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Bedienungsanleitung

Wildkamera24 — Plattform für Jagd, Land- und Forstwirtschaft

🏁 Kapitel 1: Erste Schritte

Anmeldung (OAuth Google Login)

Die Anmeldung bei Wildkamera24 erfolgt über Ihr Google-Konto per OAuth (Open Authorization) — einem sicheren Verfahren, bei dem Wildkamera24 Ihr Google-Passwort nie sieht. Dadurch entfällt das Merken eines separaten Passworts und Ihr Zugang ist durch die Google-Sicherheit (inkl. Zwei-Faktor-Authentifizierung) geschützt.

  1. Öffnen Sie wildkamera24.com in Ihrem Browser (Chrome, Safari, Firefox).
  2. Tippen Sie auf Mit Google anmelden.
  3. Wählen Sie Ihr Google-Konto aus oder geben Sie Ihre Google-E-Mail und Ihr Passwort ein.
  4. Nach erfolgreicher Anmeldung werden Sie automatisch zur Kartenansicht Ihres Reviers weitergeleitet.
Hinweis
Ihr Google-Konto muss zuvor vom Revier-Administrator freigeschaltet worden sein. Wenden Sie sich an Ihren Administrator, falls Sie nach der Anmeldung die Meldung "Kein Revier zugewiesen" erhalten.

Dashboard-Übersicht

Nach der Anmeldung sehen Sie das Dashboard mit folgenden Bereichen:

  • Schnellzugriff — Buttons für Aufgaben, Karte, Galerie, Erinnerungen, Jagdzeiten, Jagdwissen und Kameras.
  • Statistiken — Kamera-Anzahl, Bilder der letzten Stunden/Tage, Batteriestatus.
  • Wochenplan — 7-Tage-Kalenderstreifen mit fälligen Aufgaben und Erinnerungen.
  • Aufgaben — Die 5 wichtigsten offenen Aufgaben mit Direktlink zur Aufgabenverwaltung.
  • Wetter & Reviere — Aktuelle Temperatur, Wind und Niederschlag für Ihre Reviere.
  • Aktivitäten — Timeline der letzten Ereignisse (Tiererkennungen, Aufträge, Kitzrettung).
  • Heute jagdbar — Aktuell freigegebene Wildarten mit Jagdzeiten.
  • Erinnerungen — Anstehende Erinnerungen mit Ampel-Farbcodes.
  • Nächste Termine — Drückjagden, Kitzrettung, Ansitze der nächsten 14 Tage.

Alle Dashboard-Bereiche können über das Zahnrad-Symbol oben rechts ein- oder ausgeblendet werden.

Jagdwissen (zentrale Wissenssammlung)

Alles Nachschlagewissen liegt an einer Stelle: Verwaltung → Jagdwissen. Dorthin führen die Dashboard-Kachel 📚 Jagdwissen, der Eintrag Wissen → Jagdwissen im FAB-Menü der Karte und die Tierart-Links in Karten-Popups. Ein Deep-Link auf einen Reiter lautet /spa/verwaltung?section=jagdwissen&subtab=<reiter>.

Die Reiter: Wildtiere (Lexikon mit Detailseiten, Schutzstatus, Jagdzeit-Hinweis), Jagdrecht (Vorschriften nach Themen), Jägersprache, Kaliber (mit Mindestenergie-Tabelle und Detailansicht), Hunde & Nachsuche (Rassen, Prüfungen, Nachsuche), Biber (Rechtshinweis und Zugriffsmeldung), Wildschaden (Rechte, Fristen, Praxis), Wildbret-Recht, Drohnenrecht (früher in der Drohnen-Gruppe) und Jagdzeiten (Verweis auf die Jagdzeiten-Tabelle).

Die Rechtsartikel haben ein Inhaltsverzeichnis, Tabellen, Checklisten, häufige Fragen und eine Quellenliste mit Fundstellen; das Rechtsstand-Datum steht im Kopf des Artikels.

  • Wildbret abgeben und verkaufen: Was rechtlich gilt — Eigenverbrauch, Abgabe kleiner Mengen an Privatpersonen, Gastronomie und Metzger (Tagesstrecke, 100-km-Regel), Wildbearbeitungsbetrieb; kundige Person, bedenkliche Merkmale, Trichinen, Kühlkette, Wildkammer und Registrierung, Lieferschein und Rückverfolgbarkeit, Kennzeichnung verpackter Ware, Steuern und Gewerbe, Besonderheiten in Bayern, Bußgelder, Checklisten.

Die Artikel ersetzen keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte gibt die zuständige Kreisverwaltungsbehörde (Veterinäramt / Lebensmittelüberwachung) bzw. das Finanzamt.

Navigation und Menustruktur

Die App ist als Karten-zentrierte Anwendung aufgebaut. Alle wichtigen Aktionen erreichen Sie über:

  • FAB (Floating Action Button) — Der runde +-Button unten rechts öffnet das Aktionsmenu.
  • Layer-Kontrolle — Oben rechts auf der Karte können Sie verschiedene Layer ein- und ausblenden.
  • Footer-Tabs — Am unteren Bildschirmrand finden Sie (je nach Rolle) Tabs wie Karte, Nachrichten, Kitzrettung usw.
  • Verwaltung — Über das Zahnrad-Symbol gelangen Administratoren zum Admin-Panel.

Rollen und Berechtigungen

Wildkamera24 unterstützt mehrere Benutzerrollen. Jede Rolle hat Zugriff auf unterschiedliche Funktionen:

RolleSymbolBeschreibung
Verwalter (Admin)👑Vollzugriff auf alle Funktionen, Benutzerverwaltung, Revier-Einstellungen.
Pächter (Jäger)🎯Kartenansicht, Abschüsse, Kameras, Nachrichten, Drückjagd.
Landwirt🌾Flächenverwaltung, Anbauplanung, Wildschaden, Kitzrettung.
Forstwirt🌲Forstflächen, Holzverteilung, CO₂-Tracking (Kohlenstoffdioxid-Bilanz).
Lohnunternehmer (LU)🚚Aufträge, Maschinen, Tourenplanung, Futtermittel.
Drohnenpilot🚩Drohnenflug, Missionsplanung, Kitzrettungs-Einsätze.
ATC (Air Traffic Control)✈Flugüberwachung, Koordination der Drohnenpiloten.
Mehrere Rollen
Ein Benutzer kann mehrere Rollen gleichzeitig besitzen. Im Hauptmenu erscheint dann ein Rollen-Umschalter, über den zwischen den Ansichten gewechselt werden kann.

🗺 Kapitel 2: Karte & Navigation

Kartenansicht und Basiskarten

Die Karte ist das Herzstück der Anwendung. Über den Layer-Kontrolle-Button oben rechts können Sie zwischen verschiedenen Basiskarten wechseln:

  • OpenStreetMap — Standard-Strassenkarte mit guter Detailtiefe.
  • Topographisch — Höhenlinien und Geländedarstellung, ideal für die Jagdplanung.
  • Satellit — Luftbild/Satellitenaufnahme für realistische Geländeansicht.

Layer ein-/ausblenden

Über die Layer-Kontrolle (Symbol oben rechts auf der Karte) können Sie verschiedene Informationsebenen ein- und ausblenden:

  • Hochsitze — Alle Jagdeinrichtungen im Revier.
  • Kameras — Positionen der Wildkameras.
  • Abschüsse — Eingetragene Pirschabschüsse als Marker.
  • Sichtungen — Gemeldete Wildsichtungen.
  • Wildwechsel — Markierte Wildwechsel-Pfade.
  • Grenzen — Reviergrenzen und Nachbar-Reviere.
  • Satellitenbilder — NDVI (Vegetationsindex), NDMI (Feuchtigkeitsindex) und weitere Fernerkundungsdaten.

Aktivierte Layer werden farblich hervorgehoben. Die Einstellung bleibt beim nächsten Besuch erhalten.

Kulturen und Erntestand

Die Ebene Kulturen zeigt je Flurstück die angebaute Kultur des laufenden Jahres (automatische Erkennung aus Satellitenbildern). Zusätzlich zeigt sie den Erntestand — die Kultur bleibt dabei sichtbar:

  • Glatte Kulturfarbe — Bestand steht (Deckung) oder es liegt keine Angabe vor.
  • Stoppel-Schraffur, ✂ mit Datum — abgeerntet, aus dem Satellitenverlauf gemessen.
  • Grüne Punkte, 🌱 — nach der Ernte wieder bewachsen (Zwischenfrucht, Ausfallgetreide, Neuansaat) — wieder Deckung und Äsung.
  • Blasse Stoppel-Schraffur, ✂? — nach Kalender abgeerntet: Für diese Fläche gibt es keine Satellitenmessung. Getreide und Raps gelten ab dem 15. September als geerntet.
Die Kalender-Angabe sagt nur, dass die Hauptfrucht vom Feld ist — nicht, ob dort inzwischen eine Zwischenfrucht steht. Mais, Rüben, Kartoffeln und Grünland werden nie nach Kalender als geerntet markiert; dort gibt es eine Angabe nur mit Messung. Im Popup der Fläche steht, woher die Angabe stammt.

GPS-Standort ermitteln

GPS (Global Positioning System) ermöglicht die satellitengestützte Standortbestimmung direkt im Browser. Tippen Sie auf das GPS-Symbol (Fadenkreuz-Icon) auf der Karte, um Ihren aktuellen Standort zu ermitteln. Die Karte zentriert sich auf Ihre Position und zeigt einen blauen Punkt mit Genauigkeitskreis an.

GPS-Berechtigung
Beim ersten Mal fragt Ihr Browser um Erlaubnis, Ihren Standort zu verwenden. Erlauben Sie den Zugriff, damit die GPS-Funktionen korrekt arbeiten. Ohne GPS-Zugriff können Abschüsse und Sichtungen nicht automatisch verortet werden.

Ort suchen (Suchfunktion)

Über das FAB-Menu oder das Suchfeld können Sie Orte, Adressen und Koordinaten suchen. Geben Sie einen Ortsnamen oder eine Adresse ein und wählen Sie das Ergebnis aus der Vorschlagsliste. Die Karte springt anschließend zum gewählten Ort.

🌳 Kapitel 3: Jagdeinrichtungen

Hochsitze auf der Karte

Alle Hochsitze, Kanzeln und sonstigen Jagdeinrichtungen werden als Marker auf der Karte dargestellt. Die Farbe und das Symbol zeigen den Typ der Einrichtung an. Tippen Sie auf einen Marker, um das Popup mit Details zu öffnen.

Popup-Informationen

Das Popup eines Hochsitzes zeigt Ihnen auf einen Blick:

  • Name — Bezeichnung der Jagdeinrichtung.
  • Foto — Aktuelles Bild (falls hinterlegt).
  • Windrichtungen — Kompass-Layout (3x3 Grid) mit Pfeilen für bejagbare Windrichtungen. Grüne Pfeile zeigen günstige, rote ungünstige Windrichtungen.
  • Aktuelle Windprognose — Windrichtung und -stärke der nächsten Stunden mit Ampel-Bewertung (grün = günstig, gelb = grenzwertig, rot = ungünstig).
  • Wartungs-Status — Nächster fälliger Wartungstermin.
  • Aktionen — Buttons für Ansitz planen, Navigieren, Bearbeiten.

Belegung und Betriebe: Landwirte, Forstbetriebe und Lohnunternehmer des Reviers sehen in ihren Ansichten die Hochsitze, aber nicht, ob gerade jemand ansitzt. Wenn Sie möchten, dass die Betriebe Ihren Ansitz als „belegt“ sehen (ohne Ihren Namen) und so Störungen vermeiden können, schalten Sie unter Verwaltung → Benachrichtigungen → Ansitz die Einstellung „Meine Ansitz-Belegung mit den Landwirten und Betrieben des Reviers teilen“ ein; sie ist anfangs ausgeschaltet und gilt nur für Ihre eigenen Ansitze.

Wind-Prognose im Popup

Die Windprognose zeigt für die nächsten 24 Stunden stundenweise die Windrichtung und -stärke an. Basierend auf den konfigurierten bejagbaren Windrichtungen des Hochsitzes wird die Eignung mit einer Ampel bewertet:

  • Grün — Wind kommt aus einer günstigen Richtung, Ansitz empfohlen.
  • Gelb — Wind kommt aus einer grenzwertigen Richtung, Vorsicht geboten.
  • Rot — Wind ist ungünstig, Ansitz nicht empfohlen.

Die Windrichtungen werden in deutscher Notation angezeigt: N, NO, O, SO, S, SW, W, NW.

Ansitz planen

Über den Button Ansitz planen im Hochsitz-Popup öffnet sich die Planungsansicht mit:

  • Windübersicht — Mehrtägige Windprognose mit Eignungsbewertung.
  • Solunar-Zeiten — Major- und Minor-Aktivitätsperioden basierend auf Mondphasen (siehe Kapitel 8).
  • Zeitraum wählen — Start- und Endzeit für den geplanten Ansitz festlegen.
  • Zielsetzung — Zielwild und besondere Hinweise für den Ansitz notieren.

Windrichtungen konfigurieren (Admin)

Administratoren können für jeden Hochsitz die bejagbaren Windrichtungen konfigurieren:

  1. Öffnen Sie das Popup des Hochsitzes auf der Karte.
  2. Tippen Sie auf Bearbeiten.
  3. Im Kompass-Layout (3x3 Grid mit Pfeilen) tippen Sie auf die Richtungen, die günstig sind — sie werden grün markiert.
  4. Speichern Sie die Einstellungen.

Die Konfiguration wird sofort für alle Benutzer sichtbar und beeinflusst die Ampel-Bewertung der Windprognose.

UVV-Ansitzkontrolle

Hochsitze, Kanzeln und Leitern sind Arbeitsplätze in der Höhe. Nach der Unfallverhütungsvorschrift Jagd der SVLFG (VSG 4.4) müssen sie vor jeder Benutzung in Augenschein genommen und mindestens einmal im Jahr gründlich geprüft werden. Die jährliche Prüfung dokumentieren Sie direkt in der App:

  1. Öffnen Sie das Popup des Hochsitzes auf der Karte. Die Zeile 🛡 UVV zeigt, wann zuletzt geprüft wurde und bis wann die Prüfung gilt.
  2. Tippen Sie auf Prüfen (oder unter „Mehr“ auf UVV-Prüfung erfassen).
  3. Bewerten Sie jeden der zehn Prüfpunkte mit OK, Mangel oder entfällt — von der Standfestigkeit über Leiter, Boden und Geländer bis zur Umgebung. „Alle offenen in Ordnung“ setzt die restlichen Punkte auf OK.
  4. Beschreiben Sie Mängel kurz. Sie werden automatisch in die Mängelliste des Sitzes übernommen und dort wie gewohnt mit „Behoben“ abgeschlossen.
  5. Ist der Sitz nicht mehr sicher, haken Sie Sitz sperren an und speichern.

Ein gesperrter Sitz trägt auf der Karte ein ⛔, bis eine neue Prüfung mit dem Ergebnis „sicher“ erfasst ist. Aufbaumen bleibt möglich; dabei erscheint eine Warnung. Die Prüfung gilt ein Jahr; 30 Tage vor Ablauf erscheint sie als „bald fällig“.

Unter Verwaltung › Jagdbetrieb › UVV-Ansitzkontrolle sehen Sie alle prüfpflichtigen Einrichtungen eines Reviers mit Status (gesperrt, überfällig, nie geprüft, bald fällig, geprüft) und können den Prüfbericht als PDF für ein Jahr öffnen — als Nachweis für Ihre Unterlagen.

Datenschutz in Bildern: Personen und Fahrzeuge unkenntlich machen

Revierverwalter können unter Verwaltung › Jagdbetrieb › Datenschutz in Bildern einschalten, dass Personen und Fahrzeuge in neuen Kamerabildern verpixelt werden. Grundlage sind die Erkennungsboxen der Tiererkennung.

  • Verpixelt wird, bevor das Bild in der Galerie, in Telegram, in geteilten Links oder in der E-Mail-Weiterleitung erscheint. Die E-Mail-Weiterleitung schickt dann statt der Original-Mail die verpixelten Bilder, sobald sie verarbeitet sind (meist nach etwa einer Minute). Videos werden dabei nicht weitergeleitet.
  • Bilder, die bei eingeschalteter Funktion eingehen, bleiben für alle im Revier dauerhaft verpixelt — auch wenn die Funktion später wieder ausgeschaltet wird. Nach dem Ausschalten zeigen erst neu eingehende Bilder wieder Personen und Fahrzeuge.
  • Ergänzt jemand in einem solchen Bild nachträglich eine Box für eine Person oder ein Fahrzeug, wird das Bild innerhalb von etwa einer Minute neu verpixelt.
  • Unkenntlich gemacht wird nur, was erkannt wurde. Übersieht die Erkennung eine Person, bleibt sie sichtbar, bis eine Box ergänzt wird.
  • Auch das Kamera-Original (Schaltfläche „📷 Original“ in der Großansicht) wird in solchen Bildern an denselben Stellen verpixelt. Nur Administratoren können es mit dem Schalter „👁 Unverpixelt zeigen“ unverpixelt abrufen.
  • Verpixelte Bilder tragen in der Galerie den Hinweis „🔒 anonymisiert“. Im kostenlosen Tarif steht die Funktion nicht zur Verfügung, weil dort keine Tiererkennung läuft.

🎯 Kapitel 4: Abschüsse & Jagdstrecke

Pirschabschuss eintragen

Um einen Pirschabschuss einzutragen:

  1. Öffnen Sie das FAB-Menu (+-Button unten rechts).
  2. Wählen Sie die braune Gruppe Eintragen.
  3. Tippen Sie auf Pirschabschuss.
  4. Tippen Sie auf die Karte an der Stelle, wo der Abschuss stattgefunden hat, oder nutzen Sie Ihren GPS-Standort.
  5. Füllen Sie das Abschuss-Modal aus (siehe nächster Abschnitt).

Abschuss-Modal: Wildart, Gewicht, Foto, GPS

Das Abschuss-Modal erfasst folgende Informationen:

  • Wildart — Auswahl aus der konfigurierten Wildarten-Liste (Rehwild, Schwarzwild, Rotwild usw.).
  • Geschlecht & Alter — Bock/Ricke/Kitz bzw. Keiler/Bache/Frischling.
  • Gewicht — Aufgebrochenes Gewicht in kg.
  • Foto — Aufnahme oder Auswahl eines Fotos direkt aus der Kamera/Galerie des Geräts.
  • GPS-Position — Wird automatisch vom Kartenklick oder GPS-Standort übernommen.
  • Datum/Uhrzeit — Standardmäßig aktuelle Zeit, kann manuell geändert werden.
  • Bemerkungen — Freitextfeld für zusätzliche Informationen.

Nachbar-Revier-Erkennung

Wenn Sie einen Abschuss nahe der Reviergrenze eintragen, prüft das System automatisch, ob der Punkt möglicherweise im Nachbar-Revier liegt. In diesem Fall erscheint ein Banner:

Nachbar-Revier erkannt
Der eingetragene Punkt liegt möglicherweise im Revier "[Nachbar-Name]". Moechten Sie den Abschuss dem Nachbar-Revier zuordnen oder in Ihrem eigenen Revier belassen?

Diese Erkennung basiert auf den hinterlegten Reviergrenzen (KML-Polygone — kartographische Gebietsumrisse) und der automatischen Point-in-Polygon-Prüfung.

Abschüsse bearbeiten und löschen

Bereits eingetragene Abschüsse können nachträglich bearbeitet werden:

  • Tippen Sie auf den Abschuss-Marker auf der Karte.
  • Im Popup wählen Sie Bearbeiten oder Löschen.
  • Änderungen werden sofort gespeichert und für alle Revier-Mitglieder sichtbar.

Jagdstrecke exportieren

Über das Admin-Panel (Tab Streckenliste) können Sie die gesamte Jagdstrecke als Tabelle einsehen und exportieren. Filter nach Zeitraum, Wildart und Jäger sind verfügbar.

Biber: Rechtslage für Jäger

Der Biber unterliegt nicht dem Jagdrecht — er ist eine streng geschützte Art nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Fang, Vergrämung oder das Entfernen von Dämmen und Bauten durch Jäger sind daher grundsätzlich untersagt.

Ein Zugriff auf den Biber ist nur eng begrenzt zulässig:

  • Zeitraum — Nur vom 1. September bis 15. März, nach § 2 der (bayerischen) Ausnahmeverordnung (AAV).
  • Berechtigung — Nur durch von der Unteren Naturschutzbehörde bestellte Personen oder mit gesonderter Ausnahmegenehmigung nach § 45 Abs. 7 BNatSchG.

Jede Maßnahme am Biber tragen Sie unter Verwaltung → Jagdwissen → Biber ein (erreichbar auch über den 📚-Eintrag „Wissen“ im FAB-Menü der Karte). Aus dem Eintrag wird automatisch die vorgeschriebene Zugriffsmeldung als PDF erzeugt.

Kein Bestandteil der Jagdstrecke
Biber-Zugriffe erscheinen nicht in der Jagdstrecke (siehe vorheriger Abschnitt) — sie werden gesondert erfasst und gemeldet. In den Jagdzeiten weist eine eigene Warnzeile auf die eingeschränkte Zugriffsregelung beim Biber hin.

Schäden kartieren und teilen (Jäger)

Mit dem Recht „Schäden kartieren“ (Capability wildschaden.kartieren, vergibt der Admin oder Revier-Verwalter je Nutzer und Revier) zeichnen Sie Biber- und Wildschadenflächen direkt auf der Karte: + → Fläche → 🦫 Biberschaden-Fläche bzw. 🐗 Wildschaden-Fläche, Punkte tippen oder Flurstücke antippen, Namen vergeben, speichern. Die Fläche in Hektar berechnet der Server. Der Layer Schadenflächen (Biber/Wild) (Menü → Sonstige) zeigt alle Flächen des Reviers; im Popup finden Sie Fotos, „Freigeben“ und „Löschen“.

Teilen: „Freigeben“ im Popup gibt eine Fläche einem Landwirt oder Forstwirt des Reviers (oder einem Nutzer per E-Mail) frei — entweder nur zum Ansehen oder zum Ergänzen von Fotos und weiteren Flächen. Was Betriebe mit Ihnen teilen, finden Sie unter Jagdwissen → Biber → Geteilte Schäden; bei freigegebenen Biber-Fällen sehen Sie Beträge nur, wenn der Betrieb das ausdrücklich erlaubt hat. Ohne das Kartier-Recht erscheinen die Einträge mit 🔒 — wenden Sie sich an den Revier-Verwalter.

🤖 KI-Vorschläge (Admin): Im Wildschaden-Pinselwerkzeug schlägt die Auswertung geschädigte Bereiche selbst vor. Drei Schaltflächen stehen bereit:

  • Auto (Ortho) — sucht auf allen Mais-Schlägen des Reviers Bestandslücken und ordnet sie als Fraßkessel oder Trockenschaden ein. Grundlage ist das neueste Drohnen-Orthofoto, das den Schlag abdeckt; gibt es keins, wird das DOP20-Luftbild genommen.
  • Reihenlücken — findet Lücken in den Maisreihen. Das geht nur mit einem Drohnen-Orthofoto von höchstens 6 cm je Bildpunkt; ein DOP20-Luftbild (20 cm) löst Reihen nicht auf.
  • Nachlernen — stellt die Schwellen auf Ihr Revier ein. Malen Sie dafür zuerst mindestens drei Fraß- und drei Trockenflächen von Hand und speichern Sie; erst dann hat der Lauf genug Beispiele.

Die Vorschläge sind Vorschläge, keine fertigen Markierungen: Sie erscheinen als Umrisse, die Sie mit dem Pinsel übermalen, verkleinern oder liegen lassen. Gespeichert wird nur, was Sie selbst gemalt haben.

Drei Meldungen sehen Sie dabei häufiger:

  • „Berechnung läuft im Hintergrund“ — der Lauf dauert länger als das Wartefenster. Drücken Sie die Schaltfläche nach etwa einer Minute noch einmal, dann liegt das Ergebnis bereit. Das Ergebnis gilt 24 Stunden.
  • „Vorschläge aus DOP20-Luftbild“ — für dieses Revier gibt es kein Drohnen-Orthofoto. Das DOP20 ist mit 20 cm je Bildpunkt gröber und stammt oft aus einem früheren Anbaujahr; die Vorschläge sind entsprechend ungenauer.
  • „Zu wenig Markierungen“ — beim Nachlernen fehlen die drei Flächen je Klasse. Die Standardschwellen bleiben dann unverändert in Kraft.

👁 Kapitel 5: Meldungen & Sichtungen

Sichtung melden

Um eine Wildsichtung zu dokumentieren:

  1. Öffnen Sie das FAB-Menu und wählen Sie Eintragen → Meldung.
  2. Tippen Sie auf die Karte am Ort der Sichtung.
  3. Wählen Sie die beobachtete Wildart und Anzahl der Tiere.
  4. Optional: Fuegen Sie ein Foto und Bemerkungen hinzu.

Sichtungen erscheinen als eigene Marker auf der Karte und helfen bei der langfristigen Wildbestandseinschätzung.

Wildunfall melden

Wildunfälle können über das FAB-Menu unter Eintragen → Wildunfall gemeldet werden. Erfasst werden Ort, Wildart, Schwere des Unfalls und ob ein Fallwild vorliegt. Die Meldung informiert automatisch den zuständigen Jäger.

Wildschaden dokumentieren

Wildschäden an landwirtschaftlichen Flächen können sowohl vom Jäger als auch vom Landwirt eingetragen werden:

  • FAB → Eintragen → Wildschaden
  • Markieren Sie den betroffenen Bereich auf der Karte.
  • Erfassen Sie Schadensart (Schwarzwild-Wühlschaden, Verbiss usw.), geschätzte Fläche und Schweregrad.
  • Fotos der Schäden können direkt angehängt werden.

Wildwechsel markieren

Bekannte Wildwechsel können als Linie auf der Karte eingezeichnet werden:

  1. FAB → Eintragen → Wildwechsel
  2. Tippen Sie nacheinander auf die Karte, um den Verlauf des Wechsels einzuzeichnen.
  3. Tippen Sie auf Fertig, um den Wechsel zu speichern.

Anschuss-Suche (Nachsuche)

Bei einem Anschuss (angeschossenes Wild) können Sie die Nachsuche dokumentieren:

  1. FAB → Eintragen → Anschuss
  2. Markieren Sie den Anschussort auf der Karte.
  3. Dokumentieren Sie Pirschzeichen (Schweiss, Schnitthaare, Knochensplitter).
  4. Über FAB → Standort → Nachsuche können Sie Ihre Nachsuche-Route per GPS aufzeichnen.

➕ Kapitel 6: FAB-Menu (Floating Action Button)

Übersicht aller FAB-Gruppen

Der Floating Action Button (FAB) ist der zentrale Einstiegspunkt für alle Aktionen. Er befindet sich unten rechts auf der Karte. Beim Antippen öffnen sich vier farblich gruppierte Aktionsbereiche:

Eintragen (braun)

Zwei übersichtliche Aktionen zum Erfassen von Daten:

AktionBeschreibung
⚠️ MeldungWildsichtung, Wildunfall oder allgemeine Meldung eintragen.
➕ PunktBeliebigen Punkt auf der Karte markieren — Kategorien: Hochsitz, Kirrung, Salzlecke, Wildwechsel, Tierbau, Rehkitz-Fundstelle, Rehkitz-Ablegestelle, Pirschabschuss, Anschuss, Wildschaden, Wildunfall, Wasser, Wiese, Weg, Parkplatz, Baum, Gebäude, Sonstiges.

Punkt erstellen — so geht's:

  1. Tippen Sie auf ➕ Punkt im FAB-Menü.
  2. Positionieren Sie das Fadenkreuz auf der Karte — oder tippen Sie 📍 Meine Position verwenden für GPS.
  3. Tippen Sie ✓ Hier eintragen.
  4. Wählen Sie die Kategorie (gruppiert: Jagdeinrichtung, Wild, Jagdereignis, Gelände).
  5. Name ist optional — wird automatisch generiert (z.B. "Hochsitz 24.3.2026").
  6. Optional: Position per Plus Code, Google Maps Link oder Koordinaten teilen.

Standort (blau)

Funktionen rund um Position und Navigation:

AktionBeschreibung
WegrouteRoute zum Ziel berechnen (Auto, Fuss, Fahrrad).
NachsucheGPS-Tracking für Nachsuche-Route starten.
GPSAktuellen GPS-Standort auf der Karte anzeigen.
Karte messenEntfernungen und Flächen auf der Karte messen.
Position teilenEigene Position per Link mit anderen teilen.

Grenze (orange)

Funktionen für Grenzen und Suche:

AktionBeschreibung
Punkt teilenEinen Kartenpunkt als Link teilen.
Ort suchenAdresse oder Ortsnamen auf der Karte finden.
Ereignis-SucheVergangene Einträge (Abschüsse, Sichtungen) suchen und filtern.

Fläche (grün)

Flächenbezogene Aktionen:

AktionBeschreibung
AnbauflächeLandwirtschaftliche Anbaufläche einzeichnen.
SchadensflächeWildschadensfläche markieren.
WildtierrettungFläche für Kitzrettung/Wildtierrettung markieren.
Info-FlächeAllgemeine Informationsfläche einzeichnen.
FlurstückeFlurstücke aus offiziellen Daten importieren.

📷 Kapitel 7: Wildkameras

Kamera-Übersicht

Alle im Revier installierten Wildkameras werden als Kamera-Symbole auf der Karte angezeigt. Im Admin-Panel unter Kameras finden Sie eine Listenansicht mit:

  • Kameraname und Standort
  • Letzte Aufnahme (Zeitstempel)
  • Batterie-Status (falls übermittelt)
  • Anzahl der Bilder pro Tag/Woche

Bilder und Videos ansehen

Tippen Sie auf ein Kamera-Symbol auf der Karte, um die letzten Aufnahmen zu sehen. In der Galerie können Sie:

  • Zwischen Bildern und Videos wechseln.
  • Bilder in voller Größe öffnen.
  • Nach Datum und Zeitraum filtern.
  • Bilder als Favorit markieren.
  • Bilder herunterladen oder teilen. „Download“ lädt immer die Fassung, die gerade zu sehen ist.
  • Mit 📷 Original in der Großansicht das unbearbeitete Kamera-Original ansehen (bei Nachtaufnahmen das graue Infrarotbild); 🎨 Verbessert schaltet zurück. Die Wahl bleibt beim Blättern erhalten. Ältere Bilder haben oft kein Original mehr, dann erscheint „Kein Original vorhanden“ und das verbesserte Bild bleibt stehen.

Tiererkennung und Korrekturen

Wildkamera24 erkennt automatisch Tierarten auf den Kamerabildern mithilfe künstlicher Intelligenz. Für jedes Bild wird angezeigt:

  • Erkannte Tierart — z.B. Rehwild, Schwarzwild, Fuchs, Hase.
  • Konfidenz — Wie sicher die Erkennung ist (in Prozent).
  • Bounding Box — Rahmen um das erkannte Tier im Bild.

