt als Version erhalten; eine Änderung erzeugt eine neue Version. Das Ergebnisblatt (PDF) je Schlag und die Betriebsübersicht legen Sie bei einer Kontrolle vor. Die Übersicht vergleicht den Bedarf mit den gebuchten Düngungen und markiert Überschreitungen.
Was Sie angeben müssen: beim Nmin-Wert aus eigener Probe das Datum und – bei Kulturen, für die der Vorrat bis 90 cm zählt – ob der Wert 0–90 cm umfasst; beim Ertragsmittel mindestens drei Jahre (oder das belegbare Mittel als einen Wert); bei Grünland, ob die Fläche beweidet wird; beim Phosphat Gehaltsklasse, Messwert und das Datum der Bodenuntersuchung (höchstens sechs Jahre alt). Passen Messwert und Klasse nicht zusammen, wird nicht gerechnet. Die Betriebsnummer für den Kopf der Nachweise tragen Sie einmal oben in der Übersicht ein.
Abgleich mit der Düngung: Organische Dünger zählen mindestens mit der Wirksamkeit nach Anlage 3 der Düngeverordnung; ein höherer aufgezeichneter verfügbarer Stickstoff zählt voll. Wählen Sie deshalb beim Eintragen einer organischen Düngung die Art des Düngers (zum Beispiel Rindergülle) und tragen Sie den verfügbaren Stickstoff nur ein, wenn Sie ihn kennen. „Anderer Stoff“ wird mit dem gesamten Stickstoff angerechnet. Bei einer Bewirtschaftungseinheit zählt der am stärksten gedüngte Schlag, nicht der Durchschnitt. Der Status offene Punkte heißt: nicht überschritten, aber etwas ist ungeklärt (zum Beispiel eine Düngung im Herbst vor dem Zeitraum oder eine fehlende Bodenuntersuchung).
Geführte Restliste: Fehlen noch Ermittlungen, zeigt die Übersicht oben den Kasten Restliste mit Restliste abarbeiten. Sie führt Schlag für Schlag in die Eingabe (Vorbelegung wie gewohnt); der Zähler x von y erledigt nennt, wie viele der zu Beginn fehlenden Schläge inzwischen eine Ermittlung haben. In der Eingabe steht Restliste: Schlag n von y mit Überspringen, nach dem Speichern führt Weiter zum nächsten Schlag zum nächsten. Übersprungene Schläge bleiben offen und lassen sich mit Übersprungene noch einmal ansehen aufrufen; Restliste beenden schließt die Führung. Gespeichert wird nur, was Sie bestätigen – die Restliste legt nichts selbst an. Aus dem Jahreswechsel gelangen Sie mit Nächster Schlag ohne Ermittlung direkt in den ersten fehlenden Schlag des gewählten Jahres.
Dünge-Jahresabschluss
Unter Ackerbau → Dünge-Jahresabschluss führt Sie das Programm in sechs Schritten zu den Jahresunterlagen der Düngeverordnung. Die Schritte heißen Fläche, Tiere, Düngerweg, Vorrat, Lager und Prüfen. Was schon gebucht ist (Düngungen, Düngebedarf), wird übernommen; oben steht, was noch fehlt. Sie erhalten vier getrennte Ergebnisse: die Jahressummen nach Anlage 5, die 170-kg-Prüfung, die Wirtschaftsdünger-Mengen und den Lagerraum-Nachweis. Den abgeschlossenen Stand gibt es als PDF. Solange Angaben fehlen, steht das am Ergebnis; es wird nichts geschätzt. Unterscheiden Sie den Entwurf vom festgeschriebenen Stand (abgeschlossene Version) und bearbeiten Sie die offenen Punkte zuerst.
Pflanzenschutz-Aufzeichnung
Im Reiter Pflanzenschutz-Doku mit den Bereichen Erfassen, Aufzeichnungen und Export zeichnen Sie jede Anwendung auf: Fläche wählen, Mittel suchen (Name oder Zulassungsnummer), Menge eintragen, speichern. Datum und Uhrzeit sind mit „jetzt“ vorbelegt, die Kultur kommt aus der Anbauplanung. Eine Tankmischung oder mehrere Flächen erfassen Sie in einem Vorgang; gespeichert wird je Mittel und Fläche ein Datensatz.
Frist: Dokumentieren Sie die Anwendung unverzüglich. Ab 2027 ist maschinenlesbar zu führen; wird zunächst anders aufgezeichnet, muss die Aufzeichnung fristgerecht (spätestens 30 Tage nach der Anwendung) elektronisch übertragen werden. Die 30 Tage betreffen die Übertragung, nicht ein erlaubtes Warten auf die erste Aufzeichnung. Aufzubewahren sind die Daten mindestens drei Jahre. Die Ampel zeigt: grün = vollständig, gelb = unvollständig und Frist läuft, rot = Frist abgelaufen. Unvollständiges dürfen Sie zwischenspeichern und später ergänzen.