Falls die automatische Erkennung falsch lag, können Sie die Tierart manuell korrigieren. Diese Korrekturen verbessern die Erkennung langfristig.

Fehlerkennungen unterdrücken

Manche Kameras erkennen ein unbewegliches Objekt immer wieder als Tier oder Mensch — ein Betonrohr am Weg als „Mensch“, einen Stein vor der Kirrung als „Vogel“, eine Falle als „Fahrzeug“. Jede dieser Erkennungen löst einen Alarm aus und verfälscht die Statistik. Ein neues Erkennungsmodell hilft dagegen nicht: Der Fehler entsteht immer an derselben Stelle im Bild.

Wildkamera24 sucht deshalb wöchentlich nach Boxen, die über viele Tage hinweg praktisch unverändert an derselben Stelle auftauchen, und schlägt sie Ihnen zur Prüfung vor. Entschieden wird nicht automatisch, sondern von Ihnen — ein Reh, das wochenlang dieselbe Kirrung anläuft, sieht für die Auswertung ähnlich aus wie ein Stein.

  1. Verwaltung → Wildkameras → Fehlerkennungen öffnen. Der Bereich ist Revier-Verwaltern vorbehalten.
  2. Im Reiter Vorschläge sehen Sie zu jedem Eintrag ein Belegbild mit eingezeichneter Box, die Kamera, die erkannte Art sowie wie oft und an wie vielen Tagen die Box aufgetreten ist.
  3. Prüfen Sie das Bild. Handelt es sich um ein unbewegliches Objekt, tragen Sie eine kurze Notiz ein (etwa „Betonrohr am Weg“) und wählen Statisches Objekt, unterdrücken. Steht dort ein echtes Tier, wählen Sie Echtes Wild, behalten.
  4. Der Reiter Aktive Zonen zeigt alle bestätigten Stellen, jeweils mit Belegbild und der Zahl der in den letzten 30 Tagen unterdrückten Erkennungen. Über Wieder anzeigen nehmen Sie eine Unterdrückung jederzeit zurück.
Es wird nichts gelöscht
Eine bestätigte Zone unterdrückt nur die Wirkung, nicht die Aufnahme. Die Erkennung bleibt gespeichert: Sie löst keinen Telegram-, Push- oder SMS-Alarm mehr aus und zählt nicht in der Wildstatistik, in der Galerie bleibt die Box aber ausgegraut sichtbar. Deshalb wirkt ein Widerruf sofort und auch rückwirkend. Boxen, die Sie selbst korrigiert oder eingezeichnet haben, werden nie unterdrückt.

Tierstatistiken und Auswertungen

Im Admin-Panel unter Wildstatistik finden Sie detaillierte Auswertungen:

  • Tierarten-Verteilung — Kreisdiagramm der erkannten Arten.
  • Tageszeiten-Analyse — Wann welche Tierart am häufigsten fotografiert wird.
  • Trend — Entwicklung der Sichtungsfrequenz über Wochen/Monate.
  • Visit-Sessions — Zusammengefasste Besuche (mehrere Bilder desselben Tieres werden zu einer Session gruppiert).

SMS-Benachrichtigungen konfigurieren

Sie können SMS-Benachrichtigungen (Short Message Service — Kurznachrichten auf Ihr Mobiltelefon) einrichten, um bei bestimmten Tierarten sofort informiert zu werden (z.B. Schwarzwild-Alarm):

  1. Gehen Sie ins Admin-Panel → SMS Wildschwein-Alarm.
  2. Aktivieren Sie die Benachrichtigung und hinterlegen Sie Ihre Mobilnummer.
  3. Wählen Sie die Tierarten aus, bei denen Sie benachrichtigt werden möchten.
  4. Legen Sie ggf. Ruhezeiten fest, in denen keine SMS gesendet werden sollen.
SMS-Versand
Der SMS-Versand erfolgt über den UMTS-Stick (Universal Mobile Telecommunications System — mobiles Datennetz) am lokalen AGX-Gerät (NVIDIA Jetson AGX — der lokale Server in Ihrem Revier). SMS-Benachrichtigungen sind nur verfügbar, wenn der AGX-Server aktiv und mit dem UMTS-Netz verbunden ist.

Fallenmelder (Trapmaster) einbinden

Fallenmelder vom Portal trapmaster.online im Revier anzeigen, Fang-Alarme als Push-Benachrichtigungen erhalten und die Statistik über die Streckenliste nutzen:

  1. Jedes Revier hat automatisch die Eingangsadresse <revier>@revier.wildkamera24.com; ein eigenes Gmail-Postfach ist nicht mehr nötig. Der Mail-Dienst nimmt nur Mails für diese Postfächer und die Kamera-Logins an und versendet selbst nichts. Ein Admin kann in der Verwaltung unter „E-Mail-Weiterleitung“ → „Revier-Postfächer“ einzelne Postfächer abschalten oder den Standard umstellen, sodass nur ausdrücklich freigeschaltete Reviere Mails annehmen.
  2. Im Trapmaster-Portal unter Einstellungen/Mitjäger die in der Fallenmelder-Verwaltung angezeigte Revier-Postfach-Adresse als zusätzlichen E-Mail-Empfänger eintragen (ohne Telefonnummer, kostenlos).
  3. Einen Testalarm auslösen oder eine Statusmeldung abwarten – der Melder erscheint dann automatisch in der Liste.
  4. Optional: Portal-Zugang (Benutzername/Passwort von trapmaster.online) in der Verwaltung hinterlegen und „Login testen" durchführen – dann werden Standorte, Fallenart, Akku und Protokoll alle 10 Minuten abgeglichen (nur für Revier-Verwalter; Passwort wird verschlüsselt gespeichert).

Karte – Layer „Fallen (Trapmaster)"

Aktivieren Sie im Ebenen-Menü den Layer „Fallen (Trapmaster)". Die Marker-Farbe zeigt den Status: grün (ok), rot (Fang offen), gelb (Akku schwach), grau (keine Meldung). Tippen Sie auf einen Marker, um das Popup mit Quittieren-Button und „Fang eintragen"-Option zu öffnen.

Setzmodus – Melder ohne Standort platzieren

Melder ohne Standort können Sie über „Platzieren" in der Verwaltung einrichten. Danach tippen Sie einmal auf die Karte – der Standort wird dann automatisch gespeichert und kann später über den Marker angepasst werden.

Fang eintragen

Aus dem Popup des Markers können Sie den Fang mit Tierart direkt in die Streckenliste übernehmen. Der Eintrag erscheint dort als Fallenfang. Offene Fang-Ereignisse werden dann quittiert.

Fangjagd-Nachweis erforderlich
Fangjagd ist nur mit gültigem Fangjagd-Nachweis und nach Maßgabe des Landesrechts zulässig. Der Melder ersetzt nicht die vorgeschriebene regelmäßige Fallenkontrolle.

Abo-Modelle und Revier-Abos (Admin)

Verwalten Sie Abo-Modelle und deren Features sowie die Revier-spezifischen Abos — bestimmte Features für Reviere freischalten, Test-Perioden konfigurieren und Zahlungsintervalle festlegen:

  1. Verwaltung → Abo-Modelle & Features: Im Admin-Panel finden Sie eine Featureberechtigungen-Matrix mit 4 Modellen (Basis, Komfort, Profi, Test) und ihren zugeordneten Features (z. B. Drohnen, Kitzrettung, Drückjagd). Jedes Feature kann je Modell durch einen Haken aktiviert oder deaktiviert werden. Der Button „Vorschau" zeigt alle Reviere an, die dieses Modell nutzen. Mit „Speichern" werden die Änderungen sofort für alle Reviere mit diesem Modell wirksam.
  2. Verwaltung → Revier-Abos: Wählen Sie für jedes Revier das aktuelle Abo-Modell und die Konfiguration: „Lifetime kostenlos" (unbefristetes kostenloses Abo, keine Erinnerungen), „Test starten" (28 Tage Test mit Profi-Umfang begrenzt auf maximal 2 Kameras; danach wird das Revier gesperrt, sofern kein bezahltes Abo eingegeben wird), oder ein reguläres bezahltes Abo. Bei bezahlten Abos wählen Sie die Zahlungsweise: monatlich oder jährlich. Bei jährlicher Zahlung kostet der Grundpreis 10 Monatsbeträge (2 Monate gratis); Zusatzkameras werden mit 12 Monatsbeträgen berechnet. Das Feld „Bezahlt bis" (Datum oder Zeitstempel) dokumentiert, bis wann das aktuelle Abo läuft. Nach Ablauf beginnt eine Karenzfrist von 7 Tagen, in der keine Sperrung erfolgt (Erinnerungen an fällige Zahlungen sind erst ab Etappe 2 vorgesehen).
  3. Beobachtungsmodus: Etappe 1 (aktuell) läuft im Beobachtungsmodus — es werden keine Reviere gesperrt, auch wenn Abos ablaufen. Alle Änderungen an Modellen und Abos werden protokolliert, damit Sie die Auswirkungen überprüfen können. Der Übergang zum produktiven Modus (Etappe 2/3) erfolgt später.
  4. Remote-Speicherung und Sync: Alle Abo-Verwaltung findet auf dem Remote-Server statt. Änderungen werden mit dem AGX-System synchronisiert; die Verwaltung zeigt nach kurzer Verzögerung den aktuellen Stand (Sync-Intervall: bis zu 60 Sekunden).
Abo-Management im Beobachtungsmodus
Derzeit ist das System im Beobachtungsmodus. Entscheidungen zur Sperrung, Erinnerungen und Zahlungsabwicklung werden protokolliert, aber nicht ausgeführt. So haben Sie Zeit, die Abo-Regeln zu testen und anzupassen, bevor der produktive Modus aktiviert wird.

Tarif selbst wechseln (Revierverwalter)

Als Revierverwalter können Sie den Tarif für Ihr Revier direkt selbst wechseln, sofern der Betreiber den Selbstwechsel freigeschaltet hat: Verwaltung → Jagdbetrieb → Abo & Tarif.

  • Upgrade — wird sofort nach Zahlungseingang wirksam; der Aufpreis wird anteilig ab dem Tag der Freischaltung berechnet.
  • Downgrade und Kündigung — werden zum Ende der bereits bezahlten Laufzeit vorgemerkt und können bis dahin jederzeit wieder zurückgenommen werden.
  • Jahresabo — läuft nach Ablauf des bezahlten Jahres automatisch monatlich zum Monatspreis weiter; der Jahresrabatt (2 Monate gratis) gilt nur bei einer erneuten Jahresbuchung.

Bei einer kostenpflichtigen Bestellung per Überweisung läuft der Ablauf so ab: Bestellung auslösen → Sie erhalten eine E-Mail mit Bankverbindung und Verwendungszweck (= Rechnungsnummer) → nach Zahlungseingang schaltet der Betreiber die Bestellung frei → Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Unbezahlte Bestellungen verfallen automatisch nach 30 Tagen.

Jede kostenpflichtige Bestellung erzeugt eine Rechnung: Das PDF liegt der Bestell-E-Mail als Anhang bei und ist jederzeit unter Abo & Tarif → Rechnungen abrufbar. Die Rechnung trägt zusätzlich einen Link (und QR-Code) auf eine Zahlseite — die Online-Zahlung darüber folgt in einer späteren Ausbaustufe, aktuell dient der Link nur der Übersicht.

Etwa 30 Tage vor Ablauf der bezahlten Laufzeit wird automatisch eine Verlängerungsrechnung per E-Mail versendet. Ohne rechtzeitige Zahlung endet der Tarif zum Ablaufdatum, danach gibt es eine Karenzzeit von 7 Tagen. Eine abgelaufene Laufzeit kann anschließend unter Abo & Tarif erneut gebucht werden (Bestellart „Laufzeit verlängern“).

Ist der Selbstwechsel für Ihr Revier (noch) nicht freigeschaltet, zeigt die Seite stattdessen den Hinweis „Wechsel anfragen“ — darüber können Sie den gewünschten Wechsel formlos beim Betreiber anfragen.

Für Admins: Bestellungen werden geprüft und freigeschaltet unter Verwaltung → Revier-Abos → Reiter „Bestellungen“; im Reiter „Rechnungen“ lassen sich alle Rechnungen als PDF herunterladen und per Gegenrechnung stornieren; Firmendaten, Bankverbindung, der Selbstwechsel-Schalter und die Basis-URL der Zahlseite werden im Reiter „Einstellungen“ gepflegt.

⛅ Kapitel 8: Wetter & Windprognose

Wetter-Widget im Dashboard

Das Wetter-Widget zeigt die aktuelle Wetterlage für Ihr Revier:

  • Temperatur — Aktuell, gefühlt, Min/Max.
  • Niederschlag — Regenwahrscheinlichkeit und -menge.
  • Wind — Richtung und Stärke in km/h.
  • Luftfeuchtigkeit — Aktuelle relative Feuchte.
  • Barometer — Luftdruck und Tendenz (steigend/fallend).

Wind-Prognose pro Hochsitz

Jeder Hochsitz hat eine individuelle Windprognose, die berücksichtigt, aus welchen Richtungen der Wind für den Ansitz günstig ist. Die Prognose zeigt:

  • Stundenweise Vorhersage für die nächsten 48 Stunden.
  • Farbliche Ampel-Bewertung (grün/gelb/rot).
  • Optimale Ansitz-Zeitfenster hervorgehoben.

Solunar-Zeiten

Die Solunar-Theorie beschreibt Aktivitätsphasen von Wildtieren basierend auf der Position von Sonne und Mond. Wildkamera24 berechnet diese Zeiten automatisch:

  • Major-Perioden — Ca. 2 Stunden Dauer, höchste Wildaktivität. Treten bei Mond-Durchgang (Oberkulmination/Unterkulmination) auf.
  • Minor-Perioden — Ca. 1 Stunde Dauer, erhöhte Aktivität. Treten bei Mondauf- und -untergang auf.
  • Aktivitätsbewertung — Sterne-Bewertung (1-5) basierend auf Mondphase und Solunar-Zeitpunkt.

Die Solunar-Zeiten werden in der Ansitz-Planung und im Dashboard angezeigt, damit Sie den optimalen Zeitpunkt für Ihren Ansitz wählen können.

Jagdwetter (Artspezifisch)

Das Jagdwetter-Panel zeigt eine artspezifische Bewertung der aktuellen Jagdbedingungen:

  • DWD-Wetterdaten — Aktuelle und stündliche Vorhersage via BrightSky (Deutscher Wetterdienst).
  • Arten-Ampel — Für jede jagdbare Wildart (Reh, Wildschwein, Rotwild, Fuchs, etc.) wird ein Score (0-100) berechnet, der auf Temperatur, Wind, Niederschlag, Mondphase und Wetter-Code basiert.
  • Farbliche Bewertung — Grün (gut), Gelb (mittel), Rot (schlecht) je Wildart.
  • 6-Stunden-Vorhersage — Stündliche Bewertung für die nächsten 6 Stunden.
  • Solunar-Integration — Major/Minor-Perioden fliessen in die Bewertung ein.

Das Jagdwetter-Panel erscheint im Dashboard und zeigt automatisch die Daten für Ihr Revier an.

Erinnerungen & Kalender

Verwalten Sie wichtige Termine und Fristen:

  • Schnell-Buttons — Geburtstag, Jagdschein, Sprengstofferlaubnis (§27), Pachtvertrag oder eigene Erinnerung anlegen.
  • Wiederkehrend — Geburtstage automatisch jährlich, andere Erinnerungen frei konfigurierbar (1-10 Jahre).
  • Vorlaufzeit — 7 bis 90 Tage vorher erinnert werden.
  • Dashboard — Anstehende Erinnerungen mit Ampel-Farbcodes (rot: ≤7 Tage, orange: ≤30 Tage, gruen: >30 Tage).
  • Jagdkalender — Erinnerungen und Geburtstage erscheinen automatisch im Jagdkalender neben Drückjagden, Kitzrettung und Ansitz-Terminen.
  • Nächste Termine — Dashboard-Sektion zeigt alle Termine der nächsten 14 Tage (Drückjagden, Kitzrettung, Ansitze).

Erinnerungen erreichen Sie über Profil → Erinnerungen oder den direkten Link /erinnerungen.

Aufgabenliste

Mit der Aufgabenliste verwalten Sie persönliche To-Dos für Ihr Revier:

  • 9 Kategorien — Kamera, Hochsitz, Fütterung, Zaun, Jagd, Forst, Landwirtschaft, Verwaltung, Sonstiges (jeweils mit Emoji-Symbol).
  • Prioritäten — Niedrig, Normal, Hoch, Dringend — dringende Aufgaben werden rot hervorgehoben.
  • Fälligkeitsdatum — Überfällige Aufgaben werden mit Warnsymbol markiert.
  • Dashboard-Widget — Die 5 wichtigsten offenen Aufgaben erscheinen direkt auf dem Dashboard.
  • Badge — Die Anzahl offener Aufgaben wird als Badge am Dashboard-Icon in der Navigation angezeigt.
  • Synchronisation — Aufgaben werden automatisch zwischen AGX und Remote-Server synchronisiert.

Aufgaben erreichen Sie über das Dashboard-Widget oder den direkten Link /aufgaben.

Geo-Notizen auf der Karte

Erfassen Sie Feld-Beobachtungen direkt auf der Karte:

  • Erstellen — Rechtsklick (Desktop) oder langer Druck (Mobil) auf die Karte öffnet das Notiz-Formular mit der gewählten Position.
  • 8 Kategorien — Beobachtung, Wildschaden, Spur/Fährte, Einrichtung, Vegetation, Grenze, Gewässer, Sonstiges.
  • Teilen — Notizen können für alle Revier-Mitglieder sichtbar gemacht werden.
  • Marker — Jede Notiz erscheint als Emoji-Marker auf der Karte mit Popup-Details.

Wochenplan

Der Wochenplan auf dem Dashboard zeigt eine 7-Tage-Vorschau:

  • Kalenderstreifen — Kompakte Wochenansicht mit dem heutigen Tag hervorgehoben.
  • Aufgaben — Fällige Aufgaben werden als Emoji-Pillen unter dem jeweiligen Tag angezeigt.
  • Erinnerungen — Anstehende Erinnerungen erscheinen automatisch im Kalenderstreifen.
  • Überfällig — Überfällige Aufgaben werden am heutigen Tag mit Warnsymbol zusammengefasst.

Reviertagebuch

Das Reviertagebuch ist ein tägliches Feldbuch für Beobachtungen, Ansätze und Revierarbeiten:

  • Kalender — Monatsansicht mit Punkten für Tage mit Einträgen. Tippen Sie auf ein Datum, um die Einträge zu sehen.
  • Kategorien — Beobachtung, Ansitz, Reviergang, Jagd, Arbeit, Wetter, Sonstiges.
  • Wetterdaten — Optional Wetter, Temperatur und Windstärke erfassen.
  • Beobachtungen — Separates Feld für Wildsichtungen, Spuren und Aktivitäten.

Erreichbar über /tagebuch oder den Quick-Link im Dashboard.

Checklisten

Wiederkehrende Kontrollrunden mit prüfbaren Punkten und Intervall-Erinnerung:

  • Vorlagen — 6 vordefinierte Checklisten (Hochsitz, Kamera, Fütterung, Zaun, Revier, Fahrzeug) als Startpunkt.
  • Prüfpunkte — Beliebig viele Prüfpunkte pro Liste, einzeln abhakbar.
  • Intervall — Optional Anzahl Tage setzen (z.B. 30 = monatlich). Fällige Listen erscheinen im Tab "Fällig".
  • Kontroll-Verlauf — Jede Kontrolle wird mit Datum, Ergebnis und Notiz protokolliert.

Erreichbar über /checklisten oder den Quick-Link im Dashboard.

Wildbestand

Schätzungen der Wildpopulation pro Art, Saison und Jahr:

  • Artenraster — 14 Wildarten mit Emoji-Karten. Tippen öffnet das Schätzformular.
  • Min/Max-Spanne — Geschätzte Anzahl als Bereich (z.B. 15–25).
  • Trend — Steigend, stabil, sinkend oder unbekannt.
  • Saison-Filter — Frühling, Sommer, Herbst, Winter separat erfassbar.
  • Jahresvergleich — Über die Jahresauswahl frühere Schätzungen vergleichen.

Erreichbar über /wildbestand oder den Quick-Link im Dashboard.

Ansitzprotokoll

Detailliertes Protokoll für jeden Ansitz mit Sichtungen und Umweltdaten:

  • Ansitzdaten — Datum, Beginn/Ende, Hochsitz-Name.
  • Wetter & Wind — Wetterlage, Temperatur, Windstärke/-richtung, Sichtweite.
  • Sichtungen — Mehrere Wildarten pro Ansitz mit Anzahl. 14 vordefinierte Wildarten.
  • Schussdokumentation — Schuss ja/nein mit Details-Feld.
  • Jahresstatistik — Gesamtzahl Ansätze, Wild gesehen, Schüsse.

Erreichbar über /ansitzprotokoll oder den Revier-Menü auf der Karte.

Einkaufsliste

Gemeinsame Einkaufsliste für das Revier — alle Revierpächter sehen und bearbeiten dieselbe Liste:

  • 9 Kategorien — Salzlecke, Futter, Kamera, Werkzeug, Hochsitz, Munition, Bekleidung, Fahrzeug, Sonstiges.
  • Prioritäten — Dringend, Hoch, Normal, Niedrig — sortiert automatisch.
  • Erledigt-Funktion — Einträge abhaken, erledigte anzeigen/ausblenden, alle erledigten auf einmal löschen.
  • Mengenangabe + Notiz — Optionale Felder für Details.
  • Kategorie-Filter — Horizontale Filterpillen zum schnellen Filtern.

Erreichbar über /einkaufsliste, Dashboard oder den Revier-Menü auf der Karte.

Kirrungen

Kirrungsprotokoll für alle Futterplätze im Revier:

  • Stationen verwalten — Name, Standort, Status (aktiv/pausiert/aufgelöst).
  • Einträge — Datum, Futterart (8 Typen: Mais, Getreide, Apfeltrester, Rüben, Eicheln, Mineralstein, Mischung, Sonstiges), Menge in kg.
  • Annahme-Kontrolle — Pro Eintrag: angenommen / unberührt / nicht geprüft.
  • Beobachtungen — Freitextfeld für Fährten, Losung, Wildkontakt.
  • Verlauf — Tab mit allen Einträgen der letzten 14 Tage über alle Kirrungen.
  • Statistik — Aktive Kirrungen, kg/Woche Badge in der Kopfzeile.

Erreichbar über /kirrung, Dashboard oder den Revier-Menü auf der Karte.

Jagdgäste

Verwaltung eingeladener Gastjäger mit allen relevanten Daten:

  • Stammdaten — Name, E-Mail, Telefon, Jagdschein-Nr. + Gültigkeit.
  • Waffe & Kaliber — Dokumentation der mitgeführten Waffe.
  • Zeitraum — Von/Bis-Datum, Status (eingeladen, bestätigt, abgesagt, abgeschlossen).
  • Bereich & Wildarten — Zugewiesener Revierteil und freigegebene Wildarten.
  • Tabs — „Aktuell“ (anstehende + laufende) und „Alle“ (komplett).
  • Aktiv-Markierung — Grüner Rand bei Gästen die heute im Revier sind.

Erreichbar über /jagdgaeste, Dashboard oder den Revier-Menü auf der Karte.

Waffenbuch

Digitales Waffenbuch gemäß gesetzlicher Pflicht (§37 WaffG):

  • Waffendaten — Modell, Hersteller, Typ (Büchse/Flinte/Kombinierte/Kurzwaffe/Druckluft), Kaliber.
  • Seriennummer + WBK — Herstellungsnummer, WBK-Nr., WBK-Datum.
  • Erwerb & Abgabe — Erwerbsdatum, von wem. Abgabedatum, an wen.
  • Status — Im Besitz, Abgegeben, Verloren, Vernichtet.
  • Aufbewahrung — Wo die Waffe gelagert wird (Tresor, Jagdhütte).
  • Filter — Nach Status filtern (Alle / Im Besitz / Abgegeben).

Erreichbar über /waffenbuch, Dashboard oder den Revier-Menü auf der Karte.

Begehungsscheine

Digitale Jagderlaubnisscheine (Begehungsscheine) für Mitpächter und Jagdgäste — ausstellen, unterschreiben und prüfen, mit dem Landesjagdrecht des Reviers hinterlegt:

  • Wo — Verwaltung → Jagdbetrieb → Begehungsscheine. Jagdgäste mit Portal-Konto finden ihre eigenen Scheine zusätzlich unter „Meine Begehungsscheine“.
  • Wer darf ausstellen — Nur Nutzer mit dem Recht „Begehungsscheine ausstellen“. Der Verwalter des Reviers hat dieses Recht automatisch, es kann an weitere Mitpächter vergeben werden.
  • Anlegen — Zeitraum, Art (unentgeltlich/entgeltlich), freigegebene Wildarten, Teilfläche und Bedingungen festlegen und den Empfänger auswählen (Portal-Jagdgast oder Freitext-Angaben).
  • Unterschriften — Aussteller und Empfänger unterschreiben digital in der App. Hat der Empfänger kein Portal-Konto, unterschreibt er auf dem Gerät des Ausstellers (z. B. direkt vor Ort per Touch) oder auf dem ausgedruckten Schein in Papierform — einen Unterschrift-Link per E-Mail gibt es nicht.
  • Anzeige bei der Unteren Jagdbehörde — Ist nach dem hinterlegten Landesjagdrecht eine Anzeige erforderlich, erstellt das System die Anzeige automatisch als PDF mit den relevanten Fristen.
  • Schriftform / Papierform — Schreibt das jeweilige Bundesland Schriftform vor, druckt der Aussteller den Schein aus, lässt ihn handschriftlich unterschreiben und bestätigt anschließend im Panel „Papierform bestätigen“. Erst dann gilt der Schein.
  • Gültigkeit — Ein Schein wird erst mit allen erforderlichen Unterschriften (und ggf. bei Anzeige-/Schriftformpflicht deren Erledigung) gültig und läuft am Ende des festgelegten Zeitraums automatisch ab.
  • Mitführungspflicht — Der gültige Schein liegt als PDF in Textform vor und ist beim Begehen des Reviers mitzuführen, z. B. auf dem Smartphone.
  • QR-Prüfung — Jeder Schein trägt einen QR-Code. Er führt zu einer öffentlichen Prüfseite, die nur Name, Revier, Zeitraum und Status zeigt — keine weiteren persönlichen Daten.
  • Widerruf & neue Fassung — Ein gültiger Schein kann widerrufen werden (Grund wird protokolliert); Änderungen an einem bereits unterschriebenen Schein erfordern eine neue Fassung, die den Vorgänger automatisch ersetzt.
  • Bundesland-Einstellung — Unter Verwaltung → Einstellungen legt der Verwalter das Bundesland des Reviers fest. Danach richten sich Anzeige- und Schriftformpflichten der Begehungsscheine.

Hinweis: Diese Anleitung ersetzt keine Rechtsberatung — die Rechtslage ist im Einzelfall zu prüfen.

Lesezeichen

Speichern Sie häufig besuchte Kartenansichten als Lesezeichen:

  • Ansicht speichern — Öffnen Sie das Werkzeug-Menü (⚙) und klicken Sie auf 💾 Ansicht speichern. Es wird Position und Zoomstufe gespeichert.
  • Lesezeichen anzeigen — Klicken Sie auf ⭐ Lesezeichen im Werkzeug-Menü um Ihre gespeicherten Orte zu sehen.
  • Zum Lesezeichen springen — Tippen Sie auf einen Eintrag in der Liste — die Karte zentriert sich automatisch.
  • Löschen — Über das 🗑 Symbol neben dem Lesezeichen.
  • 10 Icons — Stern, Pin, Haus, Baum, Berg, Wasser, Jagd, Kamera, Warnung, Herz.

Fly-To Navigation

Navigieren Sie zu einem beliebigen Punkt auf der Karte:

  1. Öffnen Sie das Werkzeug-Menü (⚙) und klicken Sie auf 🎯 Fly-To.
  2. Ein Fadenkreuz erscheint — tippen Sie auf die Karte um das Ziel zu setzen.
  3. Am unteren Bildschirmrand erscheint eine Navigationsleiste mit:
    • Entfernung — Luftlinie zu Ihrem aktuellen Standort.
    • 🚗 Navigieren — Öffnet Google Maps mit Route von Ihrem Standort zum Ziel.
    • ✖ Abbrechen — Beendet den Fly-To Modus.

Reviergang-Protokoll

Dokumentieren Sie Ihre Reviergänge strukturiert:

  • Datum & Uhrzeit — Start- und Endzeit des Gangs.
  • Wetter — Auswahl aus 8 Optionen (Sonnig, Bewölkt, Regen, Schnee, Nebel, Windig, Frost, Gewitter) + Temperatur.
  • Route — Beschreibung des begangenen Bereichs.
  • Beobachtungen — Einzelne Einträge mit Typ (Wildbeobachtung, Wildschaden, Zaunschaden, Kirrungskontrolle, Hochsitzkontrolle, Störung, etc.) und Beschreibung.
  • Zusammenfassung — Allgemeine Notizen zum Gang.
  • Statistik — Gesamt und Monats-Übersicht.

Erreichbar über /reviergang, Dashboard oder das Revier-Menü auf der Karte.

💬 Kapitel 9: Nachrichten & Chat

Nachrichten senden und empfangen

Wildkamera24 verfügt über ein integriertes Nachrichtensystem:

  • Revier-Chat — Gruppenchat für alle Mitglieder eines Reviers.
  • Direktnachrichten — Private Nachrichten an einzelne Benutzer.
  • Ortsbezogene Nachrichten — Nachrichten mit Kartenpunkt-Referenz (z.B. "Hier habe ich Frischlings-Fährten gesehen").

Der Chat ist über den Footer-Tab Nachrichten oder das Admin-Panel → Nachrichten erreichbar. Nachrichten werden in Echtzeit über SSE (Server-Sent Events — eine Technik, bei der der Server automatisch Updates an Ihren Browser sendet) zugestellt.

Push-Benachrichtigungen einrichten

Sie können Push-Benachrichtigungen aktivieren, um auch bei geschlossener App informiert zu werden:

  1. Beim ersten Besuch erscheint ein Banner "Benachrichtigungen aktivieren?".
  2. Tippen Sie auf Aktivieren und erlauben Sie die Browser-Benachrichtigung.
  3. Ab sofort erhalten Sie Push-Nachrichten bei: neuen Chat-Nachrichten, Tiererkennung, Kitzrettungs-Updates.
Browser-Unterstützung
Push-Benachrichtigungen funktionieren in Chrome, Firefox und Edge. Auf iOS (Safari) sind Push-Benachrichtigungen ab iOS 16.4 verfügbar, wenn die App zum Homescreen hinzugefügt wurde.

🎯 Kapitel 10: Drückjagd-Planung

Drückjagd anlegen

Über das Admin-Panel → Drückjagden erstellen Sie eine neue Drückjagd:

  1. Tippen Sie auf Neue Drückjagd.
  2. Geben Sie Bezeichnung, Datum, Uhrzeit und Bundesland ein.
  3. Wählen Sie den Jagdtyp (Einzeljagd, Gesellschaftsjagd, Treibjagd, Drückjagd).
  4. Definieren Sie Zielwild und Freigaben.
  5. Optional: Laden Sie eine KML-Datei (Keyhole Markup Language — ein Geodatenformat für Google Earth und andere GIS-Programme) mit dem Jagdgebiet hoch.

Teilnehmer verwalten

Nach dem Anlegen können Sie Teilnehmer einladen und verwalten:

  • Schützen — Jäger, die auf Ständen positioniert werden.
  • Treiber — Personen, die das Wild in die Stände treiben.
  • Hundeführer — Hundeführer mit ihren Hunden.

Jeder Teilnehmer erhält eine Rolle und kann einem Stand oder Trieb zugewiesen werden. Die Sicherheitsbelehrung kann digital bestätigt werden.

Stände und Triebe planen

Auf der Karte können Sie Stände (Positionen der Schützen) und Triebe (Bereiche, durch die getrieben wird) einzeichnen:

  • Stände — Nummerierte Positionen mit Schussfeld-Visualisierung.
  • Triebe — Flächige Bereiche, die farblich hervorgehoben werden.
  • Sicherheitsbereiche — Gefahrenzonen und Verbotszonen.

Die Schussfelder der Stände werden als farbige Sektoren auf der Karte angezeigt, sodass Überlappungen und Sicherheitsrisiken sofort erkennbar sind.

PDF-Export

Die komplette Drückjagd kann als PDF (Portable Document Format) exportiert werden. Das PDF enthält:

  • Deckblatt mit Jagddaten und Warnhinweisen.
  • Teilnehmerliste mit Standnummern.
  • Kartenausschnitt mit Ständen und Trieben.
  • Sicherheitsbelehrung gemäß jeweiligem Landesjagdgesetz (16 Bundesländer).
  • Schussprotokoll zum Ausfüllen.

📍 Kapitel 11: Revierverwaltung

Revier-Grenzen (KML-Upload)

Die Reviergrenzen werden als KML-Dateien hinterlegt. Um Grenzen hochzuladen:

  1. Gehen Sie ins Admin-Panel → Grenzen.
  2. Tippen Sie auf KML hochladen.
  3. Wählen Sie eine KML- oder KMZ-Datei (KMZ = komprimiertes KML-Archiv) aus (z.B. aus Google Earth exportiert).
  4. Die Grenzen werden sofort auf der Karte angezeigt.

Nachbar-Reviere und Kontakte

In der Revierverwaltung können Nachbar-Reviere eingetragen werden. Das System erkennt automatisch benachbarte Reviere anhand überlappender oder angrenzender Grenzen. Pro Nachbar-Revier können Kontaktdaten des Pächters hinterlegt werden.

Grenzen bearbeiten im Editor

Der Grenzen-Editor ermöglicht das direkte Bearbeiten der Reviergrenzen auf der Karte:

  • Punkte verschieben (Drag & Drop).
  • Neue Punkte hinzufügen.
  • Punkte löschen.
  • Änderungen speichern oder verwerfen.
  • Früheren Zustand wiederherstellen (Restore).

Labels an den Grenzen werden dauerhaft angezeigt und die Karte wird nach dem Speichern, Löschen oder Wiederherstellen automatisch aktualisiert.

🌾 Kapitel 12: Landwirtschaft

Diese Anleitung folgt der Ansicht Ihres Betriebs von unten nach oben: Karte, Übersicht, Ackerbau, Schäden, Betrieb & Finanzen, Organisation, Einstellungen. Sie beschreibt, was die Oberfläche bietet. Die Plattform bereitet Nachweise und Auswertungen vor; sie ersetzt weder Beratung noch amtliche Meldungen.

Zugang über den persönlichen Link

Landwirte erhalten Zugang zur Plattform über einen persönlichen Zugangslink. Dieser wird vom Revier-Administrator erstellt und per E-Mail oder Nachricht weitergegeben. Der Link führt direkt zur Karte Ihres Betriebs ohne Anmeldung.

Alternativ melden Sie sich mit Ihrem Konto an, wenn der Administrator Sie mit der Rolle Landwirt verknüpft hat. Sie werden dann dem Betrieb zugeordnet; mehrere Personen können denselben Betrieb nutzen.

So fangen Sie an

Für einen neuen Betrieb hat sich diese Reihenfolge bewährt. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf:

  1. Tarif: Unter Menü → Einstellungen → Verwaltung sehen Sie Ihren Tarif und die Benachrichtigungen. Beträge geben Sie später immer mit der Angabe netto oder brutto ein.
  2. Flächen und Nutzung: Flächen über den Plus-Knopf auf der Karte einzeichnen oder über Daten übernehmen einlesen. In der Übersicht bei jeder Fläche über Bestand Nutzfläche und Bewirtschaftung prüfen.
  3. Anfangsvorräte: Im Reiter Lager vorhandene Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Diesel und Futter mit Menge eintragen.
  4. Maschinen: Im Reiter Maschinen Schlepper und Geräte anlegen, bei Bedarf mit Kostensatz je Betriebsstunde.
  5. Tiere: Im Reiter Tierbestand Tiergruppen anlegen; für den Düngejahresabschluss zählt das Jahresmittel.
  6. Erste Arbeit: Im Reiter Arbeit buchen die erste Düngung, Spritzung, Aussaat oder Ernte erfassen.
  7. Beleg: Im Reiter Belege die zugehörige Rechnung ablegen und der Arbeit zuordnen.

Arbeit buchen ist der Haupteingang für Düngung, Pflanzenschutz, Aussaat, Ernte und Lohnarbeit. Dort einmal erfasst, erscheint die Arbeit in der Schlagkartei, im Düngenachweis, in der Pflanzenschutz-Doku, im Lager und in den Kosten. Die Reiter Düngung, Pflanzenschutz-Doku und Planung zeigen und prüfen diese Einträge; bitte dieselbe Arbeit nicht noch einmal dort erfassen. Geplante Arbeiten stehen bis zur Bestätigung im Kalender und in Mein Hof heute.

Aufbau der Ansicht

Unten stehen sechs Knöpfe: Karte, Übersicht, Ackerbau, Schäden, Betrieb und Menü. „Ackerbau“, „Schäden“ und „Betrieb“ öffnen jeweils den zuletzt benutzten Bereich der Gruppe; die Leiste oben wechselt dann mit einem Tipp zu den anderen Bereichen derselben Gruppe. Das Menü zeigt alle Bereiche nach Gruppen:

  • Ackerbau: Arbeit buchen, Planung, Jahreswechsel, Mahd, Düngung, Düngebedarf, Dünge-Jahresabschluss, Pflanzenschutz-Doku, Spritzwetter, Bestandsverlauf
  • Schäden: Wildschaden, Biber, Schadenanalyse, Wildtierrettung
  • Betrieb & Finanzen: Deckungsbeitrag, Belege, Förderung, Pacht, Maschinen, Lager, Tierbestand, Hofladen
  • Organisation: Pflichten & Nachweise, Kalender, Aufträge, Lohnunternehmer
  • Einstellungen: Daten übernehmen, Verwaltung (Tarif und Benachrichtigungen)

Unter Ackerbau finden Sie auch den Jahreswechsel. Dort wählen Sie das neue Jahr; die Liste verändert und bestätigt nichts automatisch.

Im Menü steht ganz unten Hilfe / Anleitung; sie öffnet diese Anleitung beim Bereich, in dem Sie gerade sind. Eine Auswahl der Bereiche kann je nach Tarif und Freigabe fehlen oder mit einem Schloss gekennzeichnet sein. Die Bahnenplanung und die Hindernisse öffnen Sie von der Karte aus (siehe dort); sie stehen nicht im Menü.

Karte und Plus-Knopf

Die Karte zeigt Ihre Flächen. Der Plus-Knopf unten rechts (Aktionen) öffnet alles, was Sie auf der Karte tun können, in sechs Gruppen:

  • Fläche einzeichnen: Anbaufläche, Grünland, Info-Fläche, Aus Flurstücken
  • Flächen importieren: Aus iBALIS, Aus Maps-Links, Aus Datei
  • Schaden kartieren: Wildschaden, Biberschaden, Freie Schadensfläche
  • Arbeiten: Feldaktivität, Bahnenplanung, Auftrag erstellen (je nach Freigabe)
  • Teilen: Flächen teilen, An Lohnunternehmer, Position teilen, Punkt teilen
  • Karte: Ort suchen, Route, Messen, Standort messen (GPS oder Karte), Pilzfunde

Tippen Sie eine Fläche an, öffnet sich ihr Fenster mit Gruppen zum Aufklappen, unter anderem Bahnplanung (mit Traktor und Hindernisse) und Fläche verwalten. Die Bahnenplanung erreichen Sie damit auf zwei Wegen: über Aktionen (+) → Arbeiten → Bahnenplanung oder über das Flächenfenster mit Bahnplanung → Traktor. Beide führen in dieselbe Bahnenplanung; im Flächenfenster ist der Schlag schon gewählt.

Bahnenplanung

Die Bahnenplanung rechnet die Fahrspuren für einen Schlag. Sie öffnen sie über Karte → Aktionen (+) → Arbeiten → Bahnenplanung oder im Fenster der angetippten Fläche über Bahnplanung → Traktor (dann ist der Schlag vorgewählt):

  1. Wählen Sie den Schlag (nur Schläge mit eingezeichneter Grenze stehen zur Wahl).
  2. Setzen Sie die Arbeitsbreite in Metern (oder eine typische Breite) und die Richtung in Grad (0 = Nord–Süd) oder lassen Sie die Richtung automatisch nach der längsten Seite wählen.
  3. Tippen Sie auf Generieren. Bahnenzahl, Fläche und Fahrstrecke stehen darüber; Plan speichern sichert den Plan.
  4. Haken Sie erledigte Bahnen in der Liste ab.

Die angezeigte Restfläche ist eine Schätzung aus den Streifenflächen, kein vermessener Restbestand und kein Flächennachweis. Hindernisse hinterlegen Sie getrennt (nächster Abschnitt); ob sie in die Berechnung dieses Plans eingehen, ist hier nicht zugesagt.

Hindernisse

Hindernisse (Baum, Strommast, Zaun u. a.) hinterlegen Sie je Schlag. Tippen Sie die Fläche in der Karte an und wählen Sie Bahnplanung → Hindernisse:

  1. Tippen Sie auf + Neu.
  2. Wählen Sie den Schlag und den Typ.
  3. Legen Sie die Lage fest: Breite und Länge eintragen, Mein Standort oder Mitte des Schlags. „Mitte des Schlags“ ist nur ein Vorschlag, kein vermessener Standort.
  4. Tragen Sie Puffer und Höhe in Metern ein (vorbelegt je Typ) und tippen Sie auf Speichern.

In der Liste ändern Sie einen Eintrag mit Bearbeiten oder entfernen ihn mit Löschen.

Tierbauten

Tierbauten sind in der Hofnavigation noch nicht durchgängig erreichbar: Es gibt keinen Menüpunkt und keinen Knopf auf der Karte, der dorthin führt. Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald ein sichtbarer Zugang besteht.

Holz

Holz ist in der Hofnavigation noch nicht durchgängig erreichbar: Es gibt keinen Menüpunkt und keinen Knopf auf der Karte, der dorthin führt. Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald ein sichtbarer Zugang besteht.

Flächen anlegen und bearbeiten

Sie verwalten Ihre Flächen direkt auf der Karte. Vorhandene Flächen übernehmen Sie unter Flächen importieren (Aus iBALIS, Aus Maps-Links, Aus Datei):

  1. Tippen Sie auf der Karte auf den Plus-Knopf.
  2. Wählen Sie unter Fläche einzeichnen die Art: Anbaufläche, Grünland oder Info-Fläche. Mit Aus Flurstücken übernehmen Sie bestehende Flurstücke.
  3. Zeichnen Sie die Fläche, indem Sie nacheinander auf die Eckpunkte tippen, und schließen Sie die Fläche ab.
  4. Geben Sie einen Namen ein.

Die Flächengröße in Hektar wird automatisch berechnet und angezeigt.

Welche Fläche zählt? Auswertungen je Hektar (170-kg-Durchschnitt, Düngebedarf, Düngebilanz, Mehrfachantrag, iBALIS-Vorbereitung) zählen nur Flächen, die im jeweiligen Jahr bewirtschaftet werden, und nehmen die Nutzfläche, wenn Sie eine angegeben haben, sonst die Kartenfläche. In der Flächenübersicht öffnen Sie bei jeder Fläche über Bestand:

  • Nutzfläche (ha) — gemessen bzw. laut Antrag, falls sie von der Karte abweicht.
  • Bewirtschaftet bis Jahr bzw. Nicht mehr bewirtschaftet — alte Flächen bleiben auf der Karte und in alten Buchungen, zählen aber in den Auswertungen nicht mehr mit.
  • Keine Düngung — die Fläche zählt nicht zur 170-kg-Fläche.

Oben in der Übersicht steht die Überleitung: alle Flächen in der Karte, abzüglich nicht bewirtschafteter, plus/minus Abweichung der Nutzfläche = maßgebliche Fläche.

Flächen: Nutzfläche, abgegebene und archivierte Schläge

Zu jeder Fläche können Sie die Nutzfläche eintragen, wenn sie von der gezeichneten Fläche abweicht, und von wann bis wann Sie die Fläche bewirtschaften. Abgegebene oder archivierte Flächen bleiben mit ihren alten Aufzeichnungen erhalten, zählen aber nicht mehr zur Betriebsfläche und stehen beim Buchen nicht mehr zur Wahl. Flächen mit Düngeverbot zählen nicht zur Fläche der 170-kg-Grenze.

Gewässer, Wasserschutz- und Überschwemmungsgebiet

Für jeden Schlag prüft das Programm selbst, ob er an einem Gewässer liegt (amtliches Gewässernetz, Abstand und Länge innerhalb von 5 und 10 Metern), ob er in einem Wasserschutzgebiet liegt und ob Stichpunkte im festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegen. Das Ergebnis erscheint bei der Fläche und in Pflichten & Nachweise. Die Prüfung läuft nach dem Anlegen oder Ändern einer Fläche im Hintergrund und kann einige Minuten dauern.

Grenzen der Prüfung
Kleine Gräben fehlen im amtlichen Gewässernetz teilweise. Die Schutzzone (I, II, III) eines Wasserschutzgebiets steht nicht in den offenen Daten; sie ergibt sich aus der Schutzgebietsverordnung. Maßgeblich ist die Auskunft der Wasserbehörde.

Übersicht

Der Reiter Übersicht zeigt zuerst Mein Hof heute (nächster Abschnitt) und darunter Ihre Flächen mit den jeweiligen Angaben. Bei jeder Fläche öffnet Bestand die Angaben zur Nutzfläche und Bewirtschaftung (siehe oben).

Mein Hof heute

Oben im Reiter Übersicht steht Mein Hof heute, die Tagesliste: höchstens fünf Punkte, die heute zu tun, zu melden oder zu bestätigen sind – zuerst laufende Sperren (zum Beispiel Milch in der Wartezeit, mit allen betroffenen Tieren), dann unverzügliche Meldungen, heute Fälliges und die nächsten sieben Tage. Ältere Rückstände stehen als eine Zeile da und einzeln unter „Alle offenen Punkte“. Die Schaltfläche an jedem Punkt öffnet den passenden Eintrag. Laufende Pflichten ohne Termin zählen nicht als Aufgabe.

Arbeit buchen – einmal eintragen

Unter Ackerbau → Arbeit buchen tragen Sie eine erledigte Arbeit einmal ein: Art (Düngung, Pflanzenschutz, Aussaat, Ernte, Bodenbearbeitung, Mahd, Sonstige Arbeit), Datum, Schläge und Mittel aus Ihrem Lager. Vor dem Speichern sehen Sie in der Vorschau, was daraus entsteht: der Nachweis (Düngung oder Pflanzenschutz-Aufzeichnung), der Abgang im Lager und die Kosten je Schlag für den Deckungsbeitrag. Was „Arbeit buchen“ erzeugt, tragen Sie nicht noch einmal ein. Für den Verkauf der Ernte gilt das nicht durchgängig: Erntezugang im Lager, Verkaufsabgang, Verkaufsnachweis und der Preis im Deckungsbeitrag sind getrennte Schritte (siehe Deckungsbeitrag).

Je nach Arbeitsart entstehen die zugehörigen Nachweise: Düngung und Pflanzenschutz erzeugen ihre Aufzeichnung, Aussaat, Ernte, Bodenbearbeitung, Mahd und Sonstige Arbeit eine Zeile in der Schlagkartei. Ein Lagerabgang entsteht nur bei einem zugeordneten Lagerartikel; Kosten hängen von den eingegebenen bzw. verknüpften Ansätzen ab (fehlt ein Preis, steht der Betrag als „unbewertet“ da).

Bei Düngern braucht das Programm die Nährstoffgehalte. Es nimmt Ihre Analyse, sonst den Katalogwert als Vorschlag. Fehlen die Gehalte ganz, lässt sich die Düngung nicht buchen – tragen Sie sie unter „Fachangaben“ vom Sackaufdruck oder Lieferschein ein. Eine falsche Buchung nehmen Sie mit Storno zurück; Nachweis, Lagerabgang und Kosten werden dabei wieder ausgebucht, die Buchung bleibt mit Grund im Verlauf sichtbar.

Mengenprüfung in „Arbeit buchen“

Vor dem Buchen prüft das Programm, ob die Menge je Hektar plausibel ist – unabhängig von Einheit und Schlaggröße. Mengen beziehen sich auf ha und die ausgewiesene Masse bzw. Bezugsfeuchte: Dieselbe Menge Flüssigdünger wird in l, m³ oder kg (mit Dichte) gleich beurteilt, Saatgut in kg, Körnern oder Einheiten (mit Packungsgröße). Bei der Ernte bestimmt die Kultur des Schlags im Erntejahr die Grenze (Körnermais wird als Körnermais geprüft, Silomais als Frischmasse); eine ausdrücklich angegebene Verwendung (zum Beispiel „Korn“ oder „Silage“) geht vor. Mehrere Grasschnitte eines Jahres werden als Jahressumme geprüft, stornierte zählen nicht mit.

  • Feuchte und Trockenmasse: Getreide, Raps und Körnermais gelten bei 14 % Feuchte (Raps 9 %); feuchtere Ware wird darauf umgerechnet (20 t Körnermais mit 35 % Feuchte entsprechen 15,12 t bei 14 %). Wählen Sie „Trockenmasse“, rechnet das Programm mit Ihrer angegebenen Feuchte auf Frischmasse zurück (26,4 t Trockenmasse Silomais bei 70 % Feuchte sind 88 t Frischmasse). Geben Sie keine Feuchte an, gilt ein Standardwert, der in der Vorschau als Annahme genannt wird.
  • Mehrere Düngerpositionen: Der Gesamtstickstoff wird je Gabe und Hektar über alle Positionen zusammengezählt – mineralisch, organisch und beides zusammen. Die Aufteilung auf ein, zwei oder drei Mittel ändert das Ergebnis nicht. Für eine gemischte Gabe gilt die Gesamtschranke von 200 kg N/ha (Warnung) und 600 kg N/ha (Sperre) – auch wenn Kompost dabei ist. Nur eine reine Kompostgabe hat eine eigene Schranke von 400 und 1.000 kg N/ha.
  • Warnung und Sperre: Eine Warnung ab dem genannten Wert (einschließlich) lässt sich nur mit Haken und Grund buchen; eine Sperre auch damit nicht. Der Grund steht im Vorgang und im Nachweis (Schlagkartei, Düngung, Pflanzenschutz, Jahresordner) als „Menge über üblichem Rahmen – bestätigt: …“.

Fehlt für den Vergleich die Dichte oder die Packungsgröße, behauptet das Programm keine Vergleichbarkeit und fragt nach. Für AHL gilt ohne Angabe die Dichte 1,28 kg/l (sichtbarer Hinweis). Die Grenzen sind betriebliche Ausgangswerte, keine Ausbringungsfreigabe: Eine Mengenfreigabe ersetzt weder die Düngebedarfsermittlung noch die Prüfung der Mittelzulassung.

Gebuchtes bleibt, wie es war

Bei jeder Düngung, Aussaat oder anderen Maßnahme wird die Fläche zur Buchung festgehalten. Ändert sich später die Schlaggröße, ändern sich alte Mengen und Kosten nicht. Ältere Einträge ohne festgehaltene Fläche sind als Schätzung gekennzeichnet; Sie legen die damalige Fläche einmal mit einer kurzen Begründung fest (im Dünge-Jahresabschluss unter „Fläche zur Gabe bestätigen“, im Deckungsbeitrag mit „Fläche zur Buchung festlegen“).

Bei Beträgen und Preisen geben Sie an, ob sie netto oder brutto gemeint sind – bei Lohnunternehmer-Kosten in „Arbeit buchen“ und beim Preis im Lager. Der Deckungsbeitrag rechnet dann einheitlich in der Basis Ihres Betriebs und weist aus, wo die Angabe noch fehlt.

Anbauplanung und Fruchtfolge

Im Reiter Planung (Gruppe Ackerbau) finden Landwirte die Anbauplanung mit zwölf Unterreitern: Fruchtfolge, Jahresplan, Schlagkartei, Schlagakte, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Prognose, Wetter, Saatgut, Deckungsbeitrag und GLÖZ 7.

  • Fruchtfolge — Übersicht der Fruchtarten je Fläche über die Jahre.
  • Jahresplan — Anbauplanung pro Fläche und Jahr: Fruchtart, Saatmenge, Erntezeitpunkt.
  • Schlagkartei — Ackerschlagkartei mit allen Feldaktivitäten (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte, Sonstiges). Neue Arbeiten bitte über Arbeit buchen erfassen.
  • Schlagakte — alle Nachweise zu einer Fläche in zeitlicher Folge, nur zum Lesen.
  • Ernte, Prognose, Wetter, Saatgut — Ernteergebnisse, Prognose, Wetter und Saatgut zur Planung.
  • Deckungsbeitrag — der Deckungsbeitrag im Rahmen der Planung (ausführlich weiter unten beim Reiter Deckungsbeitrag).
  • GLÖZ 7 — Prüfung des Fruchtwechsels (siehe nächster Abschnitt).

Die Fruchtfolge wird geprüft; ungünstige Kombinationen (z. B. Weizen nach Weizen über mehrere Jahre) werden gekennzeichnet. Im Jahreswechsel vorgeschlagene Kulturen sind Entwürfe: Prüfen Sie sie und nehmen Sie sie in der Planung an oder entfernen Sie sie; bereits vorhandene Pläne werden nicht ersetzt, archivierte Schläge bekommen keine Vorschläge.

GLÖZ 7 Fruchtwechsel

GLÖZ 7 (Guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand) schreibt einen Fruchtwechsel vor: Auf jedem Ackerschlag müssen innerhalb von drei Jahren mindestens zwei verschiedene Hauptkulturen stehen. Die Plattform zeigt:

  • Ob auf jeder Fläche ein ausreichender Fruchtwechsel stattfindet.
  • Ob die Hauptfruchtgruppen (Getreide, Hackfrüchte, Leguminosen usw.) rotiert werden.
  • Abweichungen und Risiken werden farblich markiert (grün = unauffällig bei dieser Vorprüfung, rot = möglicher Verstoß; die Anzeige ersetzt keine rechtliche Prüfung).

Die Anzeige ist eine Vorprüfung anhand der hinterlegten Jahre und Kulturen. Prüfen Sie die Regeln des Antragsjahres und etwaige Ausnahmen; eine grüne Anzeige ist keine behördliche Bestätigung.

Jahreswechsel

Unter Ackerbau → Jahreswechsel wählen Sie oben das neue Jahr und sehen als Checkliste, was zum Übergang noch zu tun ist: Anbauplanung des neuen Jahres, Düngebedarfsermittlung je Schlag, Vorjahreswerte (organische Nachlieferung), Lager-Inventur zum 31.12., Pachtfälligkeiten, Tierbestand zum Stichtag 01.01., offene Belege und Zahlungen sowie der Dünge-Jahresabschluss des alten Jahres. Es zählen nur bewirtschaftete Schläge; archivierte Flächen werden weder gemahnt noch beplant.

  1. Neues Jahr wählen, Status und Hinweise je Punkt prüfen.
  2. Mit Öffnen für … in den Bereich springen. Das Ziel zeigt das richtige Jahr bzw. den Stichtag: bei der Anbauplanung der Fruchtfolge-Vorschlag mit dem Erntejahr des neuen Jahres (ausdrücklich eingestellt, nicht aus dem Standardwert abgeleitet), bei Pacht die Fälligkeiten des neuen Jahres (der Knopf „Zahlungsplan“ trägt ebenfalls dieses Jahr), beim Tierbestand die Jahresübergabe zum 01.01., beim Lager die Inventur mit den noch nicht gezählten Artikeln (Datum 31.12. vorbelegt, sobald der Stichtag erreicht ist), bei den Belegen der Filter „Offen“ über alle Jahre, beim Dünge-Jahresabschluss der Schritt „Prüfen“ des alten Jahres mit der Liste der konkret offenen Punkte.
  3. Beim Punkt Düngebedarfsermittlung springt Nächster Schlag ohne Ermittlung direkt in die geführte Restliste (siehe Düngebedarfsermittlung).
  4. Im Ziel Jahr bzw. Stichtag kontrollieren. Rechnungen von Lohnunternehmern, die noch nicht als Beleg übernommen sind, stehen beim Punkt „Offene Belege“; stimmen Sie sie zusätzlich im Reiter Lohnunternehmer ab.
  5. Die Inventur zählen Sie erst zum tatsächlichen Stichtag; die Bestände dürfen nicht durch eine neue Anfangsbuchung verdoppelt werden. Der Tierbestand zum 01.01. ist eine rechnerische Fortschreibung, keine Zählung.

Die Liste ändert nichts von selbst: „Fruchtfolge als Entwurf fortschreiben“ legt nur Vorschläge an (ein zweiter Aufruf legt vorhandene nicht noch einmal an), und „Fälligkeiten anlegen“ erzeugt die Pachttermine (vorhandene bleiben, nichts doppelt). Meldungen an HIT oder Behörden erledigen Sie dort selbst.

Mahd

Im Reiter Mahd (Feldaktivität) wählen Sie unter Aktivität erfassen den Typ der Aktivität, den Feldstatus (OK, Achtung, Kritisch) und tragen eine Bemerkung ein; mit Speichern sichern Sie den Eintrag. Darüber steht der Stand der Fläche mit der letzten Aktivität. Düngung, Pflanzenschutz und Erntemenge erfassen Sie bitte über Arbeit buchen, damit Nachweise, Lager und Kosten stimmen. Die Anmeldung zur Wildtierrettung ist ein eigener Vorgang: Eine geplante Mahd melden Sie im Bereich Schäden über Wildtierrettung an, damit Kitze vorher gesucht werden.

Düngung buchen und auswerten

Der Reiter Düngung zeigt vier Bereiche: Sperrfristen, Düngungen, Bodenproben und Bilanz. Neue Düngungen buchen Sie am besten unter Arbeit buchen; Auswertung und Prüfung finden Sie hier. Beim Eintragen einer Düngung wählen Sie den Schlag (die Fläche wird übernommen), das Düngemittel aus der Liste und geben die Menge je Hektar ein, zum Beispiel 20 m³/ha Rindergülle. Gesamtmenge und Nährstoffe rechnet das Programm aus; eigene Analysewerte können Sie überschreiben. Die 170-kg-Grenze wird wie in der Düngeverordnung im Durchschnitt des Betriebs und je Kalenderjahr geprüft. Fehlen Buchungen oder Flächengrößen, steht dort „nicht prüfbar“ statt eines grünen Hakens.

Im Reiter Förderung → Mehrfachantrag stehen die Nutzungscodes aus der amtlichen bayerischen Liste. Ist eine Kultur nicht eindeutig (zum Beispiel nur „Mais“), bleibt der Code leer und Sie sehen die möglichen Codes. Die Ausgabe ist eine Vorbereitung; maßgeblich ist iBALIS.

Düngebedarfsermittlung

Im Reiter Düngebedarf ermitteln Sie vor der ersten Düngung für jeden Schlag den Bedarf an Stickstoff und Phosphat nach Düngeverordnung, gerechnet mit den Basisdaten der LfL Bayern. Kultur, Vorfrucht und Bodenprobe werden vorbelegt, soweit sie in der App stehen. Das Ergebnis zeigt jede Rechenzeile mit Wert und Quelle und ist eine Obergrenze. Gleichartige Schläge fassen Sie zu einer Bewirtschaftungseinheit zusammen.

Jede gespeicherte Ermittlung bleibt als Version erhalten; eine Änderung erzeugt eine neue Version. Das Ergebnisblatt (PDF) je Schlag und die Betriebsübersicht legen Sie bei einer Kontrolle vor. Die Übersicht vergleicht den Bedarf mit den gebuchten Düngungen und markiert Überschreitungen.

Was Sie angeben müssen: beim Nmin-Wert aus eigener Probe das Datum und – bei Kulturen, für die der Vorrat bis 90 cm zählt – ob der Wert 0–90 cm umfasst; beim Ertragsmittel mindestens drei Jahre (oder das belegbare Mittel als einen Wert); bei Grünland, ob die Fläche beweidet wird; beim Phosphat Gehaltsklasse, Messwert und das Datum der Bodenuntersuchung (höchstens sechs Jahre alt). Passen Messwert und Klasse nicht zusammen, wird nicht gerechnet. Die Betriebsnummer für den Kopf der Nachweise tragen Sie einmal oben in der Übersicht ein.

Abgleich mit der Düngung: Organische Dünger zählen mindestens mit der Wirksamkeit nach Anlage 3 der Düngeverordnung; ein höherer aufgezeichneter verfügbarer Stickstoff zählt voll. Wählen Sie deshalb beim Eintragen einer organischen Düngung die Art des Düngers (zum Beispiel Rindergülle) und tragen Sie den verfügbaren Stickstoff nur ein, wenn Sie ihn kennen. „Anderer Stoff“ wird mit dem gesamten Stickstoff angerechnet. Bei einer Bewirtschaftungseinheit zählt der am stärksten gedüngte Schlag, nicht der Durchschnitt. Der Status offene Punkte heißt: nicht überschritten, aber etwas ist ungeklärt (zum Beispiel eine Düngung im Herbst vor dem Zeitraum oder eine fehlende Bodenuntersuchung).