Hinweise: Beim Speichern vergleicht das System mit der Zulassungsdatenbank des BVL und weist zum Beispiel darauf hin, wenn die Kultur nicht in der Indikation steht oder die Aufwandmenge über dem Höchstwert liegt. Das sind automatische Hinweise, keine Rechtsauskunft; maßgeblich sind Zulassung und Gebrauchsanleitung. Abstandsauflagen und Wartezeiten prüft das System nicht.
Export: Unter Export laden Sie die Aufzeichnungen eines Jahres im Datenstandard des Julius Kühn-Instituts herunter (JSON, CSV oder XML). Änderungen werden protokolliert; gelöscht wird nichts, eine falsche Aufzeichnung wird storniert. Liste und Export bleiben auch ohne Tarif „Betrieb“ jederzeit zugänglich.
Spritzwetter
Der Reiter Spritzwetter enthält zwei Werkzeuge. Das Spritzfenster zeigt als 7-Tage-Ampel, an welchen Tagen das Wetter zum Spritzen passt. Der Tankmix-Rechner rechnet Ihre Tankmischung: Mit + Fläche und + Produkt tragen Sie Flächen und Mittel ein, Mittel aus der Bibliothek holen Sie mit + verwenden. Die Ampel ist eine Orientierung; maßgeblich sind Gebrauchsanleitung und Auflagen des Mittels.
Bestandsverlauf
Im Reiter Bestandsverlauf sehen Sie für jede Fläche den Verlauf der Pflanzenentwicklung aus Satellitenbildern (NDVI, bis zu vier Jahre). Über Zur Fläche springen oben wählen Sie eine Fläche aus der Liste. Der Verlauf zeigt Mittel-, Mindest- und Höchstwert.
Wildschaden
Der Reiter Wildschaden führt Ihre erfassten Wildschäden mit Fläche, Datum, Tierart, Schadenart und betroffener Fläche in Hektar. Je Eintrag gibt es Fläche kartieren und Mit Jägern teilen. Kartieren und Teilen sind unten bei „Schadenflächen kartieren und Schäden teilen“ beschrieben.
Biberschaden melden und abrechnen
Im Reiter Biber verwalten Landwirte Biberschäden von der ersten Feststellung bis zur Auszahlung. Die Unterreiter sind Fälle, Fonds, Prävention und Wissen.
- Schaden feststellen — Sofort Fotos und den genauen Ort sichern, nichts reparieren oder beseitigen. Legen Sie einen neuen Fall mit dem Kenntnisdatum an; die 7-Tage-Meldefrist wird daraus automatisch berechnet, ein Kalendereintrag angelegt und Erinnerungen aufs Handy 2 Tage, 1 Tag und am Tag der Frist versendet.
- Melden — Binnen 7 Tagen an die Untere Naturschutzbehörde (UNB), den Biberberater oder Bibermanager melden und den Status auf „Gemeldet" setzen. Mindestens ein Foto ist dafür Pflicht.
- Ortstermin — Nach der Meldung folgt der Ortstermin mit der zuständigen Stelle; die Nachweis-Checkliste im Fall zeigt, welche Unterlagen dafür vorliegen sollten.
- Schadenshöhe berechnen — Der Rechner ermittelt die Schadenshöhe aus Fläche × Marktleistung nach den BBV-Richtwerten (Bayerischer Bauernverband); für Flurschäden gelten eigene MR-Sätze. Belege können hinterlegt werden. „Berechnen" zeigt nur einen Probelauf, erst „Übernehmen" speichert den Betrag im Fall.
- Meldebogen & Auszahlung — Aus dem Fall wird der amtliche Meldebogen (Anlage 4) als PDF erzeugt und als Antrag eingereicht. Nach Bescheid erfolgt die Auszahlung im Folgejahr.
Prävention hat Vorrang vor Ausgleich: Fördermöglichkeiten wie VNP (Vertragsnaturschutzprogramm), VNP Wald, KULAP, LNPR und die Naturschutzfonds-Förderung sind im Unterreiter Prävention hinterlegt. Eine Doppelförderung von Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen für dieselbe Fläche ist ausgeschlossen.
Ansprechpartner (UNB, Biberberater, Bibermanager) sowie Nachschlagetexte zu Biologie, Recht und Prävention finden Sie im Unterreiter Wissen.
Schadenflächen kartieren und Schäden teilen
Ist Ihr Betrieb vom Revier-Verwalter für das Kartieren freigeschaltet (Verwaltung → Landwirte → Spalte „Kartieren“), erfassen Sie Schadenflächen auf der Karte: + → 🦫 Biberschaden kartieren oder 🐗 Wildschaden kartieren. Im Biber-Fall gibt es dafür den Abschnitt Schadenflächen mit „Auf der Karte kartieren“ — die gezeichnete Fläche hängt dann am Fall, die Summe lässt sich mit „In Fall übernehmen“ als Fläche (m²) übernehmen; der Rechner nutzt diesen Wert. Beim ersten Kartieren übernimmt ein Fall ohne Flächenangabe die Fläche automatisch.