Geführte Restliste: Fehlen noch Ermittlungen, zeigt die Übersicht oben den Kasten Restliste mit Restliste abarbeiten. Sie führt Schlag für Schlag in die Eingabe (Vorbelegung wie gewohnt); der Zähler x von y erledigt nennt, wie viele der zu Beginn fehlenden Schläge inzwischen eine Ermittlung haben. In der Eingabe steht Restliste: Schlag n von y mit Überspringen, nach dem Speichern führt Weiter zum nächsten Schlag zum nächsten. Übersprungene Schläge bleiben offen und lassen sich mit Übersprungene noch einmal ansehen aufrufen; Restliste beenden schließt die Führung. Gespeichert wird nur, was Sie bestätigen – die Restliste legt nichts selbst an. Aus dem Jahreswechsel gelangen Sie mit Nächster Schlag ohne Ermittlung direkt in den ersten fehlenden Schlag des gewählten Jahres.

Bitte gegenprüfen
Enthalten sind nur Kulturen mit belegten Bedarfswerten (Acker, Feldfutter, Grünland); Gemüse, Hopfen, Wein und Sonderkulturen fehlen. Nicht gerechnet werden außerdem beweidete Flächen, Zweitfrüchte, reine Leguminosen, die Phosphat-Fruchtfolge über mehrere Jahre und die Frage, ob eine Herbstdüngung zulässig war. Die Nmin-Richtwerte der LfL liegen für das laufende Düngejahr vor und werden jährlich nachgezogen; bis dahin tragen Sie einen eigenen Messwert ein. Lassen Sie das erste Ergebnisblatt von Ihrer Beratung oder dem AELF gegenlesen.

Dünge-Jahresabschluss

Unter Ackerbau → Dünge-Jahresabschluss führt Sie das Programm in sechs Schritten zu den Jahresunterlagen der Düngeverordnung. Die Schritte heißen Fläche, Tiere, Düngerweg, Vorrat, Lager und Prüfen. Was schon gebucht ist (Düngungen, Düngebedarf), wird übernommen; oben steht, was noch fehlt. Sie erhalten vier getrennte Ergebnisse: die Jahressummen nach Anlage 5, die 170-kg-Prüfung, die Wirtschaftsdünger-Mengen und den Lagerraum-Nachweis. Den abgeschlossenen Stand gibt es als PDF. Solange Angaben fehlen, steht das am Ergebnis; es wird nichts geschätzt. Unterscheiden Sie den Entwurf vom festgeschriebenen Stand (abgeschlossene Version) und bearbeiten Sie die offenen Punkte zuerst.

Pflanzenschutz-Aufzeichnung

Im Reiter Pflanzenschutz-Doku mit den Bereichen Erfassen, Aufzeichnungen und Export zeichnen Sie jede Anwendung auf: Fläche wählen, Mittel suchen (Name oder Zulassungsnummer), Menge eintragen, speichern. Datum und Uhrzeit sind mit „jetzt“ vorbelegt, die Kultur kommt aus der Anbauplanung. Eine Tankmischung oder mehrere Flächen erfassen Sie in einem Vorgang; gespeichert wird je Mittel und Fläche ein Datensatz.

Frist: Dokumentieren Sie die Anwendung unverzüglich. Ab 2027 ist maschinenlesbar zu führen; wird zunächst anders aufgezeichnet, muss die Aufzeichnung fristgerecht (spätestens 30 Tage nach der Anwendung) elektronisch übertragen werden. Die 30 Tage betreffen die Übertragung, nicht ein erlaubtes Warten auf die erste Aufzeichnung. Aufzubewahren sind die Daten mindestens drei Jahre. Die Ampel zeigt: grün = vollständig, gelb = unvollständig und Frist läuft, rot = Frist abgelaufen. Unvollständiges dürfen Sie zwischenspeichern und später ergänzen.

Hinweise: Beim Speichern vergleicht das System mit der Zulassungsdatenbank des BVL und weist zum Beispiel darauf hin, wenn die Kultur nicht in der Indikation steht oder die Aufwandmenge über dem Höchstwert liegt. Das sind automatische Hinweise, keine Rechtsauskunft; maßgeblich sind Zulassung und Gebrauchsanleitung. Abstandsauflagen und Wartezeiten prüft das System nicht.

Export: Unter Export laden Sie die Aufzeichnungen eines Jahres im Datenstandard des Julius Kühn-Instituts herunter (JSON, CSV oder XML). Änderungen werden protokolliert; gelöscht wird nichts, eine falsche Aufzeichnung wird storniert. Liste und Export bleiben auch ohne Tarif „Betrieb“ jederzeit zugänglich.

Spritzwetter

Der Reiter Spritzwetter enthält zwei Werkzeuge. Das Spritzfenster zeigt als 7-Tage-Ampel, an welchen Tagen das Wetter zum Spritzen passt. Der Tankmix-Rechner rechnet Ihre Tankmischung: Mit + Fläche und + Produkt tragen Sie Flächen und Mittel ein, Mittel aus der Bibliothek holen Sie mit + verwenden. Die Ampel ist eine Orientierung; maßgeblich sind Gebrauchsanleitung und Auflagen des Mittels.

Bestandsverlauf

Im Reiter Bestandsverlauf sehen Sie für jede Fläche den Verlauf der Pflanzenentwicklung aus Satellitenbildern (NDVI, bis zu vier Jahre). Über Zur Fläche springen oben wählen Sie eine Fläche aus der Liste. Der Verlauf zeigt Mittel-, Mindest- und Höchstwert.

Wildschaden

Der Reiter Wildschaden führt Ihre erfassten Wildschäden mit Fläche, Datum, Tierart, Schadenart und betroffener Fläche in Hektar. Je Eintrag gibt es Fläche kartieren und Mit Jägern teilen. Kartieren und Teilen sind unten bei „Schadenflächen kartieren und Schäden teilen“ beschrieben.

Meldefrist beachten
Die Erfassung hier ersetzt nicht die Anmeldung bei der Gemeinde. In Bayern ist ein Wild- oder Jagdschaden an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken grundsätzlich binnen einer Woche nach Kenntnis anzumelden.

Biberschaden melden und abrechnen

Im Reiter Biber verwalten Landwirte Biberschäden von der ersten Feststellung bis zur Auszahlung. Die Unterreiter sind Fälle, Fonds, Prävention und Wissen.

  1. Schaden feststellen — Sofort Fotos und den genauen Ort sichern, nichts reparieren oder beseitigen. Legen Sie einen neuen Fall mit dem Kenntnisdatum an; die 7-Tage-Meldefrist wird daraus automatisch berechnet, ein Kalendereintrag angelegt und Erinnerungen aufs Handy 2 Tage, 1 Tag und am Tag der Frist versendet.
  2. Melden — Binnen 7 Tagen an die Untere Naturschutzbehörde (UNB), den Biberberater oder Bibermanager melden und den Status auf „Gemeldet" setzen. Mindestens ein Foto ist dafür Pflicht.
  3. Ortstermin — Nach der Meldung folgt der Ortstermin mit der zuständigen Stelle; die Nachweis-Checkliste im Fall zeigt, welche Unterlagen dafür vorliegen sollten.
  4. Schadenshöhe berechnen — Der Rechner ermittelt die Schadenshöhe aus Fläche × Marktleistung nach den BBV-Richtwerten (Bayerischer Bauernverband); für Flurschäden gelten eigene MR-Sätze. Belege können hinterlegt werden. „Berechnen" zeigt nur einen Probelauf, erst „Übernehmen" speichert den Betrag im Fall.
  5. Meldebogen & Auszahlung — Aus dem Fall wird der amtliche Meldebogen (Anlage 4) als PDF erzeugt und als Antrag eingereicht. Nach Bescheid erfolgt die Auszahlung im Folgejahr.
Grenzen und Fonds
Ausgeglichen wird bis zu 100 % des Schadens. Unter- und Obergrenze gelten für die Jahressumme Ihres Betriebs, nicht für den einzelnen Fall: mindestens 50 €, höchstens 30.000 € je Jahr. Der Rechner zeigt deshalb die Jahressumme einschließlich der aktuellen Berechnung an. Der bayerische Biberfonds ist mit 660.000 € pro Jahr gedeckelt; wird er überschritten, kürzen sich alle Auszahlungen anteilig.

Prävention hat Vorrang vor Ausgleich: Fördermöglichkeiten wie VNP (Vertragsnaturschutzprogramm), VNP Wald, KULAP, LNPR und die Naturschutzfonds-Förderung sind im Unterreiter Prävention hinterlegt. Eine Doppelförderung von Präventions- und Ausgleichsmaßnahmen für dieselbe Fläche ist ausgeschlossen.

Ansprechpartner (UNB, Biberberater, Bibermanager) sowie Nachschlagetexte zu Biologie, Recht und Prävention finden Sie im Unterreiter Wissen.

Keine Rechtsauskunft
Diese Anleitung ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Richtlinien zum Bibermanagement in Bayern (gültig bis 31.12.2027) und die Auskunft Ihrer Unteren Naturschutzbehörde.

Schadenflächen kartieren und Schäden teilen

Ist Ihr Betrieb vom Revier-Verwalter für das Kartieren freigeschaltet (Verwaltung → Landwirte → Spalte „Kartieren“), erfassen Sie Schadenflächen auf der Karte: + → 🦫 Biberschaden kartieren oder 🐗 Wildschaden kartieren. Im Biber-Fall gibt es dafür den Abschnitt Schadenflächen mit „Auf der Karte kartieren“ — die gezeichnete Fläche hängt dann am Fall, die Summe lässt sich mit „In Fall übernehmen“ als Fläche (m²) übernehmen; der Rechner nutzt diesen Wert. Beim ersten Kartieren übernimmt ein Fall ohne Flächenangabe die Fläche automatisch.

Teilen: „🔗 Freigeben“ im Biber-Fall (oder „Mit Jägern teilen“ in der Wildschaden-Liste) gibt den Schaden allen Jägern des Reviers oder einem Nutzer frei — nur ansehen oder ansehen und ergänzen (Fotos, Flächen). Beträge werden nur mitgeteilt, wenn Sie das ankreuzen. Freigaben lassen sich jederzeit widerrufen. Was Jäger mit Ihnen teilen, sehen Sie unter Biber → Geteilt.

Schadenanalyse: Schadkarte und Gutachten aus Drohnenbildern

Im Reiter Schadenanalyse werten Sie einen Drohnenflug über einem Schlag aus. Über + Neue Auswertung gibt es zwei Wege:

  • Einzelbilder vom Flug — Sie wählen alle Bilder des Flugs aus (JPG, mindestens 20). Wärmebilder sortiert die Seite selbst aus. Lassen Sie die Seite während des Hochladens geöffnet; bricht die Verbindung ab, setzen Sie mit Upload fortsetzen beim letzten Bild fort. Danach wird das Orthofoto berechnet. Das dauert meist ein bis drei Stunden, Sie können die Seite solange schließen.
  • Fertiges Orthofoto — ein georeferenziertes GeoTIFF (oder JPG mit World-File), wahlweise mit Höhenmodell.

Was die Bilder brauchen: ein Kartier- bzw. Gebietsflug über einem Schlag, GPS-Position in den Bildern und rund 70–80 % Überlappung. Einzelne Schrägaufnahmen reichen nicht.

Kultur, Ertrag, Preis: Ertrag und Preis sind mit Richtwerten vorbelegt. Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein, wenn Sie sie kennen. Im Gutachten steht, was Richtwert und was eigene Angabe ist. Sie können die Werte nachträglich ändern.

Ergebnis: Sofort nach der Auswertung sehen Sie die Schadkarte je Flurstück, die Flächen (Totalausfall, stark, leicht) und den effektiven Ertragsverlust in Hektar; die Schadpolygone lassen sich als KML herunterladen und mit einem Klick intern als möglicher Schaden dokumentieren. Das ist keine Anmeldung bei der Gemeinde. Ausgewertet wird der beflogene Teil des Flurstücks ohne einen 3 m breiten Randstreifen.

Geprüfter Bericht (Gutachten): Schadkarte, Flächen und KML sind kostenlos. Das PDF mit Rechenwert in Euro und zeitlicher Einordnung aus Satellitendaten bestellen Sie über Geprüften Bericht bestellen: 79 € je Schlag bis einschließlich 10 ha, je weiterem angefangenen Hektar 5 €, jeweils einschließlich 19 % Umsatzsteuer; im Profi-Tarif Ihres Jagdreviers ist es enthalten. Wir sehen die automatische Markierung am Bildschirm auf Plausibilität durch, bevor Sie den Bericht erhalten — ohne Ortsbesichtigung und ohne Feststellung der Ursache. Bis dahin steht dort „wird geprüft“. Ändern Sie danach Kultur, Ertrag oder Preis, wird es neu erstellt und erneut geprüft.

Grenzen des Verfahrens
Das Verfahren misst fehlende Pflanzen. Es unterscheidet nicht zwischen Wildschaden, Trockenheit, Staunässe und Fehlaufgang.

Anmeldefrist: Melden Sie einen ersatzpflichtigen Wild- oder Jagdschaden an landwirtschaftlich genutzten Grundstücken in Bayern grundsätzlich binnen einer Woche bei der zuständigen Gemeinde an, schriftlich oder zur Niederschrift, und lassen Sie sich den Eingang bestätigen. Die Frist beginnt mit Ihrer Kenntnis. Warten Sie nicht auf die Auswertung. Der Bericht ersetzt weder das gemeindliche Vorverfahren noch die Schätzung durch einen von der Jagdbehörde bestellten Wildschadensschätzer.

Wildtierrettung

Vor der Mahd lassen Sie Ihre Wiesen von Helfern und Drohnenpiloten absuchen. Im Reiter Wildtierrettung sehen Sie oben das Flugwetter 3-Tage und eine Planungsübersicht mit den nächsten Tagen.

  1. Suchen Sie unter Meine Flächen die Wiese aus und tippen Sie auf Anfordern.
  2. Tragen Sie den geplanten Mahd-Termin (von, bis), die Dringlichkeit und optional eine Bemerkung ein und tippen Sie auf Anfordern.
  3. Den Stand sehen Sie bei Meine Anfragen und an der Fläche; Einsätze im Revier zeigt die Einsätze, Gefundene Kitze auf meinen Flächen die Funde.

Deckungsbeitrag je Schlag

Der Reiter Deckungsbeitrag rechnet je Schlag und Erntejahr Leistung (Ertrag × Preis, plus Prämien) minus variable Kosten. Die Zahlen kommen aus Ihren Buchungen in Schlagkartei, Düngung, Lager, Maschinen und Lohnunternehmer-Rechnungen; an jeder Zahl steht, woher sie stammt. Was nicht gebucht ist, bleibt bei den Kosten leer — ergänzen Sie es von Hand. Beim Erlös gilt: Ohne eigenen Preis setzt das Programm einen Marktpreis (Eurostat-Jahresmittel) ein; Herkunft und Bezugsjahr stehen an der Zahl, bitte prüfen Sie ihn gegen Ihre Abrechnung. Bei Getreide, Raps und Körnermais rechnet der Deckungsbeitrag die gebuchte Ernte mit abweichender Feuchte auf die Bezugsfeuchte (14 % bzw. 9 %) um (10 t bei 20 % Feuchte sind 9,3023 t bei 14 %); das steht als Hinweis am Schlag. Ein Verkaufsbeleg wird nicht automatisch mit dem Erlös verknüpft: weicht Ihre Abrechnung von Menge oder Preisbezug ab, tragen Sie Ertrag und Preis des Schlags von Hand ein. Ein Schlag, der nur noch als Grunddaten-Eintrag ohne Fläche besteht (gelöscht), steht getrennt unter „Grunddaten ohne Schlag“ und lässt sich dort entfernen. oder übernehmen Sie ausdrücklich einen Richtwert der LfL Bayern, der dann als Richtwert gekennzeichnet bleibt. Vergleich je Kultur, Betriebsübersicht und CSV-Export sind enthalten. Die Pacht wird nachrichtlich ausgewiesen.

Belege und Übergabe an die Buchführung

Unter Betrieb → Belege laden Sie eine Rechnung oder einen Lieferschein einmal hoch (Foto, PDF oder E-Rechnung). Eine E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) wird gelesen; bei einem gewöhnlichen PDF oder Foto tragen Sie Kopf und Positionen selbst ein. Dieselbe Datei legt nie einen zweiten Beleg an. Jede Position ordnen Sie einer Kostenart zu und verknüpfen sie, wenn es passt, mit der schon gebuchten Arbeit – deren Kosten erhöhen sich dadurch nicht. Zahlungen tragen Sie ein, der offene Betrag wird mitgeführt. Eine Zahlung im Hof ist ein eigener Eintrag und löst keine Überweisung aus.

Rechnung Ihres Lohnunternehmers übernehmen: Oben in der Belegliste steht „Rechnungen Ihrer Lohnunternehmer, noch nicht übernommen“. Mit Als Beleg übernehmen legt das Programm die Rechnung als Entwurf an – mit dem Original-PDF, dem Kopf, den Positionen und, wo ein übernommener Einsatz eindeutig passt, der Verknüpfung zur Arbeit („Kosten schon in der Arbeit“ ist dort vorbelegt). Festgeschrieben und bezahlt wird nichts; dieselbe Rechnung kann nie zweimal übernommen werden. Original-PDF, Kopf und Positionen sind danach bereits übernommen – prüfen Sie Arbeitsverknüpfung, zusätzliche Kosten und die Original-Kopfsumme. Rundungen der Steuer können die Summe der Positionen um einen Cent von der Rechnungssumme abweichen lassen; der Beleg erklärt das und die Summen des Originals gelten. Rücknahme: Zahlung entfernen, Festschreibung mit Grund aufheben, dann den Entwurf verwerfen. Im Deckungsbeitrag zählt die Leistung genau einmal: Sobald der Hofbeleg geprüft ist und Kostenart und Schlag geklärt sind, ersetzt er die Rechnung des Lohnunternehmers als Kostenquelle.

Mit Paket für das Büro erhalten Sie für einen Zeitraum eine ZIP-Datei mit den Originalen, einer Übersicht und Tabellen. Die Originaldateien liegen auf dem Server, auf dem sie hochgeladen wurden.

Förderung & Vorschriften — Gesamtübersicht

Im Reiter Förderung (Gruppe Betrieb & Finanzen) verwalten Landwirte Förderprogramme, Anträge, Fristen und die Vorschriftenprüfung. Die Unterreiter heißen Übersicht, Programme, Anträge, Flächen, Fristen, Vorschriften, Düngung, Optimierung, MFA und Agrardiesel.

Beträge und Programmzahl stehen nicht in dieser Anleitung. Prämiensätze ändern sich jährlich und sind Planwerte. Maßgeblich ist immer der Reiter Förderung mit dem dort angezeigten Katalogstand und die amtliche Bekanntmachung Ihres Bundeslandes.

Aufbau der EU-Agrarförderung

Die Förderung besteht aus zwei Säulen:

  • Säule 1 — Direktzahlungen (EU): Basisprämie, Umverteilung, Junglandwirte und Öko-Regelungen. Beantragt jährlich im Sammelantrag (InVeKoS).
  • Säule 2 — Ländliche Entwicklung (Bund/Land): Agrarumweltprogramme (z. B. KULAP), Vertragsnaturschutz, Ausgleichszulage, Investitionsförderung. Meist mehrjährige Verpflichtungen.

Voraussetzung für alle Zahlungen ist die Einhaltung der Konditionalität (GLÖZ-Standards und Grundanforderungen an die Betriebsführung). Verstöße können alle Prämien kürzen.

Keine Pflichtbrache mehr: Die frühere Pflicht, 4 % des Ackerlands als nichtproduktive Fläche vorzuhalten (GLÖZ 8), ist abgeschafft. Es bleibt der Schutz von Landschaftselementen: Hecken, Baumreihen, Feldgehölze und Feldraine dürfen nicht beseitigt werden; ein Schnittverbot gilt vom 1. März bis 30. September. Freiwillige Brache und Blühflächen können weiterhin über Öko-Regelungen oder Agrarumweltprogramme gefördert werden.

Für den Wildschutz sind vor allem diese freiwilligen Maßnahmen wichtig: Blüh- und Altgrasstreifen, Stoppelbrache und Winterbegrünung, Lerchenfenster. Welche Maßnahme in Ihrer Lage gefördert wird und wie hoch, zeigt der Reiter Programme.

Nicht-Kombinierbarkeit — Häufige Fallen

Nicht alle Programme dürfen auf gleicher Fläche kombiniert werden. Wichtigste Regeln:

  • OeR 1a (Brache) schließt OeR 1b/1c/1d, KULAP K50/K51/K56 und Stoppelbrache auf gleicher Fläche aus.
  • OeR 4 (GL-Extensivierung) und KULAP K10 nicht auf gleicher Fläche.
  • OeR 6 (PSM-Verzicht) ist redundant bei Öko-Betrieben (O10).
  • Stoppelbrache und Ernteverzicht schließen sich logisch aus (erst ernten vs. nicht ernten).
  • Extensivgetreide und VNP Acker (Segetalflora) nicht kombinierbar — überlappende Auflagen.

Wildkamera24 prüft die Kompatibilität automatisch in der Optimierung und warnt bei Konflikten.

Förderung in Wildkamera24 nutzen

  • Programme durchsuchen — Alle Programme des Katalogs mit Voraussetzungen, Prämien, Quellen und Katalogstand einsehen.
  • Teilnahmen verwalten — Eigene Teilnahmen anlegen, Status (beantragt/bewilligt/ausgezahlt) pflegen.
  • Optimierung starten — System berechnet automatisch die 3 besten Förderstrategien für Ihren Betrieb.
  • Fristen generieren — Antragsfristen aller Programme automatisch in den Kalender übernehmen.
  • Vorschriften prüfen — GLÖZ, Düngeverordnung, Pflanzenschutz auf einen Blick; eine gespeicherte Prüfung nach altem Regelwerk wird als veraltet gekennzeichnet.
  • Agrardiesel — siehe eigener Abschnitt unten.
  • Sammelantrag — Vorbereitung für den Sammelantrag (Reiter MFA). Der Antrag selbst wird amtlich gestellt, nicht in Wildkamera24.

Agrardiesel-Unterlagen (Vorbereitung)

Unter Förderung → Agrardiesel wählen Sie das Verbrauchsjahr und sehen, was für den Antrag auf Agrardiesel-Vergütung aus Ihren Daten vorliegt. Teil A. Eigener Verbrauch zeigt Anfangsbestand, Zugänge, Endbestand, rechnerischen Verbrauch, Lagerabgänge, Zählungen, Maschinenverbrauch und Bezüge mit Beleg. Teil B zeigt getrennt, was Ihr Lohnunternehmer als Dieselmenge gemeldet hat. Mit PDF oder CSV laden Sie die Unterlagen herunter. Positionen, die nicht als eigener Bezug zählen, stehen einzeln aufgelistet in der Ansicht, im PDF und in der CSV.

Für die Stichtage 01.01. und 31.12. zählen Sie den Dieselbestand im Lager (beim Dieselartikel Zählen). Wo Zählung, Belege oder Mengen fehlen, steht „nicht ermittelbar“ oder ein Hinweis auf die Lücke; es wird nichts geschätzt.

Eigener Bezug und Lohnunternehmer-Diesel: Vom Lohnunternehmer eingesetzter und berechneter Diesel ist kein eigener Kraftstoffbezug. Positionen einer übernommenen Lohnunternehmer-Rechnung (Kostenart Lohnarbeit, kein Lagerzugang) zählen deshalb nicht zu den Bezügen im Teil A, sondern stehen im Teil B bei den Leistungen des Lohnunternehmers; im Teil A sind sie als „nicht als eigener Bezug gezählt“ aufgeführt. Erfassen Sie als eigenen Bezug nur Kraftstoff, der tatsächlich an den Hof geliefert und ins Lager gebucht wurde.

Vorbereitung, kein Antrag
Das sind Unterlagen zur Vorbereitung. Der Antrag selbst wird beim Hauptzollamt gestellt; Antragsfrist und Voraussetzungen prüfen Sie bitte dort bzw. mit Ihrer Beratung. Das ist keine Rechtsberatung.

Pachtflächenverwaltung

Im Reiter Pacht (Gruppe Betrieb & Finanzen) verwalten Sie Ihre Pachtverträge:

  • Verträge — Pachtvertrag mit Laufzeit, Pachtpreis, Fläche; über Bearbeiten lassen sich bestehende Verträge ändern.
  • Finanzen — Zahlungen und Fälligkeiten der Pacht.
  • Fristen — Kündigungsfristen und Verlängerungsoptionen.

Pachtflächen werden auf der Karte mit blau-gestrichelter Umrandung dargestellt, um sie von eigenen Flächen zu unterscheiden.

Maschinen

Der Reiter Maschinen hat drei Bereiche: Maschinen (Liste und Neue Maschine, Typen wie Traktor, Mähdrescher, Spritze, Düngerstreuer), Einsätze (Einsatz erfassen) und Wartung (Jetzt fällig, Alle Termine, Betriebsstunden-Übersicht). Den Kostensatz je Betriebsstunde tragen Sie bei der Maschine ein (siehe Maschinenkosten).

Maschinenkosten

Bei jeder Maschine können Sie einen Kostensatz je Betriebsstunde (ohne Diesel) eintragen. Damit werden die Maschinenstunden in „Arbeit buchen“ bewertet und in den Deckungsbeitrag übernommen. Ohne Satz stehen die Stunden als „unbewertet“ da – das Programm schätzt nichts.

Geben Sie beim Satz an, ob er netto, brutto oder ein eigener Rechenwert ohne Umsatzsteuer ist. Der Diesel übernimmt die Angabe vom Kraftstoff im Lager. Fehlt die Angabe, wird der Betrag trotzdem gebucht; der Deckungsbeitrag weist dann darauf hin, dass die Basis offen ist.

Lager

Der Reiter Lager führt Ihre Vorräte. Oben wählen Sie den Bereich: Übersicht, Saatgut, Dünger, PSM, Kraftstoff, Futtermittel oder Sonstiges. Die Übersicht zeigt Warnungen zu Niedriger Bestand und Bald ablaufend.

  • + Artikel legt einen Artikel nach Kategorie an (Produkt, Menge, Einheit, Preis mit netto/brutto, Verfallsdatum). Prüfen Sie Einheit und Preisbasis; bei Dünger gehören Analyse bzw. Nährstoffgehalte dazu.
  • Den Zugang aus einer Rechnung buchen Sie im Beleg bewusst nach der Prüfung (Lagerzugang); ein bloß erfasster Beleg verändert das Lager nicht, und eine Zahlung bewegt keinen Vorrat.
  • -Verbrauch bucht einen Verbrauch ab. Eine Arbeit mit Lagerartikel unter Arbeit buchen verbraucht den Bestand selbst.
  • Zählen hält eine Bestandszählung (Inventur) fest: Sie geben das Datum und die tatsächlich gezählte Menge ein, prüfen die Differenz und nennen einen Grund. Die Differenz wird im Bewegungsjournal gebucht. Die Rücknahme mit Grund erzeugt eine Gegenbuchung; Original und Rücknahme bleiben im Journal sichtbar.

Bewegungsjournal und Belegbezug zur Kontrolle finden Sie beim Artikel. Nach dem Sprung aus dem Jahreswechsel steht oben ein Kasten „Inventur zum 31.12.“ mit einem Knopf je noch nicht gezähltem Artikel.

Tierbestand und Behandlungsbuch

Unter Betrieb → Tierbestand führen Sie Ihre Tiere an einem Ort: Bestandsregister mit Geburten, Zu- und Abgängen, das Behandlungsbuch mit Wartezeiten und die Unterlagen je Tier oder Gruppe. Den vorhandenen Bestand übernehmen Sie einmal als CSV-Datei; ein zweiter Import derselben Datei legt nichts doppelt an. Eine neue Geburt ist nach Auswahl der Mutter mit Datum und Ohrmarke erfasst.

Das Register sendet nichts an HIT. Sie melden wie bisher in HIT und bestätigen die Meldung hier mit Datum; bis dahin steht das Ereignis als offen. Im Behandlungsbuch rechnet das Programm die Freigabe aus der letzten Gabe und der Wartezeit vom tierärztlichen Beleg – ohne diese Angaben gibt es keine Freigabe. Den durchschnittlichen Jahresbestand können Sie in den Dünge-Jahresabschluss übernehmen.

Hofladen für Selbstvermarkter

Im Reiter Hofladen stellen Sie Ihr Sortiment ins Netz. Kunden schicken eine unverbindliche Abholanfrage, kommen zum Hof und kaufen dort. Verkäufer sind Sie; die Plattform stellt die Seite bereit und leitet die Anfrage weiter.

  • Hof & Abholung — Name des Hofladens, Inhaber mit vollem Namen (oder Firma mit Rechtsform), Anschrift, E-Mail und Telefon sind gesetzliche Pflichtangaben eines Anbieters und stehen öffentlich auf Ihrer Seite. Dazu Öffnungs- und Abholzeiten und, für die Selbstbedienung, Ihr PayPal.Me-Name. Erst wenn die Pflichtangaben vollständig sind, lässt sich der Hofladen veröffentlichen. Vorher sehen nur Sie ihn über Vorschau ansehen.
  • Sortiment — je Produkt Name, Kategorie, Preis und Verkaufseinheit (zum Beispiel „2,5 kg“). Den Grundpreis je Kilogramm oder Liter rechnet das System aus. Ein Vorrat ist freiwillig: Ist er eingetragen, sinkt er mit jeder Reservierung, und bei null steht „ausverkauft“. Ein Foto fügen Sie über das Kamera-Feld hinzu.
  • Anfragen — neue Abholanfragen kommen per E-Mail und als Mitteilung aufs Handy und stehen oben im Reiter. Sie teilen die Verfügbarkeit mit oder sagen ab, wahlweise mit einer Nachricht („abholbar ab Freitag 14 Uhr“), und vermerken später die Abholung. Antworten Sie nur zur voraussichtlichen Verfügbarkeit und zum Abholzeitpunkt: Nehmen Sie über diesen Weg keine verbindlichen Bestellungen an und verlangen Sie keine Vorauszahlung. Der Vorrat dient Ihrer Planung und ist keine Lieferzusage. Bei einer Absage und wenn der Kunde seine Anfrage zurücknimmt, geht die Ware zurück in den Vorrat.
  • Selbstbedienungskasse — über QR-Etiketten drucken erhalten Sie einen Bogen mit einem Etikett je Produkt und einer Anleitung für die Kasse. Der Kunde scannt am Regal mit dem Handy (ohne App), sieht die Summe und zahlt bar oder, wenn Sie einen PayPal.Me-Namen hinterlegt haben, mit PayPal direkt an Sie. Bei loser Ware gibt er die Menge selbst ein. Der Einkauf erscheint bei Ihren Anfragen als „Selbstbedienung“; ob wirklich bezahlt wurde, prüft das System nicht. Alkohol gibt es an der Selbstbedienungskasse nicht, weil dort die Alterskontrolle fehlt.

Die Bereiche des Reiters heißen Anfragen, Sortiment, Statistik und Hof & Abholung.

Statistik: Der Bereich Statistik zeigt Umsatz je Monat, je Produkt und je Verkaufsweg (Abholanfragen, Selbstbedienung bar, Selbstbedienung PayPal). Gezählt wird, was im System vermerkt ist: Abholanfragen, die Sie als abgeholt markiert haben, und Einkäufe an der Selbstbedienungskasse. Verkäufe ohne Scan fehlen; die Statistik ersetzt kein Kassenbuch.

Öffentlich: Ihr Hofladen hat einen eigenen Link (/hof/ihr-name), den Sie weitergeben können, und erscheint im Verzeichnis Hofläden mit Umkreissuche und Karte. Sortiert wird nach Entfernung zum Suchort, sonst alphabetisch; eine bessere Platzierung lässt sich nicht kaufen. Der Kunde erhält nach der Anfrage einen Link, über den er den Stand sieht und die Anfrage zurücknehmen kann.

Datenschutz: Name, Telefon, E-Mail und Nachrichten einer Anfrage werden spätestens 180 Tage nach der letzten Änderung gelöscht.

Ihre Verantwortung als Verkäufer
Für die Angaben zu Ihrer Ware sind Sie selbst verantwortlich, etwa Zutaten und Allergene bei verarbeiteten Lebensmitteln, die Kennzeichnung von Eiern und Fleisch, die Öko-Kontrollstelle bei Bio-Ware oder die Bedingungen für Rohmilch ab Hof. Die Abholanfrage ist für beide Seiten unverbindlich; der Kauf kommt erst am Hof zustande. Ob Sie für Ihren Verkauf eine Kasse mit technischer Sicherheitseinrichtung brauchen, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Pflichten & Nachweise

Unter Menü → Organisation → Pflichten & Nachweise sehen Sie in einer Liste, welche Aufzeichnungs-, Melde- und Aufbewahrungspflichten Ihr Betrieb hat: was überfällig ist, was in den nächsten 30 Tagen ansteht und was erledigt ist. Beim ersten Öffnen kreuzen Sie einmal an, was auf Ihren Betrieb zutrifft (zum Beispiel Milchkühe, eigene Spritze, Pachtflächen, Eierverkauf); danach erscheinen nur die Pflichten, die Sie betreffen. Zu jeder Pflicht stehen Frist, Rechtsgrundlage, Kontrollstelle und Aufbewahrungsdauer.

Wo die Plattform die Daten schon hat, zeigt die Liste den Stand selbst an – etwa Schläge ohne Düngebedarfsermittlung, die älteste Bodenuntersuchung oder Pachtverträge, deren Kündigungstermin naht. Zu jeder Pflicht können Sie Belege hochladen (PDF oder Foto) und sie als erledigt abhaken. Der Jahresordner fasst Übersicht und Belege eines Jahres als ZIP-Datei zusammen.

Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung
Die Liste gibt den Stand vom Oktober 2026 für Bayern wieder. Maßgeblich sind Gesetz, Bescheid und Behörde. Belege liegen auf dem Server, auf dem sie hochgeladen wurden.

Kalender

Der Reiter Kalender zeigt Termine Ihres Betriebs an einem Ort: Pflichten und Fristen, Mahdtermine, Düngungen, Pachtfristen (Kündigung, Vertragsende) und Anfragen zur Wildtierrettung. Tippen Sie auf einen Tag oder Eintrag, um Einzelheiten zu sehen. Ist eine Quelle nicht erreichbar, bleiben die anderen Quellen sichtbar; der Kalender ist dann unvollständig, und die Fehlermeldung nennt die betroffene Quelle.

Aufträge

Im Reiter Aufträge legen Sie mit + Neuer Auftrag eine Arbeit an, die ein Dienstleister für Sie erledigen soll. Die Liste lässt sich nach Stand filtern: Alle, Offen, Termin bestätigt, In Arbeit, Erledigt, Abgeschlossen, Storniert. Jeder Auftrag zeigt Leistung, Fläche, Lohnunternehmer, Termine und Bemerkung. Ein offener Auftrag lässt sich mit Stornieren zurücknehmen. Terminvorschläge: Einen Vorschlag kann nur die Gegenseite annehmen – Ihren eigenen Terminvorschlag nimmt der Lohnunternehmer an, einen Vorschlag des Lohnunternehmers bestätigen Sie. Den eigenen Vorschlag können Sie nur zurückziehen.

Lohnunternehmer

Im Reiter Lohnunternehmer arbeiten Sie mit Ihren Lohnunternehmern zusammen:

  • Erledigte Arbeiten des Lohnunternehmers — Einsätze, die Ihr Lohnunternehmer gemeldet hat. Unter Zu prüfen übernehmen Sie einen Einsatz mit Als Entwurf in Arbeit buchen übernehmen, korrigieren eine bestehende Buchung oder lehnen mit Rückfrage bzw. Ablehnen ab. Der Leistungsnachweis liegt als PDF dabei.
  • Flächenfreigaben — mit + Freigabe geben Sie Flächen für einen Lohnunternehmer frei. Offene Anfragen nehmen Sie mit Annehmen an oder lehnen sie ab; mit Entfernen nehmen Sie eine Freigabe zurück.
  • Mit einem Lohnunternehmer verknüpfen — Rechnungen, Belege und Einsätze Ihres Lohnunternehmers sehen Sie nur, wenn Ihr Hof fest mit dessen Kundeneintrag verknüpft ist; der Name allein genügt nie. Der Lohnunternehmer verknüpft Sie selbst oder erzeugt einen Verknüpfungscode (8 Zeichen, 14 Tage gültig, einmal einlösbar). Den Code tragen Sie oben im Reiter Lohnunternehmer ein und tippen Verknüpfen. Nach mehreren falschen Eingaben ist die Eingabe einige Minuten gesperrt. Fehlen Ihre Rechnungen, fragen Sie Ihren Lohnunternehmer nach der Verknüpfung.
  • Meine Lohnunternehmer — je Lohnunternehmer offene Aufträge, anstehende Termine der nächsten 14 Tage, Rechnungen (mit Positionen, PDF und E-Rechnung), Kontoauszug für einen Zeitraum und die erledigten Arbeiten des Jahres.

Rechnungen übernehmen Sie als Beleg im Reiter Belege (siehe dort). Zum Prüfen klappen Sie die Rechnung auf und vergleichen Positionen, Zahlungen und Leistungsnachweise; die Saisonzeile eines Einsatzes nennt die zugeordnete Rechnung. Für den Kontoauszug setzen Sie von/bis, tippen auf Anzeigen und laden bei Bedarf PDF oder CSV. Ein Erstattungsguthaben kann den Saldo gegenüber der Summe offener Rechnungen mindern. Eine fehlende Zuordnung bei einem älteren Einsatz bedeutet nicht sicher „noch nicht abgerechnet“.

Daten aus einer anderen Schlagkartei übernehmen

Unter Daten übernehmen wählen Sie zuerst zwischen Amtliche Flächen aus iBALIS abgleichen und Daten aus anderer Schlagkartei übernehmen; danach prüfen Sie Datei und Zuordnung. Bei der Schlagkartei lesen Sie Schlaggrenzen aus einem Shapefile (als ZIP mit .shp, .dbf und .prj), aus KML/KMZ, GeoJSON oder ISO-XML ein. Zuerst sehen Sie eine Vorschau mit Name, Fläche und Warnungen (Dubletten, ungültige Geometrie); angelegt wird erst, was Sie bestätigen. Maßnahmen aus einer CSV-Datei lassen sich im zweiten Schritt in die Schlagkartei übernehmen. Aussparungen innerhalb einer Fläche gehen beim Import verloren; die Vorschau weist darauf hin.

Amtliche Flächen aus iBALIS übernehmen

Unter Menü → Einstellungen → Daten übernehmen laden Sie Ihre iBALIS-Datei hoch. Sie sehen jede Fläche mit alten und neuen Werten nebeneinander und bestätigen jede Änderung einzeln. Der Import ändert nur den Flächenbestand: Gebuchte Arbeiten, festgeschriebene Abschlüsse und alte Ermittlungen bleiben, wie sie waren. Flächen, die in der Datei fehlen, werden nicht gelöscht; archivierte Flächen werden nicht von selbst wieder aktiv. Es wird nichts an iBALIS gesendet.

Verwaltung: Tarif und Benachrichtigungen

Der Reiter Verwaltung hat die Bereiche Tarif und Benachrichtigungen. Unter Benachrichtigungen schalten Sie Mitteilungen auf dem Gerät an (der Browser fragt nach Erlaubnis) und wählen die Ereignisse, über die Sie informiert werden wollen: Wildtierrettung, Chat-Nachrichten, Aufträge, Feld-Verschlechterung (NDVI) und TÜV-Erinnerung.

Basis ist dauerhaft kostenlos: eigene Flächen, Wild- und Biberschäden, Wildtierrettung, Freigaben für Lohnunternehmer, Wetter, Kalender, Chat und die Schadkarte aus eigenen Drohnenbildern.

Betrieb umfasst Anbauplanung, Düngung mit Düngebedarfsermittlung, Pflanzenschutz mit Aufzeichnung, Deckungsbeitrag, Förderung, Pacht, Maschinen, Lager, Satellitenbeobachtung und den Hofladen. Die Datenübernahme aus einer anderen Schlagkartei ist kostenlos. Er kostet 149 € für ein Jahr bis einschließlich 100 ha, je weiterem angefangenen Hektar 1 €, jeweils einschließlich 19 % Umsatzsteuer.

Bestellen: Verwaltung → Tarif → Tarif Betrieb bestellen. Sie sehen den Gesamtpreis für Ihre Fläche, geben die Rechnungsanschrift an und bestellen zahlungspflichtig. Die Rechnung kommt per E-Mail; freigeschaltet wird nach Zahlungseingang. Der Tarif läuft ein Jahr und endet von selbst — es gibt keine automatische Verlängerung und keine Kündigungsfrist. Eine Verlängerung bestellen Sie auf demselben Weg; die neue Laufzeit schließt an die alte an.

🐦 Kapitel 13: Kitzrettung

Kitzrettungs-Modus aktivieren

In der Jäger-Karte befindet sich ein Floating-Button für den Kitzrettungs-Modus. Beim Aktivieren werden:

  • Alle Landwirt-Flächen mit Rettungs-Markierung angezeigt.
  • Ein Suchfeld und Checkboxen für die Flächenauswahl eingeblendet.
  • Die Flächen client-seitig gerendert für schnelle Reaktion.

Rettungsanfrage stellen (Landwirt)

Landwirte können über den Reiter Kitzrettung eine Anfrage stellen:

  1. Öffnen Sie den Tab "Kitzrettung" und tippen Sie auf Neue Anfrage.
  2. Wählen Sie die Fläche(n) aus, auf denen gemäht werden soll.
  3. Geben Sie den geplanten Mähtermin an.
  4. Die Anfrage wird an den zuständigen Jäger übermittelt.

Der Status der Anfrage (angefragt, eingeplant, abgesagt, storniert) wird im Kalender und der Anfragenliste angezeigt.

Einsätze planen (Jäger)

Jäger sehen eingehende Rettungsanfragen im Einsatz-Tab und können:

  • Anfragen zu Einsätzen zusammenfassen (automatische Gruppierung nahegelegener Flächen).
  • Einsatz-Status verwalten: geplant → bestätigt → aktiv → abgeschlossen.
  • Wetter-Check für den geplanten Zeitpunkt durchführen (Ampel-Badge: grün = gut, gelb = grenzwertig, rot = ungünstig).
  • Chat-Benachrichtigungen bei Status-Änderungen versenden.

Drohnenpilot-Zuweisung

Für die Kitzsuche per Drohne können Piloten zugewiesen werden:

  • Der Einsatzleiter weist einem Einsatz einen oder mehrere Piloten zu.
  • Der Pilot erhält eine Benachrichtigung und kann den Einsatz annehmen oder ablehnen.
  • Während des Einsatzes teilt der Pilot seine Position in Echtzeit (30-Sekunden-TTL).
  • Helfer können mit Rollen (Begehung, Transport, Erstversorgung) zugewiesen werden.

Missionstypen & Hindernisse

Beim Erstellen einer Drohnenmission stehen verschiedene Missionstypen zur Verfügung:

  • Thermal (Kitzrettung) — Standardmission mit Wärmebildkamera in Mäanderlinien über die Fläche.
  • 2D-Kartierung — Orthofoto-Erstellung mit definierter GSD (Bodenauflösung) und Überlappung.
  • 3D-Kartierung — 5 Durchgänge (1 Nadir + 4 Schräg) für 3D-Modelle und Punktwolken.
  • Korridor-Kartierung — Kartierung entlang einer Leitlinie (z.B. Feldwege, Bachläufe).
  • Grenzsteine suchen — Fliegt jeden Eckpunkt des Polygons in niedriger Höhe (10m) an, schwebt kurz und fotografiert senkrecht nach unten. Ideal zum Auffinden und Dokumentieren von Grenzsteinen an Flurstückgrenzen.

Hindernisse: Strommasten und Leitungen

Hindernisse werden automatisch aus OpenStreetMap geladen oder können manuell gesetzt werden. Für jedes Hindernis kann das Flugverhalten eingestellt werden:

  • Umfliegen — Die Drohne weicht seitlich aus (Standard für niedrige Hindernisse).
  • Darüber fliegen — Die Drohne steigt über das Hindernis.
  • Darunter fliegen — Die Drohne sinkt ab und fliegt unter Leitungen/Kabeln hindurch. Ab 20m Masthöhe wird dies als Standard vorgeschlagen, da genug Platz zum sicheren Unterfliegen besteht.

Bei Stromleitungen berechnet das System automatisch den Durchhang (Kettenlinien-Modell) und prüft, ob ein sicheres Unterfliegen möglich ist. Die Unterflieghöhe kann pro Mast individuell eingestellt werden.

Kitzrettungs-Aufträge

Neben der Einsatzplanung können Kitzretter und Jäger auch Aufträge erstellen, um einzelne Rettungsaktionen strukturiert zu planen:

  1. Im Einsatz-Tab auf Auftrag erstellen tippen.
  2. Flächen auf der Karte auswählen und den Auftrag-Typ (immer "Kitzrettung") festlegen.
  3. Landwirt zuweisen: Entweder aus der Liste bekannter Landwirte oder als externen Kontakt mit Name, Telefon und E-Mail eintragen.
  4. Datum und optionale Bemerkungen eingeben.

Kitzretter können Aufträge auch ohne Landwirt-Zuordnung erstellen (z.B. für Eigeninitiative oder wenn der Landwirt nicht auf der Plattform registriert ist).

Teilnehmer verwalten

Jedem Auftrag können Teilnehmer mit verschiedenen Rollen zugeordnet werden:

  • Pilot — Drohnenpilot für die Kitzsuche aus der Luft.
  • Helfer — Unterstützung am Boden (Begehung, Transport, Erstversorgung).
  • Kitzretter — Koordination und Durchführung der Rettung.
  • Sonstige — Weitere Beteiligte (z.B. Jagdaufseher, Veterinär).

Teilnehmer können auf zwei Wegen hinzugefügt werden:

  • Plattform-Benutzer — Tippen Sie mindestens 2 Zeichen ein, um registrierte Benutzer per Autocomplete zu finden. Name, Telefon und E-Mail werden automatisch übernommen.
  • Externe Personen — Über "Externen hinzufügen" können Sie Name, Telefon und E-Mail manuell eingeben.

Jeder Teilnehmer hat einen Status: eingetragen (Standard), bestätigt oder abgesagt. Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) sind direkt klickbar.

🌲 Kapitel 14: Forstwirtschaft

Dieses Kapitel folgt der Navigation am unteren Rand. Fast alle Listen funktionieren gleich: Mit dem Knopf + … oben rechts legen Sie einen Eintrag an, in der Zeile ändern Sie ihn mit Bearbeiten oder entfernen ihn mit Löschen. Pflichtfelder sind mit einem Stern markiert, in manchen Listen hilft ein Suchfeld (Suchen…) beim Finden.

Karte

Die Karte zeigt Ihre Flächen als farbige Umrisse. Die Legende nennt die Farben: Aufforstung (grün), Forstschaden (rot) und Bestandsfläche (blau).

Flächenliste

Die Flächenliste steht am großen Bildschirm rechts; am Handy lässt sie sich ein- und ausklappen. Sie zählt Ihre Flächen, Hektar, Polter und Wege. Über Flächen suchen… finden Sie eine Fläche, ein Tipp darauf zoomt die Karte dorthin. Mit dem ✕ klappen Sie die Liste ein, mit dem ☰ wieder auf.

Eigene Fläche zeichnen

  1. Tippen Sie auf den runden +-Knopf (Aktionen) und wählen Sie unter Flächen zeichnen die Art: Bestandsfläche, Aufforstung oder Forstschaden.
  2. Setzen Sie die Eckpunkte: Am Handy schieben Sie die Karte auf die Ecke (das Fadenkreuz markiert die Mitte) und tippen + Punkt, am Rechner klicken Sie in die Karte. Mit ↩ nehmen Sie den letzten Punkt zurück, mit 🗑 löschen Sie einen angetippten Punkt, mit ✋ Verschieben bewegen Sie Punkte.
  3. Statt Punkte zu setzen können Sie ein Flurstück übernehmen (📋 Flurstück) oder nach Gemarkung, Zähler und Nenner suchen (🔍).
  4. Ab drei Punkten wird 💾 Speichern frei. Tragen Sie den Namen ein (Pflichtfeld) und speichern Sie. Die Fläche mit ihrer Größe in Hektar erscheint in der Liste.

Weitere Einträge im Menü Flächen zeichnen:

  • Waldschutz (Kartenmitte), Biotopbaum (Kartenmitte), Verbiss/Jagdschaden (Kartenmitte): öffnen das Erfassungsformular in Pflege & Schutz; als Standort gilt die Mitte der Karte. Schieben Sie die Karte vorher an die Stelle.
  • Flurstücke: Flurstücke ansehen und durchsuchen.
  • Pilzfunde: Pilzfunde auf der Karte erfassen und ansehen.

Polter, Standort und Werkzeuge

Im Menü Standort & Karte finden Sie:

  • Polter hier: Sie wählen die Position (Fadenkreuz, dann Hier oder Abbrechen) und füllen das Formular Neuer Polter aus: Nummer (oder Bereich, z. B. 1-100), Sortiment, Holzart, Menge in fm und Notizen.
  • Punkt teilen und Position teilen: einen Kartenpunkt oder Ihren Standort mit anderen teilen.
  • Markierungen: öffnet Ihre eigenen Kartenebenen (siehe Pflege & Schutz, Markierungen).
  • Ort suchen, Route (Wegeplanung) und Messen (Strecken und Flächen auf der Karte messen).

Windkarte

Der Knopf Wind am Kartenrand legt eine bewegte Windkarte über die Karte. Nochmaliges Drücken blendet sie wieder aus. Daneben finden Sie Mein Standort, Feedback geben und den Chat.

Biber- und Wildschaden kartieren

Im Menü Flächen zeichnen gibt es Biberschaden kartieren und Wildschaden kartieren. Steht dahinter ein Schloss (🔒), ist das Kartieren für Ihren Betrieb nicht freigeschaltet; beim Antippen erscheint der Grund. Die Freischaltung nimmt der Verwalter des Reviers vor. Ist es frei, zeichnen Sie die Schadensfläche wie eine andere Fläche. Geteilte Schäden anderer sehen Sie unter Pflege & Schutz → Biber → Geteilt.

Übersicht

Oben steht die Einrichtungsliste (siehe Erste Schritte), danach fünf Kacheln. Ein Tipp auf eine Kachel führt in den zugehörigen Bereich. Die Einrichtungsliste lässt sich über Einrichtung auch dann wieder aufklappen, wenn alle fünf Schritte erledigt sind:

  • Hektar mit Zahl der Flächen und Bestände → Flächen
  • Festmeter und Zahl der Polter → Polter & Holzliste
  • Verkaufswert ausgeführt (netto, ohne Umsatzsteuer) mit Zahl der ausgeführten Verkäufe → Verkauf. Stornierte und geplante Verkäufe sind nicht eingerechnet; die Kachel nennt ihre Zahl getrennt.
  • Ergebnis des laufenden Jahres → Finanzen
  • Offene Waldschutz-Ereignisse → Waldschutz

Flächen & Bestände

Die Liste zeigt je Fläche: Art, Größe in Hektar, Baumarten, Alter, Vorrat, Bonität und ob der Bestand erfasst ist oder noch fehlt. Oben stehen Summen (Flächen, Fläche gesamt, Bestand erfasst, Vorrat gesamt).

  1. Zeichnen Sie eine Fläche mit Bestandsfläche zeichnen, Aufforstung oder Forstschaden (die Knöpfe oben; Sie springen zur Karte).
  2. Erfassen Sie den Bestand mit + Bestand oder Bestand erfassen / ändern in der Zeile: Hauptbaumart, Nebenbaumarten, Alter in Jahren, Bestockungsgrad (z. B. 0,9), Bonität mit Bezug (z. B. „Fichte II. Ekl.“), Vorrat der gesamten Fläche in Vfm (nicht je Hektar), mittlerer BHD, mittlere Höhe, natürliche Verjüngung, Bemerkungen.
  3. Auf Karte zeigt die Fläche; Bestand löschen und Fläche löschen entfernen die jeweiligen Angaben.

Holz

Der Bereich hat sieben Reiter: Polter & Holzliste, Einschlag, Verkauf, Abfuhr, Holzrechtler, Preise und Käufer. Der übliche Weg: Einschlag planen → Polter anlegen und Stämme in der Holzliste messen → Käufer und Preise pflegen → verkaufen → Lieferschein erstellen.

Polter & Holzliste

Polter legen Sie mit + Polter oder auf der Karte mit Polter hier an. Felder: Polter-Nummer oder Bezeichnung (z. B. P-12), Datum, Sortiment (Pflicht), Baumart, Güteklasse A bis D, Stückzahl, Länge, Menge in fm, Preis in €/fm, Messung mit Rinde oder ohne Rinde samt Rindenabzug, Messverfahren, Käufer, Standort und Bemerkung. Beim Bearbeiten kommen Status (lagernd, reserviert, verkauft, abgeholt, storniert) und Abgeholt am dazu. Die Summenzeile nennt Poltermenge gesamt und davon lagernd. Wird ein Polter einem Holzrechtler per Abgabebeleg übergeben (Finanzen → Büro → Holzrechtler-Abgaben), steht er danach auf abgeholt und zählt nicht mehr als lagernd.

In der Zeile jedes Polters stehen drei Knöpfe:

  • Holzliste: erfasst die einzelnen Stämme (Stamm-Nr., Baumart, Länge, Mittendurchmesser, Güte, Rinde). Mit + Stamm wird der Festmeter berechnet und gespeichert, die Summe steht über der Tabelle. Weichen Holzliste und Poltermenge ab, gleicht Polter-Menge angleichen sie an. Holzliste PDF und Holzliste CSV liefern die Liste zum Ausdrucken oder Weiterverarbeiten.
  • Fotos: Belegfotos am Polter, ganz ohne KI-Auswertung. Mit Foto aufnehmen oder Aus Galerie wählen auswählen, dann bestätigen und anhängen. Die Bilder erscheinen als Vorschau, ein Tipp öffnet die Großansicht (dort können Sie das Foto auch löschen). Prüfen Sie nach dem Anhängen, dass das Bild wirklich erscheint; steht stattdessen „Bild nicht abrufbar“, laden Sie die Seite neu.
  • Zuweisen: Polter einem Holzrechtler oder Landwirt zuweisen. Ohne Häkchen bei Empfänger benachrichtigen (Push) wird nur zugewiesen, der Empfänger erhält keine Nachricht. Zuweisung entfernen nimmt sie zurück.
Verkaufte Polter ändern
Ist ein Polter verkauft oder abgeholt, lässt sich die Holzliste nur noch als Korrektur mit Begründung ändern. Jede Korrektur wird im Korrekturprotokoll festgehalten. Verkauf, Lieferschein und Rechnung ändern sich dadurch nicht von selbst; die Anzeige nennt die betroffenen Belege, die Sie bei Abweichung berichtigen müssen.

Einschlag

Hier planen Sie die Holzernte: Planjahr, Hiebsart (Durchforstung, Endnutzung, Räumung, Zufällige Nutzung, Pflegehieb), Holzart, Planmenge und Ist-Menge in Efm sowie Status (geplant, in_arbeit, abgeschlossen). Die gemessene Menge je Polter erfassen Sie nicht hier, sondern in der Holzliste. Die Ist-Menge hier ist die Ernte laut Abschluss. Jeder Einschlag hat eine Nummer (Spalte Nr.) und ist im Arbeitsnachweis, im Büro-Beleg und im Kostenbeleg als Einschlag Nr. … wählbar; nur so erkennt das Programm, dass eine Rechnung zu derselben Holzernte gehört wie die erfasste Arbeit. In der Zeile bündelt Akte: was fehlt? / Maßnahmenakte (ZIP) alle Nachweise zu diesem Einschlag.

Verkauf

Oben steht das Steuerverfahren Ihres Betriebs mit dem Hinweis, wo Sie es ändern. Ein Verkauf wird mit + Verkauf angelegt: Käufer (Pflicht; zuerst unter Käufer anlegen), Verkaufsdatum, Baumart, Sortiment, Güteklasse, Menge in fm und Preis in €/fm (beide Pflicht), Status, Lieferdatum, Zahlungsziel, Rechnungsnummer, die Herkunftsfläche (ihr ordnet das Programm den Erlös im Deckungsbeitrag zu), Steuersatz, die Polter in diesem Verkauf und bei Schadholz Kalamitätsholz zu …. Unter dem Formular sehen Sie Gesamtwert, Steuer und Brutto sofort.

  • Status: offen, geliefert, bezahlt, storniert. Als Einnahme zählt im Jahresabschluss nur bezahlt.
  • Steuersatz: Leer lassen, dann gilt die Vorgabe Ihres Betriebs für das gewählte Sortiment: bei Regelbesteuerung 19 %, bei Brennholz 7 %, bei Durchschnittssatzbesteuerung der Durchschnittssatz, bei Kleinunternehmern 0 %. Eine Zeile unter dem Formular nennt Satz und Herkunft – Vorgabe des Betriebs oder manuell abweichend –, und die Vorschau rechnet genau so wie das Speichern. Nur eintragen, wenn dieser Verkauf abweicht.
  • Kalamitätsholz zu …: Stammt das Holz aus einem Schadereignis (außerordentliche Nutzung), wählen Sie die Kalamität. Gehören alle gewählten Polter zu einer Kalamität, trägt das Programm sie selbst ein. Leer bedeutet ordentlicher Verkauf. Die Erlöse erscheinen dann getrennt in der Aufstellung (siehe Kalamität).
  • Summen oben: Die Kennzahlen zählen nur ausgeführte Verkäufe (alles außer storniert und geplant). Geplante und stornierte Verkäufe stehen getrennt dahinter und sind nicht eingerechnet.
  • In der Zeile: Holzliste PDF, Abrechnung PDF und Lieferschein (legt den Lieferschein zu diesem Verkauf an).

Abfuhr

Drei Unterreiter: Lieferscheine (zum Verkauf, mit Datum, Menge, Fahrer, Kennzeichen, Status erstellt/ausgeliefert/bestaetigt, PDF-Knopf), Transportaufträge (Abholort, Zielort, geplantes und tatsächliches Datum, Spediteur, Fahrer, Wiegeschein, Wiegemenge, Frachtkosten, Status geplant/unterwegs/abgeschlossen) und Frachtbriefe (Absender, Empfänger, Holzart, Menge, Gewicht, Lade- und Entladeort). Die Kosten abgeschlossener Transporte (Frachtkosten) werden automatisch in den Finanzen berücksichtigt; buchen Sie sie nicht nochmals als eigenständige Kosten. Haben Sie eine Rechnung zu diesem Transport, erfassen Sie sie unter Finanzen → Kosten oder im Büro und ordnen sie dem Transport zu (Gehört zu Maßnahme); dann zählt nur die Rechnung. Die Zeile eines Transportauftrags bietet die Maßnahmenakte.

Preise

Ihre eigenen Vertrags- oder Richtpreise, netto je Festmeter, nach Baumart, Sortiment und Güteklasse mit Gültig ab und Gültig bis. Sie dienen als Vorgabe für Verkäufe.

Käufer

Firma oder Name (Pflicht), Ansprechpartner, Kundennummer, Telefon, E-Mail, Adresse und Bemerkung, z. B. Sägewerk oder Energieholzhändler. Käufer brauchen Sie für Verkäufe und Transportaufträge.

Holzrechtler und Holzrechte

Der Reiter Holz → Holzrechtler führt die Personen mit Holzbezugsrecht, ihre Rechte und den Jahresablauf. Oben wählen Sie das Jahr; Jahresliste zum Aushängen (PDF) erzeugt eine Liste ohne Kontaktdaten und ohne Gebühren. Es wird nichts veröffentlicht oder versendet.

  1. Rechtsarten anlegen (Block Rechtsarten): Name, Faktor, ggf. fester Jahresanspruch, Einheit (Rm, Fm, Srm), Holzart und Gebühr je Einheit. Faktor 1 = volles Recht, 0,5 = halbes Recht (Bauernrecht).
  2. Menge je vollem Recht für das Jahr eintragen und Speichern. Der Anspruch ergibt sich aus Anzahl der Rechte mal Faktor der Rechtsart mal dieser Menge; ein abweichender Anspruch je Recht ist möglich.
  3. Holzrechtler anlegen (+ Holzrechtler): Name, Telefon, E-Mail, Notizen.
  4. In der Zeile Rechte öffnen und Rechte eintragen: Rechtsart, Anzahl, ggf. abweichender Jahresanspruch, Hof/Anwesen/Hausnummer, gültig ab/bis, Rechtsgrundlage. Ohne Recht ist kein Anspruch berechenbar. Mit Fertig schließen Sie.

Die Liste zeigt je Holzrechtler den Jahresanspruch, den Übertrag aus dem Vorjahr, den Anspruch gesamt (Jahresanspruch plus Übertrag), Zugeteilt + abgeholt (alle dem Holzrechtler zugewiesenen Polter des Jahres), Noch zuzuteilen (Anspruch gesamt minus Zugeteilt + abgeholt minus verfallene Mengen) und Rest nach Abholung (Anspruch gesamt minus tatsächlich Abgeholtes minus verfallene Mengen). Darunter steht die Summe aller Ansprüche, ebenfalls getrennt: Jahresanspruch plus Übertrag ergibt den verfügbaren Anspruch. Diese Summe ist die Summe der Einzelkonten und stimmt mit dem Konto jedes Holzrechtlers überein.

Konto eines Holzrechtlers

Konto zeigt für das gewählte Jahr getrennt: den Jahresanspruch, den Übertrag aus dem Vorjahr und den Anspruch gesamt (das ist der verfügbare Anspruch), dazu zugeteilt (Polter liegen noch), tatsächlich abgeholt und den Rest nach Abholung. Darunter steht die Umrechnung Festmeter in die Einheit des Rechts. Unter Gebühren stehen Soll, Ist (bezahlt) und offen. Quittung „Holzrechtler-Gebühr“ ausstellen stellt eine Quittung aus und bucht sie als Bareinnahme im Kassenbuch; sie wird dem Konto zugerechnet. Eine früher ohne Holzrechtler ausgestellte Quittung ordnen Sie im Kassenbuch in der Quittungsliste mit Holzrechtler zuordnen dem Konto zu; Betrag und Kassenbuch bleiben dabei unverändert.