Teilen: „🔗 Freigeben“ im Biber-Fall (oder „Mit Jägern teilen“ in der Wildschaden-Liste) gibt den Schaden allen Jägern des Reviers oder einem Nutzer frei — nur ansehen oder ansehen und ergänzen (Fotos, Flächen). Beträge werden nur mitgeteilt, wenn Sie das ankreuzen. Freigaben lassen sich jederzeit widerrufen. Was Jäger mit Ihnen teilen, sehen Sie unter Biber → Geteilt.
Schadenanalyse: Schadkarte und Gutachten aus Drohnenbildern
Im Reiter Schadenanalyse werten Sie einen Drohnenflug über einem Schlag aus. Über + Neue Auswertung gibt es zwei Wege:
- Einzelbilder vom Flug — Sie wählen alle Bilder des Flugs aus (JPG, mindestens 20). Wärmebilder sortiert die Seite selbst aus. Lassen Sie die Seite während des Hochladens geöffnet; bricht die Verbindung ab, setzen Sie mit Upload fortsetzen beim letzten Bild fort. Danach wird das Orthofoto berechnet. Das dauert meist ein bis drei Stunden, Sie können die Seite solange schließen.
- Fertiges Orthofoto — ein georeferenziertes GeoTIFF (oder JPG mit World-File), wahlweise mit Höhenmodell.
Was die Bilder brauchen: ein Kartier- bzw. Gebietsflug über einem Schlag, GPS-Position in den Bildern und rund 70–80 % Überlappung. Einzelne Schrägaufnahmen reichen nicht.
Kultur, Ertrag, Preis: Ertrag und Preis sind mit Richtwerten vorbelegt. Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein, wenn Sie sie kennen. Im Gutachten steht, was Richtwert und was eigene Angabe ist. Sie können die Werte nachträglich ändern.
Ergebnis: Sofort nach der Auswertung sehen Sie die Schadkarte je Flurstück, die Flächen (Totalausfall, stark, leicht) und den effektiven Ertragsverlust in Hektar; die Schadpolygone lassen sich als KML herunterladen und mit einem Klick intern als möglicher Schaden dokumentieren. Das ist keine Anmeldung bei der Gemeinde. Ausgewertet wird der beflogene Teil des Flurstücks ohne einen 3 m breiten Randstreifen.
Geprüfter Bericht (Gutachten): Schadkarte, Flächen und KML sind kostenlos. Das PDF mit Rechenwert in Euro und zeitlicher Einordnung aus Satellitendaten bestellen Sie über Geprüften Bericht bestellen: 79 € je Schlag bis einschließlich 10 ha, je weiterem angefangenen Hektar 5 €, jeweils einschließlich 19 % Umsatzsteuer; im Profi-Tarif Ihres Jagdreviers ist es enthalten. Wir sehen die automatische Markierung am Bildschirm auf Plausibilität durch, bevor Sie den Bericht erhalten — ohne Ortsbesichtigung und ohne Feststellung der Ursache. Bis dahin steht dort „wird geprüft“. Ändern Sie danach Kultur, Ertrag oder Preis, wird es neu erstellt und erneut geprüft.
Anmeldefrist: Melden Sie einen ersatzpflichtigen Wild- oder Jagdschaden an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken in Bayern grundsätzlich binnen einer Woche bei der zuständigen Gemeinde an, schriftlich oder zur Niederschrift, und lassen Sie sich den Eingang bestätigen. Die Frist beginnt mit Ihrer Kenntnis. Warten Sie nicht auf die Auswertung. Der Bericht ersetzt weder das gemeindliche Vorverfahren noch die Schätzung durch einen von der Jagdbehörde bestellten Wildschadensschätzer.
Wildtierrettung
Vor der Mahd lassen Sie Ihre Wiesen von Helfern und Drohnenpiloten absuchen. Im Reiter Wildtierrettung sehen Sie oben das Flugwetter 3-Tage und eine Planungsübersicht mit den nächsten Tagen.
- Suchen Sie unter Meine Flächen die Wiese aus und tippen Sie auf Anfordern.
- Tragen Sie den geplanten Mahd-Termin (von, bis), die Dringlichkeit und optional eine Bemerkung ein und tippen Sie auf Anfordern.
- Den Stand sehen Sie bei Meine Anfragen und an der Fläche; Einsätze im Revier zeigt die Einsätze, Gefundene Kitze auf meinen Flächen die Funde.
Deckungsbeitrag je Schlag
Der Reiter Deckungsbeitrag rechnet je Schlag und Erntejahr Leistung (Ertrag × Preis, plus Prämien) minus variable Kosten. Die Zahlen kommen aus Ihren Buchungen in Schlagkartei, Düngung, Lager, Maschinen und Lohnunternehmer-Rechnungen; an jeder Zahl steht, woher sie stammt. Was nicht gebucht ist, bleibt bei den Kosten leer — ergänzen Sie es von Hand. Beim Erlös gilt: Ohne eigenen Preis setzt das Programm einen Marktpreis (Eurostat-Jahresmittel) ein; Herkunft und Bezugsjahr stehen an der Zahl, bitte prüfen Sie ihn gegen Ihre Abrechnung. Bei Getreide, Raps und Körnermais rechnet der Deckungsbeitrag die gebuchte Ernte mit abweichender Feuchte auf die Bezugsfeuchte (14 % bzw. 9 %) um (10 t bei 20 % Feuchte sind 9,3023 t bei 14 %); das steht als Hinweis am Schlag. Ein Verkaufsbeleg wird nicht automatisch mit dem Erlös verknüpft: weicht Ihre Abrechnung von Menge oder Preisbezug ab, tragen Sie Ertrag und Preis des Schlags von Hand ein. Ein Schlag, der nur noch als Grunddaten-Eintrag ohne Fläche besteht (gelöscht), steht getrennt unter „Grunddaten ohne Schlag“ und lässt sich dort entfernen. oder übernehmen Sie ausdrücklich einen Richtwert der LfL Bayern, der dann als Richtwert gekennzeichnet bleibt. Vergleich je Kultur, Betriebsübersicht und CSV-Export sind enthalten. Die Pacht wird nachrichtlich ausgewiesen.