Unter Zugeteilte Polter setzen Sie mit Frist setzen eine Abholfrist oder nehmen die Zuteilung mit Zurücknehmen zurück. Ist die Frist überschritten, steht der Polter als Frist überschritten (rot) da; es geschieht nichts automatisch. Dort bietet Verfällt die Einzelaktion Zuteilung verfällt an (siehe Zuteilung verfällt). Verfallene Zuteilungen stehen unter dem Konto mit Datum und Grund; die Kachel verfallen und die Zeile Davon verfallen beim Anspruch machen nachvollziehbar, warum der Rest kleiner ist.

Ablauf im Jahr

  • Regeln: Soll der Rest des Anspruchs am Jahresende verfallen oder ins Folgejahr übertragen werden, wie viele Tage die Standard-Abholfrist ab Zuteilung beträgt und wie viel Überschreitung bei der Zuteilung zulässig ist (Standard 0). Regeln speichern.
  • Zuteilung der Polter: Freie Polter werden nach Anspruch verteilt, wahlweise per Losverfahren (nachprüfbar über den Startwert, bitte notieren) oder in Reihenfolge nach Name. Als frei gelten nur Polter, die lagern und niemandem zugewiesen sind; bereits abgeholte oder verkaufte Polter werden nicht angeboten. Zuteilungsvorschlag berechnen zeigt je Holzrechtler den Anspruch, den Rest vorher, die Polter und die zugeteilte Menge sowie die neue Differenz. Prüfen Sie den Vorschlag, bevor Sie bestätigen:
    • Bekommt jemand mehr als sein offener Anspruch (negative Differenz), steht dort Überschreitung, und Zuteilung bestätigen ist gesperrt. Teilen Sie den Polter, wählen Sie nur passende Polter aus („nur die angehakten Polter verteilen“) oder ändern Sie den Startwert.
    • Passt nicht bedeutet: Für diese Person gibt es keinen Polter, der in den offenen Anspruch passt; sie geht sonst leer aus. Auch unpassende und nicht freie Polter werden mit Grund genannt.
    Der Vorschlag gilt für das oben gewählte Jahr: Auch eine im Herbst bestätigte Zuteilung für das Folgejahr zählt in diesem Jahr (Konto, Liste, Übertrag, Aushang, Gebühren-Soll) und lässt das laufende Jahr unberührt. Er hat keine Wirkung, bis Sie bestätigen; dabei wird niemand benachrichtigt. Mit Verwerfen verwerfen Sie ihn.
  • Einzelne Polter zuweisen: Polter ankreuzen und Ausgewählte zuweisen.
  • Nicht abgeholt: Zu einem Stichtag sehen Sie, welche zugeteilten Polter noch nicht abgeholt sind und welche nach Ablauf der Frist Frist überschritten sind. Dort können Sie die Frist verlängern (nicht in die Vergangenheit), den Polter zurücknehmen (er ist dann wieder frei, der Anspruch bleibt offen) oder die Zuteilung verfallen lassen (siehe unten). Ein nicht abgeholter Rest verfällt oder wird beim Jahresabschluss übertragen, je nach Regel.
  • Abgabebeleg: Welches Holz ein Holzrechtler erhalten hat, halten Sie unter Finanzen → Büro → Holzrechtler-Abgaben fest. Der Polter steht danach in Polterliste und Konto auf abgeholt.

Zuteilung verfällt

Holt jemand einen zugeteilten Polter nicht bis zum Ablauf der Abholfrist ab, können Sie diese Zuteilung ausdrücklich verfallen lassen: unter Nicht abgeholt oder im Konto in der Zeile des Polters auf Verfällt. Das geht erst nach überschrittener Frist (ohne Frist oder bei noch laufender Frist lehnt das Programm ab) und verlangt einen Grund.

  • Der Polter ist danach wieder frei und kann neu zugeteilt werden.
  • Die Menge ist für dieses Jahr verloren: Sie mindert den offenen Rest im Konto (Zeile Davon verfallen) und wird nicht ins Folgejahr übertragen – auch dann nicht, wenn Ihre Regel Rest wird ins Folgejahr übertragen lautet. Bei der Regel Rest verfällt ändert sich beim Jahresabschluss nichts; die Menge wird nie doppelt behandelt. Im Jahresabschluss zeigt die Spalte verfallen, was herausgerechnet ist. Ein schon gebuchter Übertrag wird mit derselben Regel neu gerechnet.
  • Nachvollziehbar bleibt es im Konto (Datum, Grund, wer), unter Nicht abgeholt in der Liste Verfallene Zuteilungen und auf der Jahresliste zum Aushängen (nur Polternummer und Datum, ohne Grund).
  • Ein Irrtum ist rücknehmbar: Verfall zurücknehmen (mit Grund) gibt den Polter an den Holzrechtler zurück, solange er noch frei ist. Die alte Abholfrist gilt dann weiter – bei Bedarf verlängern.

Es wird niemand benachrichtigt.

Lager nach Verkauf und Lieferung

Ein ausgeführter Verkauf (nicht storniert, nicht nur geplant) setzt die gewählten Polter auf verkauft, ein bestätigter Lieferschein auf abgeholt (mit Datum). Beide verlassen damit „lagernd“; die Lagerzahl in der Polter-Auswertung enthält kein verkauftes oder geliefertes Holz mehr. Storno des Verkaufs oder Rücknahme der Bestätigung stellt den Stand wieder her – aber nur, wenn ihn die Automatik gesetzt hatte; von Hand oder per Abgabebeleg gesetzte Stände bleiben unangetastet. Wird nur ein Teil der Polter-Menge verkauft, bleibt der Polter lagernd, die verkaufte Teilmenge wird aber in der Lagerzahl abgezogen (teilverkauft). Jede automatische Änderung steht im Protokoll (siehe Bestand abgleichen). Ein verkaufter oder abgeholter Polter ist für die Holzliste gesperrt; Mengen ändern Sie dann nur über „Menge korrigieren“.

Bestand abgleichen (Altbelege)

Abgabebelege, die vor der Korrektur ausgestellt wurden, haben den Polter nicht auf abgeholt gesetzt; er steht dann in der Polterliste noch auf lagernd, obwohl Konto und Aushang ihn als abgeholt führen. Dasselbe gilt für Verkäufe und Lieferscheine aus der Zeit davor. Unter Bestand abgleichen zeigt Prüfen diese Polter an, Bestand abgleichen setzt genau diese (nur bei gültigem, nicht storniertem Beleg) auf abgeholt mit dem Belegdatum und protokolliert jede Änderung. Die Aktion ist wiederholbar; ein zweiter Lauf findet nichts mehr.

Jahresabschluss der Rechte: Übertrag oder Verfall

Der Restanspruch ist der Anspruch gesamt minus tatsächlich Abgeholtes und minus ausdrücklich verfallener Zuteilungen. Wählen Sie die Regel (laut Einstellung, Rest verfällt oder Rest ins Folgejahr übertragen) und klicken Sie erst auf Vorschau: Sie sehen je Person Anspruch, abgeholt, zugeteilt-nicht-abgeholt, Rest und die Folge sowie, was im Folgejahr gelten wird. Erst dann buchen Sie bewusst mit Übertrag buchen beziehungsweise Verfall bestätigen. Im Folgejahr stehen Jahresanspruch und Übertrag in Liste, Konto und Jahresliste getrennt nebeneinander, die Summe ist der verfügbare Anspruch. Werden danach im Altjahr weitere Polter abgeholt, prüfen Sie den Übertrag erneut.

Die Jahresliste zum Aushängen (PDF) zeigt Name/Anwesen, Rechte, Jahresanspruch und Übertrag, die zugeteilten Polter und die Abholfrist – ohne Kontaktdaten und ohne Gebühren.

Holzrechtler-Ansicht auf dem Handy
Holzrechtler selbst können einen eigenen, einfachen Zugang erhalten: Dort sehen sie ihre Polter auf einer Satellitenkarte und können mit + ein neues Polter anlegen (Sortiment, Baumart, Volumen in Fm, Bemerkung), es Verschieben oder Löschen.

Pflege & Schutz

Reiter: Durchforstung, Pflanzung, Pflanzgut, Kulturpflege, Waldschutz, Kalamität, Verbiss, Biotopbäume, Wege, Kontrollbuch, Biber und Markierungen.

Durchforstung, Pflanzung, Kulturpflege

  • Durchforstung: Planjahr, Art (Läuterung, Jungdurchforstung, Altdurchforstung, Auslesedurchforstung, Sonstige), geplante und tatsächliche Entnahme in fm, bearbeitete Teilfläche, Unternehmer, pauschale Kosten, Z-Bäume, Bedränger, Status, Ausführungsdatum.
  • Pflanzung: Baumart (Pflicht), Pflanzjahr, Stückzahl, Pflanzverband (z. B. 2 x 2 m), Pflanzfläche, Herkunft des Pflanzguts, Kosten, Förderung, Status (geplant, bestellt, gepflanzt, angewachsen), Anwuchsrate. Kulturhistorie in der Zeile zeigt den Werdegang der Pflanzung: gepflanzt, Ausfall, nachgebessert und lebender Bestand.
  • Kulturpflege: Maßnahme (Ausmähen, Freischneiden, Zaunkontrolle, Nachbessern, Wildschutz, Sonstige), Datum, Fläche, Kosten, Ausführender, nächster Termin.

In der Zeile jeder Durchforstung, Pflanzung und Kulturpflege (ebenso bei Einschlag und Transportauftrag) bündelt die Maßnahmenakte alles zu dieser einen Maßnahme: Akte: was fehlt? zeigt vorab, was noch nicht vorliegt, Maßnahmenakte (ZIP) lädt Deckblatt, Arbeitsnachweise, Pflanzgut-Herkunft, Belege mit Originalen, Zahlungen, die abgelegten Fotos und Originale und den Förderbezug samt Manifest mit Prüfsummen. Es wird nichts gemeldet oder versendet.

Fotos & Originale zur Maßnahme: In derselben Zeile legt Fotos & Originale Fotos (Kamera oder Galerie), Originalbelege und unterschriebene Abnahmen als PDF oder Bild ab (je Datei bis 20 MB). Wählen Sie die Art der Datei (Foto, Originalbeleg, Unterschrift / Abnahme, Sonstiges) und eine Beschreibung. Dieselbe Datei lässt sich je Maßnahme nur einmal ablegen; Entfernen blendet sie mit Pflichtgrund aus, die Prüfsumme bleibt vermerkt. Die Akte enthält die Dateien im Ordner anlagen; fehlen Fotos oder Originale, nennt Akte: was fehlt? das ausdrücklich. Ablegen können nur Zugänge des eigenen Betriebs.

Waldschutz, Verbiss, Biotopbäume

  • Waldschutz: Ereignis (Borkenkäfer, Sturmschaden, Trockenschaden, Schneebruch, Pilzbefall, Waldbrand, Sonstiges), Schweregrad, betroffene Fläche, Status (gemeldet, in_bearbeitung, erledigt), Standort und Maßnahmen. Der Standort lässt sich mit Kartenmitte oder Mein Standort füllen. Bei Schadholz legen Sie am Fall mit Kalamität anlegen den durchgehenden Vorgang an (siehe Kalamität).
  • Verbiss: Verbiss & Jagdschaden mit Schadensart (Verbiss, Fegeschaden, Schälschaden, Sonstiges), Verursacher, Schweregrad, Baumart und geschätzter Zahl betroffener Pflanzen. Ihre Beobachtung wird hier geführt; eine Schadensbearbeitung mit dem Jäger ist damit noch nicht angestoßen.
  • Biotopbäume: Art (Höhlenbaum, Horstbaum, Totholz, Methusalem, Habitatbaum, Sonstiger Biotopbaum), Baumart, BHD, Höhe, Schutzstatus, Merkmal.

Fotos an Kalamität, Wegschaden und Instandhaltung

Wie beim Kontrollbuch legen Sie auch an einer Kalamität (im geöffneten Vorgang), an einem Wegschaden (Wege → Schäden → Fotos) und an einer Instandhaltung (Wege → Instandhaltung → Fotos & Belege) Fotos, Originalbelege und Abnahmen ab; Bedienung und Grenzen wie unter Kontrollbuch.

Kalamität (Schadholz)

Eine Kalamität führen Sie als einen durchgehenden Vorgang vom Schadereignis bis zur Aufstellung nach § 34b EStG. Es wird nichts an Behörden oder das Finanzamt gesendet.

  1. Anlegen: Im Reiter Waldschutz am Fall auf Kalamität anlegen tippen und die geschätzte Menge Schadholz eintragen. Ursache, Datum und Fläche übernimmt das Programm aus dem Fall; je Fall gibt es genau eine Kalamität (danach steht dort Kalamität Nr. … öffnen). Alternativ legen Sie im Reiter Kalamität mit + Kalamität einen Vorgang von Hand an. Gibt es schon einen Meldungsentwurf dazu, wählen Sie ihn im selben Fenster unter Meldungsentwurf verknüpfen.
  2. Meldungsentwurf: Im geöffneten Vorgang zeigt Meldungsentwurf die verknüpfte Meldung (Nummer, Status, Datum). Sie können einen vorhandenen Entwurf verknüpfen, mit Neuen Meldungsentwurf zu dieser Kalamität anlegen einen vorbefüllten Entwurf erzeugen oder die Verknüpfung lösen. Umgekehrt legt Kalamität anlegen in der Zeile eines Meldungsentwurfs (Nachweise → Meldungen, Art Kalamität) den Vorgang aus der Meldung an; dort steht danach Kalamität Nr. … öffnen. Eine Meldung gehört zu höchstens einer Kalamität. Die Meldung bleibt immer ein Entwurf; es wird nichts an Behörden gesendet. Löschen Sie den Entwurf, fällt nur die Verknüpfung weg.
  3. Verknüpfen: Im Reiter Kalamität öffnen Sie mit Verknüpfungen & Verkäufe den Vorgang und verknüpfen die Einschläge und Polter, die zu diesem Schaden gehören. Die Ist-Menge wird dann automatisch gerechnet – aus den verknüpften Poltern (Holzliste), sonst aus den Einschlägen. Eine von Hand eingetragene Ist-Menge zählt nur, solange nichts verknüpft ist; weicht sie ab, weist das Programm darauf hin. Die Abweichung zur Schätzung wird angezeigt.
  4. Verkaufen: Im Verkauf wählen Sie Kalamitätsholz zu …. Nur ausgeführte Verkäufe zählen in die Erlöse; stornierte und geplante sind ausgeschlossen.
  5. Aufstellung: Unter der Liste (und unter Nachweise → Kalamität § 34b) steht die Aufstellung des Jahres: ordentliche und außerordentliche Nutzung mit Mengen, Zahl der Verkäufe, verkaufter Menge, Erlös netto, Steuer und brutto, der Anteil der Kalamität an der Gesamtnutzung, die Kosten der Kalamität und je Ereignis Schätzung, Ist und Erlös. Aufstellung als CSV lädt dieselben Zahlen herunter.
Zusammenstellung, keine Anerkennung
Die Aufstellung fasst Ihre erfassten Zahlen zusammen. Sie ist keine steuerliche Anerkennung und keine Meldung. Die Meldung an Forstbehörde oder Finanzamt bleibt ein Entwurf unter Nachweise → Meldungen („Wird nicht gesendet“); die Kosten gehören nur dann zur Kalamität, wenn Arbeitsnachweise und Belege demselben Einschlag zugeordnet sind.

Markierungen

Ihre eigenen Kartenebenen. + Neue Ebene mit Name, Typ (Overlay, Heatmap, Marker, Polygon, Linie), Farbe und Deckkraft; Reihenfolge ändern, ein- und ausblenden oder löschen. Die Ebenen gehören zu Ihrem Betrieb; fremde Ebenen lassen sich weder ändern noch sortieren oder löschen.

Wege

  1. Mit + Weg anlegen: Bezeichnung (Pflicht), Art (Forstweg, Rückegasse, Maschinenweg, Wanderweg, Sonstiges), Belag, Breite, Zustand von 1 (sehr gut) bis 5 (unbefahrbar).
  2. Verlauf zeichnen bringt Sie zur Karte; die Länge wird beim Zeichnen automatisch berechnet. Verlauf ändern und Auf Karte zeigen gibt es danach ebenfalls.
  3. Schäden, Instandhaltung & Kontrollen öffnet je Weg drei Reiter: Schäden (Art, Schwere, Priorität, geschätzte Kosten, Standort; Behoben schließt sie), Instandhaltung (Maßnahme, Datum, Kosten, Ausführer) und Kontrollen.

Letzte und nächste Kontrolle in der Wegliste kommen aus dem Kontrollbuch: Die Wiedervorlage einer erledigten Kontrolle ist der nächste Termin des Wegs. Sie tragen diese Daten nicht am Weg von Hand ein.

Kosten und Beleg der Instandhaltung: Eine Instandhaltung mit Kosten zählt im Jahr der Ausführung automatisch in den Finanzen (als Maßnahme Wegeinstandhaltung Nr. …). Haben Sie dazu eine Rechnung, erfassen Sie sie im Büro und wählen in der Position die Maßnahme Wegeinstandhaltung (oder im Kostenbeleg Gehört zu Maßnahme); dann zählt nur die Rechnung, nicht zusätzlich die Kosten der Instandhaltung. Der Beleg erscheint in der Instandhaltungsliste in der Spalte Beleg (sonst steht dort kein Beleg) und im Kontrollbuch-Auszug. Der Knopf Rechnung im Büro erfassen führt Sie dorthin.

Kontrollbuch

Das Kontrollbuch führt Kontrollen als Kette je Objekt (z. B. Weg Hauptzufahrt, Parkplatz): Termin, Kontrolle mit Befund, Maßnahme mit Frist, Erledigung mit Nachweis, nächste Kontrolle. Nichts wird endgültig gelöscht.

  1. + Kontrolle planen: Art (Verkehrssicherung, Waldbrand, Wegekontrolle, Sonstiges), Objekt, Termin.
  2. Kontrolle eintragen: Datum, Kontrolleur, Ergebnis (ohne Befund, Mangel, Gefahr) und Befund.
  3. Bei Mangel oder Gefahr: Maßnahme, Frist und Verantwortlichen festlegen (Maßnahme festlegen).
  4. Erledigt melden: mit Beschreibung der Erledigung als Nachweis, optional Termin der nächsten Kontrolle (Wiedervorlage).

Fotos & Belege: An jeder Kontrolle legt Fotos & Belege Befundfotos, die Reparaturrechnung als Original und die unterschriebene Abnahme ab (Foto aufnehmen oder Datei wählen, JPEG/PNG/WebP/HEIC/PDF bis 20 MB, mit Art und Beschreibung). Die Zahl in Klammern zeigt, wie viele Dateien vorliegen; Entfernen verlangt einen Grund und blendet nur aus. Der Auszug nennt je Kontrolle die Zahl der abgelegten Dateien.

Überfällige Einträge werden hervorgehoben; nur offene blendet Erledigtes aus. Für Ihre Unterlagen erzeugt Auszug als PDF beziehungsweise Auszug als CSV (oben im Kontrollbuch, auch am einzelnen Weg) eine zusammenhängende Übersicht über Kontrollen, Schäden und Instandhaltungen mit Kosten und Belegbezug, wahlweise für einen Zeitraum (von/bis). Das Kontrollbuch ist ein Nachweis des Betriebs, keine Rechtsberatung zur Verkehrssicherungspflicht.

Biber

Der Reiter hat fünf Unterreiter: Fälle, Geteilt, Fonds, Prävention und Wissen. Unter Fälle erfassen Sie Biberschäden an Ihrem Wald. Der angezeigte Hinweis: Schäden durch den Biber sind binnen sieben Tagen nach Kenntnis bei der unteren Naturschutzbehörde zu melden; mindestens ein Foto ist Pflicht. Geteilt zeigt Schäden, die andere mit Ihnen geteilt haben; Wissen enthält erklärende Texte.

Pflanzgut

Unter Pflege & Schutz → Pflanzgut dokumentieren Sie Bedarf, Bestellung, Lieferung und Verwendung von Pflanzen. Wichtig: Hier wird nichts bestellt oder versendet, Angebote, Bestellungen und Lieferungen werden nur festgehalten. Fünf Reiter:

  • Bedarf: Die Rechenhilfe Stückzahl rechnet aus Fläche in ha, Verband (z. B. 2 x 2) und Reserve in Prozent die Pflanzenzahl. + Bedarf legt einen Bedarf an; über Aus Pflanzung … und Bedarf übernehmen übernehmen Sie eine geplante Pflanzung – mit deren tatsächlich bepflanzter Fläche und Stückzahl, nicht mit der ganzen Abteilung.
  • Bestellungen: Angebote und Bestellungen mit Baumschule (aus der Liste Baumschulen oder als Text), Baumart, Herkunftsgebiet (FoVG), Herkunftsnummer, Kategorie, Sortiment, Stückzahl, Preis netto, Steuersatz und Liefertermin. Stornieren nimmt einen Eintrag zurück.
  • Lieferungen: Beim Wareneingang kommt das gute Pflanzgut in den Bestand. Stammzertifikat und Herkunftsnummer werden für den Herkunftsnachweis gebraucht. Per Datei hochladen hängen Sie Lieferschein oder Foto an.
  • Bestand: Bestand im Zwischenlager, jede Lieferung ist ein Los. In Pflanzung verwenden bucht eine Entnahme mit dem Zweck Erstpflanzung oder Nachbesserung. Bei Ersatzpflanzen für Ausfall wählen Sie Nachbesserung; sonst zählen sie als zusätzliche Erstpflanzung und die Kultur erscheint größer, als sie ist (z. B. 660 statt 600 gepflanzt). Bei automatisch wählt das Programm Nachbesserung, wenn die Pflanzung schon voll ist. Schwund im Lager melden bucht Ausfall ab, Journal zeigt alle Buchungen. Fehler werden nicht überschrieben, sondern mit Zurücknehmen per Gegenbuchung korrigiert; ein Bestand unter null ist nicht möglich.
  • Herkunftsnachweise: Je Pflanzung ein PDF mit Baumart, Herkunft, Stückzahl, Fläche, Lieferant, Lieferdatum, Beleg und der Kulturhistorie (gepflanzt, Ausfall, nachgebessert, Bestand), für den Verwendungsnachweis einer Förderung. Vergleichen Sie Kulturhistorie und PDF mit Ihren Zahlen. Alte Verwendungen prüfen und bereinigen… öffnet einen Dialog: Er zeigt, wie viele Stück als Erstpflanzung verbucht sind, den Überschuss gegenüber der geplanten Stückzahl und die Buchungen, die auf Nachbesserung umzustellen sind. Nach einer kurzen Begründung und Bereinigen wird die alte Buchung nicht überschrieben, sondern per Gegenbuchung zurückgenommen und mit dem richtigen Zweck neu verbucht; beides bleibt im Journal. Die Nachbesserung aus der Anwuchskontrolle rechnet mit Berechnen einen Vorschlag; bereits als Nachbesserung verpflanzte Stück werden abgezogen und genannt. Als Bedarf vormerken übernimmt ihn.

Finanzen

Drei Reiter: Abschluss & Kosten, Büro (Belege & Kasse) und Betrieb & Steuer. Die Zahlen sind eine betriebliche Übersicht, kein steuerlicher Gewinn.

Abschluss & Kosten

Jahresabschluss als PDF und CSV: Im Reiter Jahresabschluss laden Jahresabschluss … als PDF und als CSV Einnahmen, ausgezahlte Förderung, Ausgaben und Ergebnis des gewählten Jahres mit denselben Zahlen wie die Kennzahlen darüber (mit Einzelposten, Berechnungsbasis und Hinweis auf ungeklärte Doppelzählungen). Es ist eine Zusammenstellung für Ihre Unterlagen oder den Steuerberater, keine steuerliche Anerkennung.

Wählen Sie oben das Jahr. Vier Unterreiter:

  • Jahresabschluss: Bezahlte Verkäufe, Bareinnahmen der Kasse, Ausgaben, ausgezahlte Förderung und das Ergebnis. Ergebnis = bezahlte Verkäufe + Bareinnahmen + ausgezahlte Förderung − Kosten. Darunter nennt die Berechnungsbasis (netto oder brutto), wie gerechnet wurde; Kosten nach Kategorie und Kosten nach Fläche schlüsseln auf. Fehlt eine Datenquelle, erscheint ein Hinweis, dass die Zahlen unvollständig sein können.
  • Kosten: Kostenbelege mit Kategorie, Bezeichnung, Betrag, Datum, Buchungsjahr und Belegnummer. Kosten aus Pflanzung, Kulturpflege, Transport, Durchforstung und Wegeinstandhaltung werden aus den Angaben der Maßnahme übernommen. Haben Sie dazu eine Rechnung, erfassen Sie sie hier und wählen Gehört zu Maßnahme (auch Einschlag und Kalamität sind wählbar; Passende Maßnahmen vorschlagen hilft); dann zählt nur der Beleg, nicht zusätzlich die pauschalen Kosten. Beim Bearbeiten gibt es das Häkchen Eigenständige Leistung für Belege, die eine zusätzliche Leistung sind; mit dem Entfernen des Häkchens wird der Beleg wieder auf Doppelzählung geprüft.
  • Förderungen: Programm, Vorhaben, Status (beantragt, bewilligt, ausgezahlt, abgelehnt), Beträge und Daten sowie Bescheid-Nr. und Fristen (Maßnahmenbeginn, Abschluss, Verwendungsnachweis, Bindungsfrist); ein Filter nach Status und eine Liste der Fristen (nächste 30/90/180 Tage, nächstes Jahr) helfen beim Überblick. Die Fristen tragen Sie aus dem Bescheid ab; maßgeblich bleibt der Bescheid selbst.
  • Deckungsbeitrag: je Fläche Erlöse, Förderung, Kosten und Deckungsbeitrag; mit Filter auf eine Fläche. Erlöse ohne Flächenbezug und Bareinnahmen stehen in eigenen Zeilen.

Mögliche Doppelzählungen

Eine Leistung darf nur einmal Kosten verursachen. Das Programm übernimmt die Kosten einer Maßnahme automatisch; eine Rechnung derselben Leistung ersetzt nur die Unternehmerleistung dieser Maßnahme – eigener Lohn, Maschinen und Kraftstoff bleiben. Das setzt voraus, dass Rechnung und Arbeitsnachweis dieselbe konkrete Maßnahme (z. B. Einschlag Nr. 7) und dieselbe Leistungsart haben; eine bloß gleiche Flächenangabe reicht nicht. Wo das Programm eine Doppelzählung vermutet, zeigt der Block Mögliche Doppelzählungen (Jahresabschluss und Deckungsbeitrag) den Fall, den doppelt gezählten Betrag und einen Vorschlag. Beide Beträge zählen, bis Sie entscheiden:

  • verknüpfen beziehungsweise Nachweis/Beleg der Maßnahme zuordnen: Der Beleg gehört zur Maßnahme, dann zählt die Leistung nur einmal. Ist keine Seite einer Maßnahme zugeordnet (Vorschlag ohne feste Verknüpfung), ordnen Sie den Arbeitsnachweis der Maßnahme zu oder ordnen den Büro-Beleg direkt zu. Büro-Belege lassen sich auch dann zuordnen, wenn sie festgeschrieben oder schon im Büropaket (Steuerberater, Prüfer) sind: Die Zuordnung ist eine eigene, protokollierte Verknüpfung (Eintrag im Beleg-Verlauf mit Grund und wer); Betrag, Datum, Steuer und das Original bleiben unverändert. Danach zählt die Leistung einmal; ein neuer Beleg oder eine Gutschrift ist dafür nicht nötig.
  • ist eigenständig beziehungsweise zwei Leistungen: Es handelt sich um zwei verschiedene Leistungen; beide Beträge zählen weiter. Unter als „eigenständig“ vermerkt nehmen Sie den Vermerk mit Vermerk zurücknehmen wieder zurück.
  • Beleg(e) ohne Maßnahme: Handbelege, bei denen kein Vorschlag erkannt wurde, können Sie mit Maßnahme suchen selbst einer Maßnahme zuordnen.

Eine Zeile … zählen nicht, weil eine genauere Quelle vorliegt nennt, welche Kostenangaben ersetzt wurden.

Betrieb & Steuer

Diese Angaben gelten für den ganzen Betrieb: Holzabrechnung, Quittungen, Abgabebelege und alle Finanzzahlen. Wählen Sie das Steuerverfahren: Regelbesteuerung (mit Regelsteuersatz), Durchschnittssatzbesteuerung (§ 24 UStG, mit Durchschnittssatz) oder Kleinunternehmer (§ 19 UStG). Bei Verkäufen gilt die Vorgabe je Sortiment: bei Regelbesteuerung 19 %, bei Brennholz 7 %. Vorschau und gespeicherter Verkauf rechnen mit demselben Satz. Die Software rät keinen Steuersatz; bitte stimmen Sie sich mit Ihrem Steuerberater ab. Dazu die Rechnungsstammdaten: Name des Betriebs, Anschrift, Steuernummer, USt-IdNr. und IBAN. Fehlt etwas, bleiben Holzabrechnungen bis dahin „ENTWURF“. Bereits ausgestellte Verkäufe, Quittungen und Abgabebelege bleiben unverändert; neue folgen dem gewählten Verfahren.

Büro: Belege, Kassenbuch, Quittungen, Büropaket

Unter Finanzen → Büro (Belege & Kasse) liegen fünf Reiter: Belege, Kassenbuch, Holzrechtler-Abgaben, Büropaket und Steuer & Basis. Ist noch kein Steuerverfahren gewählt, weist ein Hinweis darauf hin.

Belege

  1. Laden Sie Eingangsrechnungen und Quittungen mit Datei hochladen (PDF/Foto) oder Foto aufnehmen hoch. Das Original bleibt unverändert aufbewahrt.
  2. Öffnen Sie den Beleg und ergänzen Sie Belegart, Lieferant, Rechnungsnummer, Belegdatum, Leistungszeitraum, Fälligkeit und USt-IdNr. des Lieferanten. Bei einer Gutschrift wählen Sie die zugehörige Rechnung.
  3. Erfassen Sie die Positionen mit + Position: Bezeichnung, Menge, Einheit, Betrag, ob der Betrag netto oder brutto ist, Steuersatz, Kostenart, Waldfläche, Abteilung, Maßnahme, Polter. Der Steuersatz wird nicht geraten. Bei Maßnahme wählen Sie die konkrete Leistung, zu der die Rechnung gehört, zum Beispiel Einschlag Nr. 7, Pflanzung Nr. …, Wegeinstandhaltung Nr. … oder Kalamität Nr. …. Nur so erkennt das Programm, dass Rechnung und Arbeitsnachweis dieselbe Leistung betreffen (siehe Mögliche Doppelzählungen).
  4. Speichern sichert den Entwurf; Prüfen und festschreiben schließt den Beleg ab. Fehlen Angaben, nennt die Prüfung sie. Ein Entwurf lässt sich mit Entwurf verwerfen entfernen. Eine Festschreibung lässt sich mit Festschreibung aufheben … lösen, solange der Beleg noch in keinem Büropaket steckt.
  5. Zahlungen tragen Sie mit Zahlung erfassen ein (Datum, Betrag, Zahlart Bank / Überweisung nur als Vermerk oder Bar, das im Kassenbuch bucht, Referenz).