Belege und Übergabe an die Buchführung
Unter Betrieb → Belege laden Sie eine Rechnung oder einen Lieferschein einmal hoch (Foto, PDF oder E-Rechnung). Eine E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) wird gelesen; bei einem gewöhnlichen PDF oder Foto tragen Sie Kopf und Positionen selbst ein. Dieselbe Datei legt nie einen zweiten Beleg an. Jede Position ordnen Sie einer Kostenart zu und verknüpfen sie, wenn es passt, mit der schon gebuchten Arbeit – deren Kosten erhöhen sich dadurch nicht. Zahlungen tragen Sie ein, der offene Betrag wird mitgeführt. Eine Zahlung im Hof ist ein eigener Eintrag und löst keine Überweisung aus.
Rechnung Ihres Lohnunternehmers übernehmen: Oben in der Belegliste steht „Rechnungen Ihrer Lohnunternehmer, noch nicht übernommen“. Mit Als Beleg übernehmen legt das Programm die Rechnung als Entwurf an – mit dem Original-PDF, dem Kopf, den Positionen und, wo ein übernommener Einsatz eindeutig passt, der Verknüpfung zur Arbeit („Kosten schon in der Arbeit“ ist dort vorbelegt). Festgeschrieben und bezahlt wird nichts; dieselbe Rechnung kann nie zweimal übernommen werden. Original-PDF, Kopf und Positionen sind danach bereits übernommen – prüfen Sie Arbeitsverknüpfung, zusätzliche Kosten und die Original-Kopfsumme. Rundungen der Steuer können die Summe der Positionen um einen Cent von der Rechnungssumme abweichen lassen; der Beleg erklärt das und die Summen des Originals gelten. Rücknahme: Zahlung entfernen, Festschreibung mit Grund aufheben, dann den Entwurf verwerfen. Im Deckungsbeitrag zählt die Leistung genau einmal: Sobald der Hofbeleg geprüft ist und Kostenart und Schlag geklärt sind, ersetzt er die Rechnung des Lohnunternehmers als Kostenquelle.
Mit Paket für das Büro erhalten Sie für einen Zeitraum eine ZIP-Datei mit den Originalen, einer Übersicht und Tabellen. Die Originaldateien liegen auf dem Server, auf dem sie hochgeladen wurden.
Förderung & Vorschriften — Gesamtübersicht
Im Reiter Förderung (Gruppe Betrieb & Finanzen) verwalten Landwirte Förderprogramme, Anträge, Fristen und die Vorschriftenprüfung. Die Unterreiter heißen Übersicht, Programme, Anträge, Flächen, Fristen, Vorschriften, Düngung, Optimierung, MFA und Agrardiesel.
Beträge und Programmzahl stehen nicht in dieser Anleitung. Prämiensätze ändern sich jährlich und sind Planwerte. Maßgeblich ist immer der Reiter Förderung mit dem dort angezeigten Katalogstand und die amtliche Bekanntmachung Ihres Bundeslandes.
Aufbau der EU-Agrarförderung
Die Förderung besteht aus zwei Säulen:
- Säule 1 — Direktzahlungen (EU): Basisprämie, Umverteilung, Junglandwirte und Öko-Regelungen. Beantragt jährlich im Sammelantrag (InVeKoS).
- Säule 2 — Ländliche Entwicklung (Bund/Land): Agrarumweltprogramme (z. B. KULAP), Vertragsnaturschutz, Ausgleichszulage, Investitionsförderung. Meist mehrjährige Verpflichtungen.
Voraussetzung für alle Zahlungen ist die Einhaltung der Konditionalität (GLÖZ-Standards und Grundanforderungen an die Betriebsführung). Verstöße können alle Prämien kürzen.
Keine Pflichtbrache mehr: Die frühere Pflicht, 4 % des Ackerlands als nichtproduktive Fläche vorzuhalten (GLÖZ 8), ist abgeschafft. Es bleibt der Schutz von Landschaftselementen: Hecken, Baumreihen, Feldgehölze und Feldraine dürfen nicht beseitigt werden; ein Schnittverbot gilt vom 1. März bis 30. September. Freiwillige Brache und Blühflächen können weiterhin über Öko-Regelungen oder Agrarumweltprogramme gefördert werden.
Für den Wildschutz sind vor allem diese freiwilligen Maßnahmen wichtig: Blüh- und Altgrasstreifen, Stoppelbrache und Winterbegrünung, Lerchenfenster. Welche Maßnahme in Ihrer Lage gefördert wird und wie hoch, zeigt der Reiter Programme.
Nicht-Kombinierbarkeit — Häufige Fallen
Nicht alle Programme dürfen auf gleicher Fläche kombiniert werden. Wichtigste Regeln:
- OeR 1a (Brache) schließt OeR 1b/1c/1d, KULAP K50/K51/K56 und Stoppelbrache auf gleicher Fläche aus.
- OeR 4 (GL-Extensivierung) und KULAP K10 nicht auf gleicher Fläche.
- OeR 6 (PSM-Verzicht) ist redundant bei Öko-Betrieben (O10).
- Stoppelbrache und Ernteverzicht schließen sich logisch aus (erst ernten vs. nicht ernten).
- Extensivgetreide und VNP Acker (Segetalflora) nicht kombinierbar — überlappende Auflagen.
Wildkamera24 prüft die Kompatibilität automatisch in der Optimierung und warnt bei Konflikten.
Förderung in Wildkamera24 nutzen
- Programme durchsuchen — Alle Programme des Katalogs mit Voraussetzungen, Prämien, Quellen und Katalogstand einsehen.
- Teilnahmen verwalten — Eigene Teilnahmen anlegen, Status (beantragt/bewilligt/ausgezahlt) pflegen.
- Optimierung starten — System berechnet automatisch die 3 besten Förderstrategien für Ihren Betrieb.
- Fristen generieren — Antragsfristen aller Programme automatisch in den Kalender übernehmen.
- Vorschriften prüfen — GLÖZ, Düngeverordnung, Pflanzenschutz auf einen Blick; eine gespeicherte Prüfung nach altem Regelwerk wird als veraltet gekennzeichnet.
- Agrardiesel — siehe eigener Abschnitt unten.
- Sammelantrag — Vorbereitung für den Sammelantrag (Reiter MFA). Der Antrag selbst wird amtlich gestellt, nicht in Wildkamera24.
Agrardiesel-Unterlagen (Vorbereitung)
Unter Förderung → Agrardiesel wählen Sie das Verbrauchsjahr und sehen, was für den Antrag auf Agrardiesel-Vergütung aus Ihren Daten vorliegt. Teil A. Eigener Verbrauch zeigt Anfangsbestand, Zugänge, Endbestand, rechnerischen Verbrauch, Lagerabgänge, Zählungen, Maschinenverbrauch und Bezüge mit Beleg. Teil B zeigt getrennt, was Ihr Lohnunternehmer als Dieselmenge gemeldet hat. Mit PDF oder CSV laden Sie die Unterlagen herunter. Positionen, die nicht als eigener Bezug zählen, stehen einzeln aufgelistet in der Ansicht, im PDF und in der CSV.
Für die Stichtage 01.01. und 31.12. zählen Sie den Dieselbestand im Lager (beim Dieselartikel Zählen). Wo Zählung, Belege oder Mengen fehlen, steht „nicht ermittelbar“ oder ein Hinweis auf die Lücke; es wird nichts geschätzt.
Eigener Bezug und Lohnunternehmer-Diesel: Vom Lohnunternehmer eingesetzter und berechneter Diesel ist kein eigener Kraftstoffbezug. Positionen einer übernommenen Lohnunternehmer-Rechnung (Kostenart Lohnarbeit, kein Lagerzugang) zählen deshalb nicht zu den Bezügen im Teil A, sondern stehen im Teil B bei den Leistungen des Lohnunternehmers; im Teil A sind sie als „nicht als eigener Bezug gezählt“ aufgeführt. Erfassen Sie als eigenen Bezug nur Kraftstoff, der tatsächlich an den Hof geliefert und ins Lager gebucht wurde.
Pachtflächenverwaltung
Im Reiter Pacht (Gruppe Betrieb & Finanzen) verwalten Sie Ihre Pachtverträge:
- Verträge — Pachtvertrag mit Laufzeit, Pachtpreis, Fläche; über Bearbeiten lassen sich bestehende Verträge ändern.
- Finanzen — Zahlungen und Fälligkeiten der Pacht.
- Fristen — Kündigungsfristen und Verlängerungsoptionen.
Pachtflächen werden auf der Karte mit blau-gestrichelter Umrandung dargestellt, um sie von eigenen Flächen zu unterscheiden.
Maschinen
Der Reiter Maschinen hat drei Bereiche: Maschinen (Liste und Neue Maschine, Typen wie Traktor, Mähdrescher, Spritze, Düngerstreuer), Einsätze (Einsatz erfassen) und Wartung (Jetzt fällig, Alle Termine, Betriebsstunden-Übersicht). Den Kostensatz je Betriebsstunde tragen Sie bei der Maschine ein (siehe Maschinenkosten).
Maschinenkosten
Bei jeder Maschine können Sie einen Kostensatz je Betriebsstunde (ohne Diesel) eintragen. Damit werden die Maschinenstunden in „Arbeit buchen“ bewertet und in den Deckungsbeitrag übernommen. Ohne Satz stehen die Stunden als „unbewertet“ da – das Programm schätzt nichts.