Die Liste lässt sich nach Jahr und Bearbeitungsstand eingrenzen (Alle, Entwürfe, Offene Posten); die Summe der offenen Beträge steht daneben. Die Auswahl neben dem Upload bestimmt dagegen die Art des neuen Belegs. Mögliche Dubletten (gleiche Rechnungsnummer oder gleicher Betrag am selben Tag) werden angezeigt. Festgeschriebene Belege zählen als Kosten im Jahresabschluss.

Kassenbuch und Quittungen

  1. Kasse eröffnen: Datum und Anfangsbestand eintragen. Danach ist jede Buchung fortlaufend nummeriert und unveränderbar.
  2. Buchen: Gegenstand, Art (Einnahme oder Ausgabe), Datum, Betrag brutto, optional Steuersatz und Buchungstext (z. B. Brennholz Buche 4 rm an Meier). Der Bestand darf nie negativ werden; das Datum darf nicht vor dem letzten Eintrag oder Kassensturz liegen und nicht in der Zukunft.
  3. Storno: Gebuchte Einträge ändern Sie nicht, sondern nehmen sie per Storno zurück.
  4. Tag abschließen (Kassensturz): Bargeld zählen, gezählten Bestand eintragen. Eine Differenz wird als eigener Eintrag mit Grund gebucht; danach sind Buchungen bis einschließlich dieses Abschlussdatums gesperrt. Liegt der Abschluss auf heute, kann heute keine weitere Barbuchung mehr erfasst werden. Weichen Sie nicht auf ein Zukunftsdatum aus – das ist nicht zulässig; wie Sie in diesem Fall vorgehen, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Schließen Sie die Kasse deshalb erst, wenn der Tag wirklich abgeschlossen ist.
  5. Wählen Sie Jahr und Monat; PDF und CSV exportieren das Kassenbuch. Meldet die Prüfung Probleme, steht das oben.

Quittung ausstellen (im Kassenbuch): Datum, Käufer/Empfänger, Anschrift, Ware/Leistung, Menge, Einheit, Buchungsart (Brennholzverkauf bar, Holzverkauf bar, Holzrechtler-Gebühr, Sonstiges), Gesamtbetrag brutto und bei Bedarf Steuersatz. Die Quittung bucht die Einnahme im Kassenbuch und bekommt eine fortlaufende Nummer; sie ist als PDF abrufbar. Voraussetzung ist das gewählte Steuerverfahren. Eine freie Quittung ohne Holzrechtler (Altbestand) lässt sich in der Quittungsliste mit Holzrechtler zuordnen einem Holzrechtler-Konto zurechnen.

Holzrechtler-Abgaben

Der Abgabebeleg hält fest, welches Holz ein Holzrechtler bekommen hat: Datum, Holzrechtler, zugewiesener Polter, Menge, Einheit, Gebühr brutto, Zahlung (keine Gebühr / offen, bar (Kassenbuch), Bank) und Bemerkung. Abgabe erfassen (PDF öffnen) erzeugt den Beleg; bei Barzahlung entsteht der Kassenbucheintrag im selben Zug. Einen Beleg können Sie als PDF abrufen oder Stornieren.

Büropaket

Das Büropaket ist ein ZIP für Ihr Büro oder den Steuerberater: Kassenbuch (PDF und CSV), Belegliste, Positionen, Zahlungen, Quittungen, Abgaben, die Originalbelege unverändert und ein Manifest mit Prüfsummen. Es hat ein eigenes Format und ist kein DATEV-Format.

  1. Jahr wählen und Büropaket erzeugen. Vorher fragt das Programm nach: Die festgeschriebenen Belege des Jahres lassen sich danach nicht mehr entsperren.
  2. Die Datei wird heruntergeladen. Hinweise zu offenen Punkten (z. B. Entwürfe) oder zum Kassenbuch erscheinen darunter; eine Vorschau zeigt Belegkosten sowie Bar-Einnahmen und -Ausgaben.
  3. Unter Bisherige Pakete finden Sie früher erzeugte Pakete.

Der Reiter Steuer & Basis zeigt die Einstellung nur an; geändert wird sie unter Betrieb & Steuer.

Arbeit & Lohn

Reiter: Arbeitsnachweise, Arbeiter, Maschinen, Unternehmer, Sicherheit und Lohnabrechnung. Legen Sie zuerst Arbeiter, Maschinen und Unternehmer an.

Arbeiter, Maschinen, Unternehmer

  • Arbeiter: Name, Rolle, Beschäftigungsart (fest angestellt, Aushilfe/Minijob, kurzfristig Beschäftigter, Familien-AK, Selbstwerber), Lohnmodell (Stundenlohn, Akkord je fm oder Rm, je Stück, Tagessatz) mit den Sätzen, Zuschlag, Steuerklasse (nur für die Schätzung) und Qualifikationen mit Ablaufdatum (Motorsägenschein, Erste Hilfe, Seilwinde, Sachkunde). Abgelaufene Nachweise führen beim Erfassen zu einer Warnung und können den Abschluss eines Arbeitsnachweises sperren (siehe Arbeitsnachweise).
  • Maschinen: Bezeichnung, Art (Motorsäge, Rückeschlepper, Seilwinde, Harvester u. a.), interner Kostensatz und Verrechnungssatz je Stunde, Betriebsstunden, Kraftstoff, nächste Prüfung.
  • Unternehmer: Sätze je fm, Rm, Stunde, ha oder Stück sowie der Nachweis der Unterweisung und der Rettungskette. Diese Unternehmer-Stammdaten sind getrennt von den einzelnen Unterweisungen unter Sicherheit: Eine einzelne Unterweisung ersetzt die Nachweise des Unternehmers nicht automatisch.

Arbeitsnachweise

Pro Tag und Einsatz halten Sie fest, wer wo was gearbeitet hat, mit welcher Maschine, gegebenenfalls durch einen Unternehmer.

  1. + Arbeitsnachweis: Datum, Fläche/Abteilung, Maßnahme, Tätigkeit (Pflicht), ggf. Motorsägenarbeit. Bei Maßnahme wählen Sie die konkrete Maßnahme, getrennt nach Art: Durchforstung, Einschlag (Einschlag Nr. …), Pflanzung, Kulturpflege, Transport (Transport Nr. …), Wegeinstandhaltung, Kalamität. „Nur die Art (ohne Verknüpfung)“ ist ein Notbehelf: Ohne konkrete Maßnahme kann eine Rechnung derselben Leistung nicht erkannt werden.
  2. Mit + Person tragen Sie Arbeiter mit Abrechnungsart und Zeiten (Beginn, Ende, Pause) oder Menge ein, mit + Maschine Maschinen samt Stunden und Kraftstoff, mit + Unternehmerleistung die Leistung eines Unternehmers.
  3. Hinweise (z. B. fehlende Rettungspunkte oder abgelaufene Qualifikation) erscheinen vorab. Als Entwurf lässt sich der Nachweis trotz Warnung immer speichern. Beim Abschließen gilt: Motorsägenarbeit in Alleinarbeit sowie ein fehlender oder abgelaufener Motorsägenschein sperren den Abschluss, bis eine Freigabe dokumentiert ist (siehe Sicherheit).
  4. Abschließen oder Als Entwurf speichern. Beim Abschließen werden Sätze und Kosten festgehalten; eine spätere Satzänderung ändert alte Nachweise nicht.

Abgeschlossene Nachweise ändern Sie über Korrigieren oder nehmen sie mit Stornieren zurück; Entwürfe lassen sich bearbeiten oder verwerfen. Für jeden Nachweis gibt es das PDF Arbeitsauftrag mit Unterweisung. Die Kosten eines abgeschlossenen Nachweises zählen mit Lohn, Maschinen, Kraftstoff und Unternehmerleistung; eine Rechnung zur selben Maßnahme ersetzt nur die Unternehmerleistung.

Sicherheit

Hier legen Sie die Grundlagen der Arbeitssicherheit ab: Gefährdungsbeurteilung (Bezeichnung, Datum, Ablageort des unterschriebenen Dokuments), Rettungspunkte je Fläche (Name, Standort, Erreichbarkeit/Zufahrt) und Unterweisungen der Beteiligten (Person, Datum, Thema, durch wen). Fehlt etwas, warnt der Arbeitsnachweis; diese Warnungen sperren nie das Speichern.

Freigabe beim Abschluss
Fehlt bei Motorsägenarbeit die zweite Person (Alleinarbeit) oder ist der Motorsägenschein fehlend oder abgelaufen, erscheint beim Abschließen der Block Freigabe erforderlich. Der Abschluss geht erst, wenn Sie Ich gebe die Arbeit trotz der Warnungen frei ankreuzen, eine Begründung eintragen (mindestens 5 Zeichen, z. B. „Nachweis liegt vor, zweite Person erreichbar“) und optional den Namen des Freigebenden (leer = angemeldeter Nutzer). Datum und Uhrzeit setzt das System. Die Freigabe steht danach im Nachweis, in der Historie und im Arbeitsauftrag. Die Software stellt keine Arbeitssicherheit her – die Verantwortung liegt beim Betrieb.

Lohnabrechnung (Vorbereitung)

Keine fertige Lohnabrechnung
Die Lohnabrechnung ist eine Vorbereitung für Lohnbüro oder Steuerberater. Sie ist keine fertige Netto- oder Sozialversicherungsabrechnung. Grundlage sind nur abgeschlossene Arbeitsnachweise mit ihren festgehaltenen Sätzen. Netto-Werte sind eine Schätzung.
  • Lohnabrechnung (Entwurf): Monat wählen, je Arbeiter die Positionen und Beträge ansehen. Hinweise zu Minijob-Grenze und Mindestlohn (mit hinterlegtem Stand) werden angezeigt.
  • Unternehmer-Abrechnung: Leistungsnachweis zur Prüfung der Unternehmerrechnung: Unternehmer und Zeitraum wählen, Anzeigen. Mengen mal Sätze aus den abgeschlossenen Nachweisen.
  • Maschinenkosten: Betriebsstunden mal Kostensatz plus Kraftstoff, gruppiert nach Fläche oder Maßnahme, je Jahr.

Nachweise

Reiter: Zertifizierung, Meldungen, Kalamität § 34b, Betriebsbericht und CO₂ & Klima.

Zertifizierung

Interne Arbeitsunterlagen; Einträge hier ersetzen keine Zertifizierung durch eine Zertifizierungsstelle. Unterreiter Zertifikate (PEFC oder FSC, Nummer, Stelle, Status, Gültigkeit, Geltungsbereich), Audits (Art, Datum, Prüfer, Ergebnis, nächstes Audit, Auflagen), Checkliste (je Punkt offen, erfüllt oder teilweise; oben steht, wie viele erfüllt sind) und Lieferkette (CoC) (Nachweis zu einem Verkauf; Als zertifiziert gekennzeichnet nur ankreuzen, wenn ein gültiges Zertifikat vorliegt).

Meldungen

Meldungsentwürfe (Kalamität, Schadholz § 34b EStG, Hiebsmeldung, Waldschutz, Sonstige) mit Empfänger, Datum, Frist, geschätzter Menge, Aktenzeichen und Inhalt. Wichtig: Hier wird nichts gesendet. Sie speichern nur einen Entwurf, die Meldung an Forstbehörde oder Finanzamt reichen Sie selbst ein. Befall, Schätzmenge, tatsächliche Menge und zugehörige Verkäufe eines Schadjahres führen Sie unter Kalamität zusammen. Die Spalte Kalamität zeigt, ob der Entwurf mit einem Kalamitätsvorgang verknüpft ist; bei einem Entwurf der Art Kalamität legt Kalamität anlegen den Vorgang an und verknüpft beide.

Kalamität § 34b

Dieser Reiter zeigt die Aufstellung des gewählten Jahres: Mengen der ordentlichen und außerordentlichen Nutzung, Zahl der ausgeführten Verkäufe, Erlöse netto, Steuer und brutto, Anteil der Kalamität an der Gesamtnutzung, Kosten der Kalamität und die einzelnen Ereignisse mit Schätzung, Ist-Menge und Abweichung. Aufstellung als CSV lädt dieselben Zahlen. Anlegen, Verknüpfen der Einschläge und Polter und die Kennzeichnung der Verkäufe beschreibt der Abschnitt Kalamität (Schadholz) unter Pflege & Schutz. Die Aufstellung ist eine Zusammenstellung Ihrer Zahlen, keine steuerliche Anerkennung; stornierte Verkäufe sind ausgeschlossen.

Betriebsbericht

Jahresübersicht über Flächen, Bestand, Einschlag, Holzverkauf, Waldschutz, Pflanzung, Biotopbäume und Meldungen. Der Holzverkauf nennt ausgeführte Verkäufe mit Menge und Wert; stornierte und geplante Verkäufe stehen getrennt dahinter. Bei der Pflanzung unterscheidet der Bericht die tatsächlich bepflanzte Fläche von der ganzen Kulturabteilung. Jahr wählen, Drucken.

CO₂ & Klima

CO₂-Bilanz ist eine grobe Speicher- und Zuwachsschätzung aus Ihren Bestandsdaten; erfassen Sie zuerst unter Flächen die Bestände mit Vorrat, dann Neu berechnen. Ändern sich Flächen oder Bestände, zeigt die Ansicht bis zur Neuberechnung noch den alten Rechenstand. Sie ist keine Nettobilanz und keine Grundlage für Zertifikate. Klimaeignung nennt allgemeine Richtwerte je Baumart; sie ersetzen nicht die Abstimmung mit dem Revierförster.

Satellit

Der Bereich zeigt Sentinel-2-Satellitenbilder, die etwa alle fünf Tage aktualisiert werden. Wählen Sie eine Ebene, zum Beispiel NDVI (Vegetationsindex: kahl, Stress, vital), NDMI (Feuchte: trocken bis feucht), Aktuell (Foto), Radar oder Biomasse; unter der Auswahl stehen Beschreibung und Legende. Die Ebene liegt auf der Karte im Hintergrund (links oben steht die Auswahl); beim Wechsel in einen anderen Bereich wird sie wieder entfernt. Welche Ebenen angeboten werden, hängt von Ihrem Zugang ab. Das ? oben rechts auf dem Bild öffnet diesen Abschnitt.

🚚 Kapitel 15: Lohnunternehmer

Heute: Übersicht und Kalender

Im Hauptpunkt Heute sehen Sie auf einen Blick, was ansteht.

  • Übersicht: Kacheln für Karte, offene Aufträge, Rechnungen und Maschinen; darunter Flächen, Hektar und Landwirte, ein Wetter-Risiko für die nächsten 7 Tage, Kennzahlen (Umsatz, Aufträge, Arbeitsstunden) für 7T, 30T, 90T oder 1J sowie die nächsten Aufträge. Weisen Fristen auf ein Ablaufdatum hin, steht oben „Fristen beachten“.
  • Kalender: Aufträge je Monat. Mit ‹ und › blättern Sie. Darunter pflegen Sie Saisontermine und eigene Termine.

Anfragen von Kunden

Unter Aufträge → Anfragen stehen neue Kundenaufträge mit ihren Terminvorschlägen (Datum und Zeitfenster, wie der Kunde sie eingegeben hat). Wählen Sie einen Termin und tippen Sie Annehmen mit gewähltem Termin; der Kunde bestätigt den Termin, danach erscheint der Auftrag unter „Aufträge“ und lässt sich in der Planung Fahrer und Maschine zuteilen. Ablehnen mit Grund sagt allen Terminen ab. Eigene Terminvorschläge: Einen Vorschlag kann nur die Gegenseite annehmen. Ihren eigenen Vorschlag sehen Sie mit dem Hinweis „Ihr Vorschlag – der Kunde muss ihn annehmen“; er lässt sich nicht anwählen, Sie können ihn nur mit Zurückziehen zurücknehmen. Ebenso kann der Kunde seinen eigenen Vorschlag nicht selbst bestätigen, sondern erst, nachdem Sie ihn angenommen haben. Der Haken Kunden benachrichtigen ist zunächst aus: ohne Haken wird nur gespeichert, nichts versendet. Darunter sehen Sie die Abnahmen und Beanstandungen, die Kunden zu Ihren Arbeiten und Aufträgen abgegeben haben; eine Beanstandung bitte klären, bevor Sie die Rechnung stellen oder mahnen.

Aufträge

Der Reiter Aufträge zeigt jeden Auftrag als Karte. Oben filtern Sie nach Alle, Offen, Geplant, In Arbeit, Erledigt.

  1. Tippen Sie auf Einplanen, sobald der Termin steht (Status wird „geplant“).
  2. Starten setzt den Auftrag auf „in Arbeit“.
  3. Erledigt setzt ihn auf „erledigt“. Die Arbeit selbst halten Sie über Einsatz abschließen fest (nächster Abschnitt).

Weitere Knöpfe an der Auftragskarte:

  • Kunden benachrichtigen (Häkchen): Ist es gesetzt, wird der Kunde bei einer Statusänderung benachrichtigt. Lassen Sie es leer, bleibt die Änderung still.
  • ✏ Texte: Beschreibung ist für den Kunden sichtbar, die Interne Notiz sieht nur Ihr Betrieb. Wurde der Auftrag zwischenzeitlich anderswo geändert, zeigt das Programm das an und speichert nichts, bis Sie „Neu laden“ oder „Meine Eingaben behalten und vergleichen“ wählen.
  • 💶 Kalkulation: Vorkalkulation des Auftrags.
  • 📦 Verbrauch: Material- und Saatgutverbrauch.
  • 📎 Anhänge: Fotos und Dateien zum Auftrag.
  • ⚖ Wiegung: Wiegung bzw. Erntemenge.
  • 📋 Kopie: Auftrag samt Kalkulation für ein anderes Datum oder Jahr kopieren.

Planung: Tour und Disposition

Der Reiter Planung hat zwei Teile untereinander.

  • Tourenplanung: Datum wählen, Startpunkt (Breite und Länge) eintragen und Optimieren tippen. Die Stopps des Tages werden in eine günstige Reihenfolge gebracht; mit den Pfeilen ↑ und ↓ ändern Sie die Reihenfolge selbst. Kilometer und Fahrzeit erscheinen nur, wenn eine Strecke berechnet werden konnte.
  • Disposition: Tagesplan je Datum (mit Heute springen Sie zum heutigen Tag): Welcher Mitarbeiter fährt mit welcher Maschine zu welchem Auftrag. Aufträge ohne Fahrer stehen unter „Noch niemandem zugeteilt“. Wird jemand doppelt eingeplant, warnt „Doppelt eingeplant“.

Angebote

  1. Tippen Sie auf + Neues Angebot.
  2. Wählen Sie den Kunden aus dem Kundenstamm (Name, Anschrift und E-Mail werden übernommen) oder tragen Sie ihn ein. Geben Sie Titel, Beschreibung und optional den Leistungszeitraum an.
  3. Mit + Position fügen Sie Leistungen mit Menge, Einheit und Einzelpreis netto hinzu. Ein Nachlass ist nur mit dem Häkchen „Nachlass-/Gutschriftposition“ als negativer Betrag möglich.
  4. Speichern Sie. Das Angebot beginnt als entwurf.
  5. Mit den Knöpfen → versendet, → angenommen, → abgelehnt halten Sie den Stand fest. Der Statuswechsel merkt sich nur den Stand; das Programm verschickt das Angebot nicht.
  6. Ein angenommenes Angebot machen Sie mit → Auftrag zum Auftrag (abgerechnet wird dann über den Einsatz) oder mit → Rechnung direkt zur Rechnung; dabei fragt das Programm nach dem Leistungsdatum.

Entwürfe und stornierte Angebote lassen sich Löschen. Oben filtern Sie nach Status.

Einsatz abschließen und Arbeit

Der Reiter Einsatz abschließen ist der Kern des Alltags: Ein einziges Formular erzeugt beim Abschluss den Arbeitsnachweis und den Leistungsnachweis; den Rechnungsentwurf legen Sie danach ausdrücklich mit Rechnungsentwurf erstellen an. Die Liste hat die Reiter Heute, Offen und Abgeschlossen.

  1. Tippen Sie auf + Neuer Einsatz. Kommen Sie von einem Auftrag, übernimmt „Aus einem Auftrag übernehmen“ die Angaben.
  2. 1 Kunde, Schlag, Arbeit: Kunde wählen, Schlag wählen (bei freigegebenen Flächen aus der Liste, sonst den Namen eintragen), bearbeitete Hektar und Datum angeben, dann die Art der Arbeit antippen: Gülle, Mineraldünger, Pflanzenschutz, Drusch, Häckseln, Aussaat, Pressen, Mulchen, Bodenbearbeitung, Transport oder Sonstiges.
  3. 2 Zeit, Fahrer, Maschinen: Start jetzt und Stopp jetzt setzen die Uhrzeit, oder Sie tragen Beginn, Ende und Pause ein. Fahrer, Maschinen (antippen) und Diesel in Litern ergänzen.
  4. 3 (je nach Art): Bei Dünger Produkt, Menge und Gehalte laut Analyse; bei Pflanzenschutz Mittel mit Zulassungsnummer, Aufwand je ha, Wasser, Anwender und Sachkunde-Nr.; bei Drusch/Häckseln Kultur, Erntemenge und Wiegungen.
  5. 4 Zusammenfassung: Hier sehen Sie, was auf der Rechnung entsteht. Unter „Abrechnung anpassen“ schalten Sie Diesel und Anfahrt ein oder aus und setzen einen eigenen Preis.
  6. Steht unter Muss geklärt werden noch etwas, geht das Abschließen nicht. Bitte prüfen und Zur Information sind Hinweise, die Sie lesen sollten.
  7. Tippen Sie auf Einsatz abschließen und bestätigen Sie mit Ja, abschließen. Es wird dabei keine Nachricht an den Kunden verschickt. Mit Entwurf speichern sichern Sie einen halbfertigen Einsatz.

Hat das Handy kein Netz, bleibt der Abschluss auf dem Gerät und wird später gesendet („Abschluss wartet auf Netz“, dann Jetzt senden).

Nach dem Abschluss

  • Leistungsnachweis (PDF) öffnet den Nachweis zum Weitergeben.
  • Rechnungsentwurf erstellen legt die Rechnung als Entwurf an.
  • In der Liste wählen Sie mit den Häkchen mehrere abgeschlossene Einsätze eines Kunden und tippen Sammelrechnung (Entwurf).
  • Korrigieren verlangt eine Begründung; die alte Fassung bleibt im Verlauf erhalten.
  • Stornieren verlangt einen Grund.
Trägt ein Einsatz Lohnzeit ein, die sich mit einem anderen Einsatz überschneidet, erscheint „Achtung: doppelte Lohnzeit“. Die Zeit ist trotzdem gebucht. Korrigieren Sie Beginn und Ende, sonst werden Stunden doppelt bezahlt.

Der Reiter Arbeit listet alle bisherigen Arbeitseinsätze (Leistung, Datum, Landwirt, Fläche, Stunden). Der Knopf + Einsatz abschließen führt ins selbe Formular.

Einsätze, die Ihre Fahrer melden, kommen nur dann zur Freigabe zu Ihnen, wenn Sie das bei den Fahrerzugängen eingeschaltet haben (siehe „Fahrerzugänge“); sonst sind sie sofort abgeschlossen.

Rechnungen, Zahlungen und Storno

Im Reiter Rechnungen stehen oben Umsatz, Offen, Entwürfe und gegebenenfalls offene Erstattungen. Umsatz zählen nur gestellte Rechnungen, nie Entwürfe.

  1. Entwurf anlegen: aus einem Einsatz, aus einem Angebot oder mit Aus Arbeitszeiten generieren (Kunde, Von, Bis, dann Entwurf erzeugen).
  2. Tippen Sie die Rechnung an. Im Entwurf können Sie Posten ergänzen (Hinzufügen, oder „Aus der Preisliste übernehmen“ mit dem heutigen Preis) oder mit × entfernen.
  3. → versendet stellt die Rechnung. Fehlen z. B. Steuernummer oder USt-IdNr., warnt das Programm vorher und fragt „Trotzdem stellen?“. Das Programm verschickt die Rechnung nicht selbst: Öffnen Sie das PDF bzw. die E-Rechnung (XML) und senden Sie sie selbst.
  4. Zahlung erfassen: Betrag, Datum und Notiz eintragen. Teilzahlungen sind möglich; der Stand wechselt zu „teilbezahlt“ und bei voller Zahlung zu „bezahlt“. Eine Zahlung nehmen Sie mit Entfernen zurück (der Grund bleibt in der Historie). Liegt das Zahlungsdatum in der Zukunft, fragt das Programm vorher nach. Belege, die schon vor dem Zahlungsjournal als „bezahlt“ geführt wurden, zeigen einen übernommenen Zahlungsstand; erst mit Journalzeile für Altzahlung nachtragen (und Bankbeleg) steht die Zahlung im Journal.

Stornieren

Eine gestellte Rechnung wird nicht gelöscht, sondern mit Stornorechnung anlegen aufgehoben. Der Grund ist Pflicht, die Stornorechnung bekommt eine eigene Nummer. War die Rechnung schon bezahlt, erscheint „zu erstatten“; haben Sie das Geld zurückgezahlt, tippen Sie Als erstattet markieren (mit Wieder öffnen machen Sie das rückgängig). Die E-Rechnung (XML) der stornierten Originalrechnung ist danach nicht mehr abrufbar; senden Sie stattdessen die XML des Gegenbelegs (der Stornorechnung).

Rechnungsnummern

Über der Liste steht die nächste Rechnungsnummer. Sind Nummern doppelt vergeben, meldet das Programm es und ändert nichts von selbst; erst Doppelte Nummern bereinigen räumt auf.

E-Rechnung: Der Knopf E-Rechnung (XML) lädt die Rechnung als XRechnung. Ob sie für Ihren Fall genügt, klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.

Abrechnung: Auswertungen und Monatsabschluss

Der Reiter Abrechnung hat eine Leiste mit Unterpunkten:

  • Übersicht: Stunden gesamt, Umsatz, Offen, Bezahlt.
  • Rechnungen: Liste mit PDF und XRechnung (die ausführliche Bearbeitung finden Sie im Reiter „Rechnungen“).
  • 📅 Monatsabschluss: Zeitraum (Von, Bis) wählen, Anzeigen. Sie sehen Umsatz je Kunde und Leistung, Lohn je Mitarbeiter, Maschinen und Diesel, die Ist-Nachkalkulation je Einsatz (Erlös minus Lohn, Maschinen und Diesel), offene Posten und offene Erstattungen. Ein Stern markiert unvollständige Zeilen; der Text dazu sagt, was fehlt. Mit Kostenbasis für Alt-Einsätze jetzt festhalten frieren Sie die heutigen Kostensätze für ältere Einsätze ein; der Monatsabschluss kennzeichnet diese Kosten als „nachträglich festgehalten am … (nicht vom Einsatztag)“, es sind also nicht die ursprünglichen Einsatzkosten.
  • ⚠ Mahnungen: siehe unten.
  • 🧾 USt & Kontoauszug: siehe unten.
  • 📈 Preise ab Datum: siehe unten.
  • Lohnkosten, Tankbuch und Personalplanung: Auswertungen zu Lohn, Tankungen und Einsatzplanung.
  • Weitere Unterpunkte: Kostenstellen, Düngung (Stickstoff-Überschlag), Subunternehmer, Saisonkraft, Maschinenring, PSM-Spülung, Lohnmodelle, Schadenfälle und Compliance.
Der Monatsabschluss ist eine Auswertung für Ihre eigene Übersicht, kein Jahresabschluss. Fehlen Kostensätze, steht „nicht bewertet“ statt einer erfundenen Zahl.

Mahnungen

Unter Mahnungen zeigt das Programm überfällige Rechnungen zu einem Stichtag, mit dem Mahnstand zu diesem Stichtag: Mahnungen mit späterem Datum zählen dort nicht mit und stehen in der Historie als „nach dem Stichtag“. Mit Fristen, Gebühren, Zinsen legen Sie fest, ab welchem Tag Erinnerung, 1. und 2. Mahnung fällig werden, die Zahlungsfrist sowie Gebühren und Verzugszins (leer = keine).

  • Der Mahnlauf legt für alle fälligen Rechnungen die nächste Stufe an. Er ist wiederholbar: Ein zweiter Klick oder ein zweites Fenster erzeugt nichts Neues.
  • Die nächste Stufe gibt es erst, wenn die Zahlungsfrist der vorigen Mahnung abgelaufen ist, nie zwei Stufen am selben Tag.
  • Liegt der Stichtag in der Zukunft, wird die Mahnung vordatiert und nur nach ausdrücklicher Bestätigung angelegt.
  • Je Rechnung öffnen Sie das Mahnschreiben (PDF); fehlt dem Kunden die Postanschrift, warnt das Programm vorher. Zurücknehmen hebt eine Stufe auf und verlangt einen Grund; das zurückgenommene Schreiben bleibt mit Zeitpunkt, Grund und PDF (als „zurückgenommen“ gekennzeichnet) in der Historie. Legen Sie dieselbe Stufe danach neu an, entsteht eine neue Fassung mit eigenem Bezug („Fassung 2“); die frühere wird nie überschrieben. Wiederholen Sie einen Mahnlauf, meldet das Programm „Bereits vorhanden, nichts neu angelegt“.
  • Mit Kunde für neue Aufträge sperren (nur Warnung) vermerken Sie einen säumigen Kunden; beim Anlegen eines Auftrags erscheint eine Warnung, der Auftrag wird trotzdem angelegt.
Mahnschreiben werden nicht versendet. Sie werden nur erzeugt und heruntergeladen; Gebühr und Zinsen sind ein Vorschlag aus Ihren Einstellungen und keine Rechtsberatung.

USt-Vorbereitung und Kontoauszug

USt-Vorbereitung: Monat, Quartal oder Freier Zeitraum (dann Von und Bis eintragen) wählen, das Datum der Auswertung festlegen (Leistungsdatum oder Rechnungsdatum), Auswerten. Die Zahlen stehen getrennt nach gestellt (Soll) und vereinnahmt (Ist, nach Zahlungsdatum), dazu die Vorsteuer aus erfassten Eingangsrechnungen. Unter „Vereinnahmt je Zahlung und Erstattung“ stehen die einzelnen Vorgänge mit Beleg, Datum und Steuer zum Abstimmen mit der Bank. Weil jeder Vorgang auf den Cent gerundet wird, steht ein Cent-Unterschied zur Summe als eigene Zeile „Rundungsausgleich“, sodass die Liste genau zur Summe passt; Erstattungen mindern die Ist-Steuer erst zum Datum der Rückzahlung, als übernommen geführte Altstände sind gekennzeichnet. Als CSV laden Sie alles herunter. Kundenkontoauszug: Kunde und Zeitraum wählen, Anzeigen, dann PDF oder CSV; er zeigt Rechnungen, Stornos, Zahlungen und Erstattungen mit laufendem Saldo. Ihre Kunden sehen denselben Kontoauszug (mit PDF und CSV) in ihrem Hofzugang unter dem jeweiligen Lohnunternehmer, Abschnitt „Kontoauszug“.