Geben Sie beim Satz an, ob er netto, brutto oder ein eigener Rechenwert ohne Umsatzsteuer ist. Der Diesel übernimmt die Angabe vom Kraftstoff im Lager. Fehlt die Angabe, wird der Betrag trotzdem gebucht; der Deckungsbeitrag weist dann darauf hin, dass die Basis offen ist.
Lager
Der Reiter Lager führt Ihre Vorräte. Oben wählen Sie den Bereich: Übersicht, Saatgut, Dünger, PSM, Kraftstoff, Futtermittel oder Sonstiges. Die Übersicht zeigt Warnungen zu Niedriger Bestand und Bald ablaufend.
- + Artikel legt einen Artikel nach Kategorie an (Produkt, Menge, Einheit, Preis mit netto/brutto, Verfallsdatum). Prüfen Sie Einheit und Preisbasis; bei Dünger gehören Analyse bzw. Nährstoffgehalte dazu.
- Den Zugang aus einer Rechnung buchen Sie im Beleg bewusst nach der Prüfung (Lagerzugang); ein bloß erfasster Beleg verändert das Lager nicht, und eine Zahlung bewegt keinen Vorrat.
- -Verbrauch bucht einen Verbrauch ab. Eine Arbeit mit Lagerartikel unter Arbeit buchen verbraucht den Bestand selbst.
- Zählen hält eine Bestandszählung (Inventur) fest: Sie geben das Datum und die tatsächlich gezählte Menge ein, prüfen die Differenz und nennen einen Grund. Die Differenz wird im Bewegungsjournal gebucht. Die Rücknahme mit Grund erzeugt eine Gegenbuchung; Original und Rücknahme bleiben im Journal sichtbar.
Bewegungsjournal und Belegbezug zur Kontrolle finden Sie beim Artikel. Nach dem Sprung aus dem Jahreswechsel steht oben ein Kasten „Inventur zum 31.12.“ mit einem Knopf je noch nicht gezähltem Artikel.
Tierbestand und Behandlungsbuch
Unter Betrieb → Tierbestand führen Sie Ihre Tiere an einem Ort: Bestandsregister mit Geburten, Zu- und Abgängen, das Behandlungsbuch mit Wartezeiten und die Unterlagen je Tier oder Gruppe. Den vorhandenen Bestand übernehmen Sie einmal als CSV-Datei; ein zweiter Import derselben Datei legt nichts doppelt an. Eine neue Geburt ist nach Auswahl der Mutter mit Datum und Ohrmarke erfasst.
Das Register sendet nichts an HIT. Sie melden wie bisher in HIT und bestätigen die Meldung hier mit Datum; bis dahin steht das Ereignis als offen. Im Behandlungsbuch rechnet das Programm die Freigabe aus der letzten Gabe und der Wartezeit vom tierärztlichen Beleg – ohne diese Angaben gibt es keine Freigabe. Den durchschnittlichen Jahresbestand können Sie in den Dünge-Jahresabschluss übernehmen.
Hofladen für Selbstvermarkter
Im Reiter Hofladen stellen Sie Ihr Sortiment ins Netz. Kunden schicken eine unverbindliche Abholanfrage, kommen zum Hof und kaufen dort. Verkäufer sind Sie; die Plattform stellt die Seite bereit und leitet die Anfrage weiter.
- Hof & Abholung — Name des Hofladens, Inhaber mit vollem Namen (oder Firma mit Rechtsform), Anschrift, E-Mail und Telefon sind gesetzliche Pflichtangaben eines Anbieters und stehen öffentlich auf Ihrer Seite. Dazu Öffnungs- und Abholzeiten und, für die Selbstbedienung, Ihr PayPal.Me-Name. Erst wenn die Pflichtangaben vollständig sind, lässt sich der Hofladen veröffentlichen. Vorher sehen nur Sie ihn über Vorschau ansehen.
- Sortiment — je Produkt Name, Kategorie, Preis und Verkaufseinheit (zum Beispiel „2,5 kg“). Den Grundpreis je Kilogramm oder Liter rechnet das System aus. Ein Vorrat ist freiwillig: Ist er eingetragen, sinkt er mit jeder Reservierung, und bei null steht „ausverkauft“. Ein Foto fügen Sie über das Kamera-Feld hinzu.
- Anfragen — neue Abholanfragen kommen per E-Mail und als Mitteilung aufs Handy und stehen oben im Reiter. Sie teilen die Verfügbarkeit mit oder sagen ab, wahlweise mit einer Nachricht („abholbar ab Freitag 14 Uhr“), und vermerken später die Abholung. Antworten Sie nur zur voraussichtlichen Verfügbarkeit und zum Abholzeitpunkt: Nehmen Sie über diesen Weg keine verbindlichen Bestellungen an und verlangen Sie keine Vorauszahlung. Der Vorrat dient Ihrer Planung und ist keine Lieferzusage. Bei einer Absage und wenn der Kunde seine Anfrage zurücknimmt, geht die Ware zurück in den Vorrat.
- Selbstbedienungskasse — über QR-Etiketten drucken erhalten Sie einen Bogen mit einem Etikett je Produkt und einer Anleitung für die Kasse. Der Kunde scannt am Regal mit dem Handy (ohne App), sieht die Summe und zahlt bar oder, wenn Sie einen PayPal.Me-Namen hinterlegt haben, mit PayPal direkt an Sie. Bei loser Ware gibt er die Menge selbst ein. Der Einkauf erscheint bei Ihren Anfragen als „Selbstbedienung“; ob wirklich bezahlt wurde, prüft das System nicht. Alkohol gibt es an der Selbstbedienungskasse nicht, weil dort die Alterskontrolle fehlt.
Die Bereiche des Reiters heißen Anfragen, Sortiment, Statistik und Hof & Abholung.
Statistik: Der Bereich Statistik zeigt Umsatz je Monat, je Produkt und je Verkaufsweg (Abholanfragen, Selbstbedienung bar, Selbstbedienung PayPal). Gezählt wird, was im System vermerkt ist: Abholanfragen, die Sie als abgeholt markiert haben, und Einkäufe an der Selbstbedienungskasse. Verkäufe ohne Scan fehlen; die Statistik ersetzt kein Kassenbuch.
Öffentlich: Ihr Hofladen hat einen eigenen Link (/hof/ihr-name), den Sie weitergeben können, und erscheint im Verzeichnis Hofläden mit Umkreissuche und Karte. Sortiert wird nach Entfernung zum Suchort, sonst alphabetisch; eine bessere Platzierung lässt sich nicht kaufen. Der Kunde erhält nach der Anfrage einen Link, über den er den Stand sieht und die Anfrage zurücknehmen kann.
Datenschutz: Name, Telefon, E-Mail und Nachrichten einer Anfrage werden spätestens 180 Tage nach der letzten Änderung gelöscht.
Pflichten & Nachweise
Unter Menü → Organisation → Pflichten & Nachweise sehen Sie in einer Liste, welche Aufzeichnungs-, Melde- und Aufbewahrungspflichten Ihr Betrieb hat: was überfällig ist, was in den nächsten 30 Tagen ansteht und was erledigt ist. Beim ersten Öffnen kreuzen Sie einmal an, was auf Ihren Betrieb zutrifft (zum Beispiel Milchkühe, eigene Spritze, Pachtflächen, Eierverkauf); danach erscheinen nur die Pflichten, die Sie betreffen. Zu jeder Pflicht stehen Frist, Rechtsgrundlage, Kontrollstelle und Aufbewahrungsdauer.
Wo die Plattform die Daten schon hat, zeigt die Liste den Stand selbst an – etwa Schläge ohne Düngebedarfsermittlung, die älteste Bodenuntersuchung oder Pachtverträge, deren Kündigungstermin naht. Zu jeder Pflicht können Sie Belege hochladen (PDF oder Foto) und sie als erledigt abhaken. Der Jahresordner fasst Übersicht und Belege eines Jahres als ZIP-Datei zusammen.
Kalender
Der Reiter Kalender zeigt Termine Ihres Betriebs an einem Ort: Pflichten und Fristen, Mahdtermine, Düngungen, Pachtfristen (Kündigung, Vertragsende) und Anfragen zur Wildtierrettung. Tippen Sie auf einen Tag oder Eintrag, um Einzelheiten zu sehen. Ist eine Quelle nicht erreichbar, bleiben die anderen Quellen sichtbar; der Kalender ist dann unvollständig, und die Fehlermeldung nennt die betroffene Quelle.
Aufträge
Im Reiter Aufträge legen Sie mit + Neuer Auftrag eine Arbeit an, die ein Dienstleister für Sie erledigen soll. Die Liste lässt sich nach Stand filtern: Alle, Offen, Termin bestätigt, In Arbeit, Erledigt, Abgeschlossen, Storniert. Jeder Auftrag zeigt Leistung, Fläche, Lohnunternehmer, Termine und Bemerkung. Ein offener Auftrag lässt sich mit Stornieren zurücknehmen. Terminvorschläge: Einen Vorschlag kann nur die Gegenseite annehmen – Ihren eigenen Terminvorschlag nimmt der Lohnunternehmer an, einen Vorschlag des Lohnunternehmers bestätigen Sie. Den eigenen Vorschlag können Sie nur zurückziehen.
Lohnunternehmer
Im Reiter Lohnunternehmer arbeiten Sie mit Ihren Lohnunternehmern zusammen:
- Erledigte Arbeiten des Lohnunternehmers — Einsätze, die Ihr Lohnunternehmer gemeldet hat. Unter Zu prüfen übernehmen Sie einen Einsatz mit Als Entwurf in Arbeit buchen übernehmen, korrigieren eine bestehende Buchung oder lehnen mit Rückfrage bzw. Ablehnen ab. Der Leistungsnachweis liegt als PDF dabei.
- Flächenfreigaben — mit + Freigabe geben Sie Flächen für einen Lohnunternehmer frei. Offene Anfragen nehmen Sie mit Annehmen an oder lehnen sie ab; mit Entfernen nehmen Sie eine Freigabe zurück.
- Mit einem Lohnunternehmer verknüpfen — Rechnungen, Belege und Einsätze Ihres Lohnunternehmers sehen Sie nur, wenn Ihr Hof fest mit dessen Kundeneintrag verknüpft ist; der Name allein genügt nie. Der Lohnunternehmer verknüpft Sie selbst oder erzeugt einen Verknüpfungscode (8 Zeichen, 14 Tage gültig, einmal einlösbar). Den Code tragen Sie oben im Reiter Lohnunternehmer ein und tippen Verknüpfen. Nach mehreren falschen Eingaben ist die Eingabe einige Minuten gesperrt. Fehlen Ihre Rechnungen, fragen Sie Ihren Lohnunternehmer nach der Verknüpfung.
- Meine Lohnunternehmer — je Lohnunternehmer offene Aufträge, anstehende Termine der nächsten 14 Tage, Rechnungen (mit Positionen, PDF und E-Rechnung), Kontoauszug für einen Zeitraum und die erledigten Arbeiten des Jahres.
Rechnungen übernehmen Sie als Beleg im Reiter Belege (siehe dort). Zum Prüfen klappen Sie die Rechnung auf und vergleichen Positionen, Zahlungen und Leistungsnachweise; die Saisonzeile eines Einsatzes nennt die zugeordnete Rechnung. Für den Kontoauszug setzen Sie von/bis, tippen auf Anzeigen und laden bei Bedarf PDF oder CSV. Ein Erstattungsguthaben kann den Saldo gegenüber der Summe offener Rechnungen mindern. Eine fehlende Zuordnung bei einem älteren Einsatz bedeutet nicht sicher „noch nicht abgerechnet“.
Daten aus einer anderen Schlagkartei übernehmen
Unter Daten übernehmen wählen Sie zuerst zwischen Amtliche Flächen aus iBALIS abgleichen und Daten aus anderer Schlagkartei übernehmen; danach prüfen Sie Datei und Zuordnung. Bei der Schlagkartei lesen Sie Schlaggrenzen aus einem Shapefile (als ZIP mit .shp, .dbf und .prj), aus KML/KMZ, GeoJSON oder ISO-XML ein. Zuerst sehen Sie eine Vorschau mit Name, Fläche und Warnungen (Dubletten, ungültige Geometrie); angelegt wird erst, was Sie bestätigen. Maßnahmen aus einer CSV-Datei lassen sich im zweiten Schritt in die Schlagkartei übernehmen. Aussparungen innerhalb einer Fläche gehen beim Import verloren; die Vorschau weist darauf hin.
Amtliche Flächen aus iBALIS übernehmen
Unter Menü → Einstellungen → Daten übernehmen laden Sie Ihre iBALIS-Datei hoch. Sie sehen jede Fläche mit alten und neuen Werten nebeneinander und bestätigen jede Änderung einzeln. Der Import ändert nur den Flächenbestand: Gebuchte Arbeiten, festgeschriebene Abschlüsse und alte Ermittlungen bleiben, wie sie waren. Flächen, die in der Datei fehlen, werden nicht gelöscht; archivierte Flächen werden nicht von selbst wieder aktiv. Es wird nichts an iBALIS gesendet.
Verwaltung: Tarif und Benachrichtigungen
Der Reiter Verwaltung hat die Bereiche Tarif und Benachrichtigungen. Unter Benachrichtigungen schalten Sie Mitteilungen auf dem Gerät an (der Browser fragt nach Erlaubnis) und wählen die Ereignisse, über die Sie informiert werden wollen: Wildtierrettung, Chat-Nachrichten, Aufträge, Feld-Verschlechterung (NDVI) und TÜV-Erinnerung.
Basis ist dauerhaft kostenlos: eigene Flächen, Wild- und Biberschäden, Wildtierrettung, Freigaben für Lohnunternehmer, Wetter, Kalender, Chat und die Schadkarte aus eigenen Drohnenbildern.
Betrieb umfasst Anbauplanung, Düngung mit Düngebedarfsermittlung, Pflanzenschutz mit Aufzeichnung, Deckungsbeitrag, Förderung, Pacht, Maschinen, Lager, Satellitenbeobachtung und den Hofladen. Die Datenübernahme aus einer anderen Schlagkartei ist kostenlos. Er kostet 149 € für ein Jahr bis einschließlich 100 ha, je weiterem angefangenen Hektar 1 €, jeweils einschließlich 19 % Umsatzsteuer.
Bestellen: Verwaltung → Tarif → Tarif Betrieb bestellen. Sie sehen den Gesamtpreis für Ihre Fläche, geben die Rechnungsanschrift an und bestellen zahlungspflichtig. Die Rechnung kommt per E-Mail; freigeschaltet wird nach Zahlungseingang. Der Tarif läuft ein Jahr und endet von selbst — es gibt keine automatische Verlängerung und keine Kündigungsfrist. Eine Verlängerung bestellen Sie auf demselben Weg; die neue Laufzeit schließt an die alte an.
Wildkamera24 Bedienungsanleitung — Stand: Oktober 2026