Das ist eine Vorbereitung für Steuerberater, keine Voranmeldung. Besteuerungsart und Zuordnung klären Sie mit Ihrem Steuerberater.

Preise ab Datum

Unter Preise ab Datum wählen Sie die Leistung, das Datum „Gültig ab“ und den neuen Preis netto (optional mit Notiz) und tippen Preisänderung speichern. Neue Einsätze und Rechnungsposten ab diesem Datum nehmen den neuen Preis; mit dem Papierkorb-Symbol „Preisänderung entfernen“ nehmen Sie eine Änderung zurück.

Kunden und Mitarbeiter

Im Reiter Kunden & Mitarbeiter stehen zwei Listen.

  • Mitarbeiter: + Neuer Mitarbeiter mit Name (Pflicht), Rolle, Telefon, E-Mail sowie, wenn nötig, Sachkunde Pflanzenschutz (Nummer, gültig bis, Fortbildung nötig bis). Bearbeiten und Löschen finden Sie an jedem Eintrag.
  • Kunden: + Neuer Kunde mit Name (Pflicht), Kundenart, Firma, Telefon, E-Mail, Zahlungsziel in Wochen und Adresse. Die Suche „Kunde suchen…“ filtert die Liste.

Die E-Mail-Adresse des Kunden und die Anschrift werden für Angebote und Rechnungen verwendet; tragen Sie beides vollständig ein.

Kunde mit einem Hof verknüpfen

Ein Hof sieht Ihre Rechnungen, Belege und Einsätze nur, wenn sein Hof fest mit dem Kundeneintrag verknüpft ist. Der Name allein genügt nie: gleichnamige Betriebe lassen sich so nicht verwechseln. Jeder Hof gehört bei Ihnen zu höchstens einem Kunden und jeder Kunde zu höchstens einem Hof. Es gibt drei Wege:

  1. Hof aus der Liste wählen. Am unverknüpften Kunden wählen Sie unter Hof wählen einen Hof, mit dem bereits eine Beziehung besteht (Flächenfreigabe oder Auftrag). Die Liste zeigt Name, Ort und die interne Hofnummer, damit Gleichnamige unterscheidbar sind. Nach der Rückfrage tippen Sie Verknüpfen.
  2. Verknüpfungscode. Mit Code erzeugen entsteht ein einmaliger Code (8 Zeichen, 14 Tage gültig). Geben Sie ihn dem Hof; der Hof trägt ihn im Reiter Lohnunternehmer ein. Der Code wird nur einmal angezeigt, lässt sich nur einmal einlösen, und ein neuer Code macht den früheren ungültig.
  3. Vorschlag bestätigen. Gibt ein Hof Flächen frei oder erteilt einen Auftrag und es gibt bei Ihnen einen unverknüpften Kunden gleichen Namens, erscheint oben im Kundenstamm „Unverknüpft – Vorschlag: Hof … mit Kunde … verknüpfen?“. Erst Ihr Tipp auf Verknüpfen verknüpft; automatisch geschieht nichts.

Mit Lösen heben Sie die Verknüpfung wieder auf; der Hof sieht danach nichts mehr von diesem Kunden. Wer wann verknüpft oder gelöst hat, wird protokolliert. Wichtig beim Einführen dieser Regel: Kunden, die bisher nur über den Namen gefunden wurden, sind unverknüpft; deren Höfe sehen ihre Rechnungen erst nach der Verknüpfung wieder.

Fahrerzugänge

Jeder Fahrer bekommt einen eigenen Link. Damit sieht er nur seine Aufträge und meldet seine Einsätze, aber keine Preise, Rechnungen oder Löhne und keinen Kundenstamm. Zu einem eigenen Auftrag sieht er die dafür nötigen Angaben des Auftragskunden (Name, Ort, Schlag; die Telefonnummer nur, wenn Sie sie freigeben).

  1. Legen Sie den Fahrer zuerst als Mitarbeiter an.
  2. Im Block Fahrerzugänge tippen Sie beim Mitarbeiter auf Zugang erzeugen.
  3. Der Link wird nur jetzt angezeigt: Link kopieren und dem Fahrer schicken (der Link wird nicht gespeichert). Ist er verloren, gehen Sie auf Erneuern.
  4. Sperren beendet einen Zugang sofort, zum Beispiel bei einem Handyverlust.

Unter Einstellungen bestimmen Sie: ob der Abschluss eines Fahrers Ihre Freigabe braucht, ob Fahrer zusätzlich noch nicht zugeteilte Aufträge sehen (Aufträge anderer Fahrer bleiben verborgen), ob sie die Telefonnummer des Kunden sehen, und wie viele Tage ein neuer Zugang gilt. Eingehende Abschlüsse erscheinen (bei eingeschalteter Freigabe) unter Zur Freigabe mit Freigeben oder Zurückweisen. Zurückweisen verlangt einen Grund; der Fahrer sieht ihn, berichtigt den Einsatz und reicht ihn erneut ein. Erst mit der Freigabe entstehen Zeit- und Arbeitsbuchung. Die Gültigkeit eines Zugangs liegt zwischen 1 und 1095 Tagen. Rückfragen der Fahrer markieren Sie mit Erledigt.

Maschinen

Tippen Sie auf + Neue Maschine und tragen Sie Name und Typ (Pflicht), Kennzeichen, Leistung (PS), Betriebsstunden, Wartungsintervall und die nächste HU ein.

  • Verrechnungssatz (€/h): der Preis für den Kunden.
  • Kostensatz (€/h): Ihre eigenen Kosten, nur intern. Ohne Kostensatz steht im Monatsabschluss „nicht bewertet“.
  • Stilllegen nimmt eine Maschine aus der Auswahl, ohne ihre alten Einsätze zu verlieren; unter „Stillgelegt“ holen Sie sie mit Reaktivieren zurück.

Lohn und Personalplanung

Der Reiter Lohn ist die Personalplanung mit vier Unterpunkten: Übersicht (Datum wählen, wer ist verfügbar), Abwesenheiten (Urlaub, Krank, Frei, Fortbildung, Sonstiges; Genehmigen oder Ablehnen), Zuteilungen (Mitarbeiter, Maschine, Schicht) und Urlaubskonto.

Die Stunden und Lohnzettel finden Sie unter Abrechnung → Lohnkosten: Je Mitarbeiter und Monat zeigt die Tabelle Stunden, Satz, Brutto und Netto. Mit Berechnen bzw. Neu berechnen erstellen Sie den Lohnzettel-Entwurf. Steht „veraltet – neu berechnen“, haben sich Zeiten geändert. „Doppelte Zeiten“ klären Sie vor der Auszahlung.

Das ist eine Vorbereitung für Ihr Lohnbüro, keine Lohnabrechnung im steuerlichen Sinn. Prüfen Sie die Beträge mit Ihrem Lohnbüro, bevor Sie auszahlen.

Lager: Mixturen und Silos

Der Reiter Lager hat zwei Unterpunkte: Mixturen (Pflanzenschutz-Rezepte) und Silos (Bestände mit Zu- und Abgängen).

Kraftstoff und Wartung

  • Kraftstoff: + Tankung erfassen mit Maschine, Datum, Kraftstoff, Liter und Preis. Eine Maschine, die noch nicht dabei ist, legen Sie mit + Maschine registrieren an.
  • Wartung: + Wartung eintragen mit Maschine, Wartungsart, Datum, Betriebsstunden und Notizen.

Im Tankbuch (Abrechnung) werden Tankfüllungen und der Verbrauch aus den Einsätzen nicht addiert, weil eine Füllung nur den Tank auffüllt.

Fahrtenbuch

Unter Nachweise → Fahrtenbuch tippen Sie auf + Eintrag und tragen Maschine, Datum, Von, Nach, Strecke (km), Fahrer und Zweck ein.

Dokumente

Der Reiter Dokumente ist in Lieferscheine, Verträge, Bescheide, Genehmigungen und Sonstiges geteilt. Einen Lieferschein legen Sie mit + Neuer Lieferschein an (Auftrag, Datum, Empfänger, Leistung, Menge, Einheit) und öffnen ihn als PDF.

Futtermittel

Im Menü unter Mehr → Futtermittel verwalten Sie für die mobile Mühle: Rezepte, Artikel, Kundensilos, Aufträge, Protokolle, Reinigung, Verschleppung und Verbrauch.

Buchhaltung

Unter Mehr → Buchhaltung finden Sie die Unterpunkte Stammdaten (Firmendaten für Rechnungen), Lieferanten, Eingangsrechnungen (erfassen, als Bezahlt markieren oder stornieren), Zahlungen, Kosten, Liquidität, BWA, SEPA und DATEV.

Die Auswertungen, SEPA- und DATEV-Dateien sind Vorbereitung für Bank und Steuerberater. Prüfen Sie sie vor der Weitergabe.

Freigaben von Landwirten

Ihre Kunden geben Flächen für Sie frei: Der Landwirt markiert auf der Karte seine Flächen und tippt auf LU teilen, dann wählt er Sie aus. Die Fläche erscheint in Ihrer Ansicht und beim Einsatz unter „Schlag (freigegeben)“. Das Teilen einer Fläche ist nur eine Freigabe; ein abgeschlossener Einsatz wird dadurch noch nicht auf dem Hof des Landwirts verbucht.

🚜 Kapitel 20: Für Fahrer

Meine Aufträge

Im Reiter Meine Aufträge steht, was Ihnen zugeteilt ist: Leistung, Termin, Kunde, Schlag und die beauftragten Hektar. Hat das Büro es eingeschaltet, sehen Sie zusätzlich noch nicht zugeteilte Aufträge (mit dem Hinweis „noch niemandem zugeteilt“); Aufträge anderer Fahrer sehen Sie nie. Ein roter Termin ist überfällig. Mit Neu laden holen Sie den aktuellen Stand.

Tippen Sie einen Auftrag an. Sie sehen Kunde, Ort, Schlag, Hinweise des Büros und die Lage des Schlags.

  • Kunde anrufen erscheint, wenn das Büro die Telefonnummer freigegeben hat und beim Kunden eine Nummer hinterlegt ist.
  • Zum Schlag navigieren öffnet die Karte zur Fläche.

Einsatz erfassen

  1. Prüfen Sie oben Arbeit, Datum und Bearbeitete Fläche (ha). Die Fläche ist vorbelegt mit den beauftragten Hektar (kann weniger als der ganze Schlag sein; die Größe des ganzen Schlags steht beim Auftrag nur zur Information). Korrigieren Sie sie, wenn Sie tatsächlich mehr oder weniger bearbeitet haben.
  2. Tippen Sie bei der Abfahrt auf Beginn = jetzt, bei Feierabend auf Ende = jetzt. Eine Pause tragen Sie in Minuten ein.
  3. Tippen Sie die benutzte(n) Maschine(n) an und tragen Sie den Diesel (Liter) ein.
  4. Füllen Sie den Block zur Arbeit aus (nächster Abschnitt).
  5. Schreiben Sie bei Bedarf eine Notiz ans Büro.

Mengen eintragen

  • Düngung (Gülle, Mineraldünger): Produkt, ausgebrachte Menge mit Einheit (m³, t, kg), Gehalte laut Lieferschein oder Büro, Technik.
  • Pflanzenschutz: je Mittel Name, Zulassungsnr. und Aufwand je ha; dazu Wasser, BBCH, Uhrzeit, Anwender und Sachkunde-Nr. Mit Weiteres Mittel fügen Sie eines hinzu.
  • Ernte: Kultur, Sorte, Erntemenge (t), Feuchte (%) und Lagerort.
  • Andere Arbeiten: Menge und Einheit, nur falls gezählt wird.

Unter Zusammenfassung sehen Sie, was das Büro bekommt. Rot markierte Punkte unter Muss geklärt werden klären Sie zuerst; Bitte prüfen und Zur Information sind Hinweise.

Einsatz abschließen

  1. Tippen Sie auf Einsatz abschließen.
  2. Bestätigen Sie mit Ja, abschließen. Mit Noch nicht gehen Sie zurück.
  3. Je nach Einstellung des Büros geht der Einsatz zur Freigabe ans Büro. Danach können Sie ihn nicht mehr selbst ändern.

Sind Sie noch nicht fertig, tippen Sie auf Als Entwurf speichern. Das geht jederzeit.

Meine Einsätze und Rückfragen

Der Reiter Meine Einsätze zeigt Ihre Einsätze der letzten 14 Tage mit dem Stand:

  • Entwurf: noch nicht abgeschlossen. Mit Weiter bearbeiten machen Sie weiter, mit Entwurf verwerfen löschen Sie ihn.
  • Liegt im Büro zur Freigabe: Das Büro prüft.
  • Zurück vom Büro: Das Büro nennt einen Grund. Mit Weiter bearbeiten verbessern Sie den Einsatz und schließen ihn erneut ab.
  • Abgeschlossen und Storniert.

Stimmt bei einem fertigen Einsatz etwas nicht, schreiben Sie unter Rückfrage ans Büro und tippen Rückfrage senden. Ändern oder stornieren kann nur das Büro.

Kein Netz

Auf dem Feld ohne Netz wird Ihr Abschluss auf dem Handy gespeichert und steht in Meine Einsätze als wartet auf Netz. Das gilt nur für dasselbe Gerät und denselben Browser: Löschen Sie die Browserdaten nicht und schließen Sie kein Privatfenster, solange etwas wartet. Sobald wieder Netz da ist, wird automatisch gesendet; klappt das nicht, tippen Sie auf Jetzt senden. Steht dort nicht übertragen, tippen Sie auf Öffnen und prüfen und lesen die Meldung; mit Verwerfen löschen Sie den Eintrag.

🛣 Kapitel 16: Routen & Navigation

Wegroute berechnen

Über FAB → Standort → Wegroute können Sie eine Route berechnen:

  1. Tippen Sie auf den Startpunkt auf der Karte (oder nutzen Sie GPS).
  2. Tippen Sie auf den Zielpunkt.
  3. Wählen Sie den Modus: Auto, Fuss oder Fahrrad.
  4. Die Route wird berechnet und auf der Karte angezeigt, inklusive Entfernung und geschätzter Fahrzeit.

Die Routenberechnung nutzt OSRM (Open Source Routing Machine) mit eigenen Servern für Auto (Port 5000), Fuss (Port 5001) und Fahrrad (Port 5002).

Via-Punkte setzen

Sie können Zwischenziele (Via-Punkte) setzen, indem Sie auf die berechnete Route tippen und den Punkt verschieben. Die Route wird automatisch neu berechnet. Auch POIs (Points of Interest) können als Zwischen- oder Endpunkte gewählt werden.

Route teilen

Berechnete Routen können per Link geteilt werden. Der Empfänger sieht die Route auf der Karte und kann sie zur Navigation nutzen.

Feuchtigkeits-Warnung
Wenn Satellitenbilder (NDMI) verfügbar sind, zeigt die Route Bereiche mit hoher Bodenfeuchtigkeit an. Ein Warnsymbol erscheint, wenn die Route durch feuchte Gebiete führt — nützlich für die Einschätzung der Befahrbarkeit von Waldwegen.

⚙ Kapitel 17: Verwaltung (Admin)

Benutzerverwaltung und Rollen

Im Admin-Panel unter Benutzer verwalten Sie alle Zugangsberechtigungen:

  • Benutzer anlegen — E-Mail eingeben, Revier(e) und Rollen zuweisen.
  • Rollen zuweisen — Verwalter, Pächter, Pilot, ATC, Forstwirt, Landwirt, LU. Mehrere Rollen pro Benutzer möglich.
  • Share-Links — Automatisch generierte Links für Landwirte, Forstwirte und Lohnunternehmer.
  • Landwirt-Betrieb — Beim Vergeben der Landwirt-Rolle erscheint ein Betrieb-Picker (bestehenden Betrieb wählen oder neu erstellen). Mehrere Benutzer können einem Betrieb zugeordnet werden (Multi-User).
  • Rollen-Badges — Emoji-Symbole auf der Benutzer-Karte zeigen die zugewiesenen Rollen auf einen Blick.

Kamera-Einstellungen

Unter Kameras im Admin-Panel können Sie:

  • Neue Kameras hinzufügen und benennen.
  • Standort auf der Karte festlegen.
  • Erkennungs-Einstellungen anpassen (Konfidenz-Schwelle).
  • Kamera-spezifische Benachrichtigungen konfigurieren.

Tierarten-Konfiguration

Im Tab Tiererkennung in der Verwaltung können Sie die automatische Tiererkennung für jedes Revier anpassen:

  • Arten aktivieren/deaktivieren — Wählen Sie, welche Tierarten im Revier erkannt und angezeigt werden sollen. Nicht relevante Arten (z.B. Eisbär) können ausgeblendet werden.
  • Lokale Namen — Vergeben Sie eigene Bezeichnungen für Tierarten (z.B. "Schwarzkittel" statt "Wildschwein").
  • Vorlagen — Administratoren können Vorlagen für verschiedene Revier-Typen erstellen (z.B. "Mittelgebirge", "Flachland"), die mit einem Klick angewendet werden können.
  • Revier-Auswahl — Jäger sehen nur ihre eigenen Reviere, Admins können alle Reviere konfigurieren.

Die Konfiguration wirkt sich auf die Galerie-Filter, Dashboard-Statistiken und SMS-Benachrichtigungen aus.

Jagdzeiten konfigurieren

Unter Jagdzeiten definieren Sie die geltenden Jagdzeiten pro Wildart und Bundesland. Das System warnt automatisch, wenn ein Abschuss ausserhalb der Jagdzeit eingetragen wird.

Docker-Container-Management

Im Tab Docker Container sehen Administratoren den Status aller laufenden Dienste:

  • gallery-backend — Haupt-Backend-Server.
  • tiererkennung-web — KI-Tiererkennung.
  • frontend-server — Web-Frontend.
  • simplemail — E-Mail-Dienst.

Für jeden Container werden Status, Laufzeit und Logs angezeigt. Container können neu gestartet werden.

Kolorierung der Nachtbilder (Admin)

Unter Verwaltung → Kolorierung der Nachtbilder gibt es zwei Schalter, die für alle Reviere gelten und auf neu eingehende Nachtbilder wirken (sie sind standardmäßig an und werden beim Umschalten sofort gespeichert):

  • Nacht-Hintergrund entrauschen — mittelt den unbewegten Hintergrund aus früheren Nachtbildern derselben Kamera; Tiere bleiben unverändert. Wirkt erst, wenn je Kamera genügend Nachtbilder vorliegen; kostet etwa 2 Sekunden zusätzliche Rechenzeit je Nachtbild.
  • Farbstabilität zwischen Nachtbildern — gleicht nur die Farbe des Hintergrunds an frühere Nachtbilder an, nie die Helligkeit und nie Tiere. Braucht vier kolorierte Nachtbilder je Kamera.

Darunter steht die Auswahl Bildabstimmung: Licht und Fell mit drei Möglichkeiten; auch sie gilt für alle Reviere und für neu eingehende Nachtbilder:

  • Bisherige Abstimmung — Licht-Schritt in Kacheln und Fell-Abgleich wie bisher. Heller Boden im Blitzlicht kann ausfressen.
  • Neue Abstimmung, Lichter mittel — eine Tonwertkurve fürs ganze Bild, Fellhelligkeit und -farbe aus geprüften Vorbildern; helle Flächen werden maßvoll eingefangen.
  • Neue Abstimmung, Lichter stark — wie „Lichter mittel“, helle Flächen werden stärker eingefangen.

Der Schalter Dunkelkorrektur darunter nimmt den grünlichen Saum am Rand des Blitzlichts weg und hellt dunklen Wald dort etwas auf, wo das Kamerabild noch Zeichnung hat. Reines Schwarz bleibt schwarz, dunkles Laub wird etwas grauer. Er wirkt nur zusammen mit einer der beiden neuen Abstimmungen.

Drohnen-Freischaltung (Admin)

Jede Drohne und jede Fernsteuerung darf sich mit der Cloud verbinden, ist aber erst benutzbar, nachdem der Admin sie freigeschaltet hat.

  • Neue Drohne verbinden — wie bisher: DJI Pilot 2 öffnet die Cloud-Seite /manage und meldet sich an. Das Gerät erscheint danach unter Verwaltung → Drohnen → Drohnen-Freischaltung als „wartet auf Freischaltung“; der Admin bekommt dazu eine Push-Meldung aufs Handy (je Gerät höchstens alle sechs Stunden).
  • Freischalten — in der Liste auf Freischalten tippen. Fernsteuerung und Fluggerät haben je eine eigene Seriennummer und müssen beide frei sein; mit Paar freischalten geht das in einem Schritt. Zu jedem Gerät kann eine Notiz hinterlegt werden.
  • Vor der Freischaltung geht nicht — keine Position auf der Karte, keine Telemetrie und Flugstatistik, keine Missionen, Befehle und kein Livebild, kein Medien-Upload, keine Kitzfund-Pins. Befehle an ein solches Gerät melden „Gerät nicht freigeschaltet“.
  • Bestandsgeräte — alle Geräte, die bei der Einführung schon bekannt waren, sind frei und bleiben es.
  • Sperren / Zurücksetzen — Sperren schließt ein Gerät dauerhaft aus (ohne weitere Push-Meldungen), Zurücksetzen stellt es wieder auf „wartet“.
  • Notausgang — der Schalter Freischaltpflicht (Standard: an). Ausgeschaltet sind alle Geräte wie früher benutzbar. Der Schalter gilt nur auf dem System, auf dem er umgestellt wird (AGX oder Server). Die Freischaltungen selbst werden zwischen AGX und Server abgeglichen: am selben System wirken sie binnen Sekunden, am anderen binnen etwa einer Minute.

Broker-Absicherung und Gerätezugang

Im selben Panel steht oben, ob das Backend mit dem Drohnen-Broker verbunden und der Medienspeicher erreichbar ist. Fällt eines von beiden aus, bekommt der Admin eine Push-Meldung (je Ursache höchstens alle sechs Stunden).

  • Stufe „aus“ (Standard) — wie bisher: alle Fernsteuerungen nutzen denselben Zugang zum Broker.
  • Stufe „parallel“ — zum Prüfen: jede Fernsteuerung bekommt beim Öffnen der Cloud-Seite einen eigenen Zugang (Benutzername = Seriennummer) und darf am Broker nur ihre eigenen Themen und die ihres Fluggeräts nutzen. Klappt das nicht, verbindet sie sich wie bisher.
  • Stufe „erzwungen“ — nur noch eigene Zugänge; der gemeinsame Zugang wird abgelehnt. Fernsteuerungen, die die Cloud-Seite seit „parallel“ nicht geöffnet haben, müssen sie einmal neu laden.
  • Gerätezugang zurücksetzen — nötig, wenn DJI Pilot neu installiert wurde (die Cloud-Seite meldet dann „Für diese Seriennummer besteht schon ein Gerätezugang“). Danach meldet sich das Gerät beim nächsten Öffnen neu an und wartet wieder auf die Freischaltung.
  • Vor „parallel“ muss der Broker selbst umgestellt sein (scripts/emqx_absicherung.py). Das Panel zeigt, ob der Broker das Backend fragt; steht dort „noch nie“, ist er nicht umgestellt. Die Stufe gilt nur auf dem System, auf dem sie gewählt wird.
  • Wirkzeit — mit umgestelltem Broker wirken Freischalten, Sperren und ein Stufenwechsel für eine schon verbundene Fernsteuerung nach etwa zehn Sekunden (so lange merkt sich der Broker eine Entscheidung). Startet das Backend neu, bleibt die Fernsteuerung verbunden; die Position des Fluggeräts fehlt für die Dauer des Neustarts und etwa 15 Sekunden danach.

Piloten, Vereine und gewerbliche Flugbetriebe

Es gibt zwei Kreise von Piloten. Wer was sehen und fliegen darf, richtet sich danach, wem die Drohne gehört.

  • Revierpilot (privat; Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter in einem Revier) — plant Flächen und Missionen nur in seinen Revieren und innerhalb der Reviergrenze (kleine Toleranz am Rand; ohne hinterlegte Grenze zählt die Revierzuordnung). Er sieht und fliegt nur Drohnen, die einem seiner Reviere gehören. Eine Revier-Drohne fliegt nur Missionen in ihrem Revier.
  • Verein oder gewerblicher Flugbetrieb — die Mitglieder planen und fliegen überall, aber nur mit den Drohnen ihres Flugbetriebs. Sie sehen nur dessen Drohnen, Einsätze und Bilder und keine Revierdaten (Kameras, Galerie, Hochsitze, Drückjagd).
  • Beides zugleich ist erlaubt (privater Revierpilot und Vereinsmitglied): Maßgeblich ist die Drohne, mit der geflogen wird. Im fremden Revier geht es nur mit der Vereinsdrohne.
  • Admin — sieht und darf alles.

Besitzer einer Drohne festlegen (Admin)

Unter Verwaltung → Drohnen → Drohnen-Freischaltung hat jedes Gerät das Feld Besitzer: ein Revier, ein Verein oder ein gewerblicher Flugbetrieb. Jede Drohne gehört genau einem Besitzer. Am einfachsten wählen Sie ihn gleich beim Freischalten; bei einem gekoppelten Paar gilt er für Fernsteuerung und Fluggerät.

  • „Besitzer fehlt“ — Geräte ohne Besitzer (auch alle, die bei der Einführung keinem Revier zugeordnet waren) bleiben für jeden Piloten benutzbar wie bisher. Ordnen Sie sie zu, damit die Trennung greift.
  • Geräte, die bei der Einführung schon einem Revier zugeordnet waren, gehören automatisch diesem Revier.

Flugbetriebe verwalten (Admin)

Unter Verwaltung → Drohnen → Flugbetriebe legen Sie Vereine und gewerbliche Flugbetriebe an (Name, Art, Ansprechpartner, Rechnungsadresse), ernennen den Leiter und können jederzeit Mitglieder entfernen oder den ganzen Flugbetrieb deaktivieren (dann verlieren alle seine Mitglieder sofort ihre Pilotenrechte dort).

  • Piloten ohne Flugbetrieb — oben steht die Liste der Konten, die noch die alte Rolle „überall fliegen“ haben (revierübergreifender Drohnenpilot oder Kitzretter). Diese Rolle gilt unverändert weiter, bis Sie das Konto einem Flugbetrieb zuordnen. Ab dann zählt nur noch die Mitgliedschaft — auch wenn das Konto später wieder entfernt wird. Automatisch wird nichts entzogen.
  • Freigabelinks mit Pilotenrolle — Freigabelinks (Zugänge ohne Konto), die eine revierübergreifende Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter tragen, können nicht mehr fliegen: kein Steuern, kein Planen, kein Senden von Missionen. Im Drohnenteil sehen sie nur noch, was ein Zugang ohne Pilotenrolle sieht (die Drohnen und Missionen der Reviere des Links); statt der Knöpfe erscheint ein Hinweis. Wer mit einem solchen Link geflogen ist, braucht ein Konto und die Zuordnung zu einem Flugbetrieb. Die betroffenen Links stehen im Abschnitt Flugbetriebe (Bezeichnung, Rolle, angelegt, zuletzt benutzt — nie der Link selbst). Konten mit der alten Rolle behalten den Übergang wie oben beschrieben; die Companion-App auf dem Gerät ist nicht betroffen. Ein Link mit Rolle Drohnenpilot oder Kitzretter für ein einzelnes Revier bleibt Revierpilot in den Revieren des Links.
  • Protokoll — je Flugbetrieb ist nachzulesen, wer wen wann aufgenommen oder entfernt hat.

Mein Flugbetrieb (Leiter und Mitglieder)

Mitglieder finden ihren Flugbetrieb unter Verwaltung → Drohnen → Mein Flugbetrieb.

  • Leiter — nimmt Piloten selbst auf (E-Mail-Adresse eines bestehenden Kontos) und entfernt sie wieder; der Admin bekommt bei jeder Aufnahme eine Push-Meldung. Der Leiter kann die Drohnen des Flugbetriebs einzelnen Piloten zuweisen. Drohnen freischalten, die Art des Flugbetriebs ändern und weitere Leiter ernennen kann nur der Admin.
  • Pilot — sieht die Stammdaten und die Drohnen des Flugbetriebs, aber keine Mitgliederverwaltung und keine Rechnungsdaten.

Fremde Drohne im eigenen Revier

Fliegt eine Vereins- oder Gewerbedrohne gerade in Ihrem Revier, sehen Jäger, Pächter und Revierpiloten sie auf der Karte als „Fremde Drohne im Einsatz“ — nur mit Position und Name des Piloten. Flugdaten, Livebild, Mission und Bilder sieht nur der Flugbetrieb. Livebild und Fotos startet immer der Pilot der Drohne.

🛰 Kapitel 18: Satellitenbilder

NDVI (Pflanzengesundheit)

Der NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) zeigt die Pflanzengesundheit auf Ihren Flächen:

  • Dunkelgrün — Gesunde, dichte Vegetation.
  • Hellgrün — Moderate Vegetation.
  • Gelb — Spärliche Vegetation oder Ernte.
  • Braun/Rot — Kahle Flächen, abgestorbene Vegetation oder Schäden.

Die Daten stammen von Sentinel-2-Satelliten und werden alle 5 Tage aktualisiert (bei wolkenfreiem Himmel). Ein automatischer Background-Sync lädt neue Aufnahmen alle 6 Stunden.

NDMI (Bodenfeuchte)

Der NDMI (Normalized Difference Moisture Index) zeigt die Bodenfeuchtigkeit:

  • Blau — Hohe Feuchte (nass, möglicherweise staunass).
  • Grün — Optimale Feuchte.
  • Gelb/Rot — Trockenstress.

Die NDMI-Daten werden auch für die Feuchtigkeits-Warnung bei Routenberechnungen verwendet (siehe Kapitel 16).

Radar-Daten, Echtfarbbild, Biomasse

Weitere verfügbare Satelliten-Layer:

  • Radar (SAR) — Funktioniert auch bei Bewölkung. Zeigt Oberflächenstrukturen und Bodenfeuchte.
  • Echtfarbbild (TrueColor) — Natürliche Farben wie ein Luftbild, aktueller als Basiskarten.
  • Biomasse — Geschätzte Biomasse-Verteilung auf den Flächen.

Anomalien (plötzliche Änderungen im Vegetationsindex) werden automatisch erkannt und als Warnung angezeigt. Dies hilft bei der Früherkennung von Schäden, Schädlingsbefall oder Trockenheit.

🛒 Kapitel 19: Shop

Der Shop unter /shop verkauft Wildkameras, Zubehör, Pakete und Dienstleistungen. Er braucht kein Benutzerkonto: Kunden bestellen als Gast, bezahlen per Vorkasse oder PayPal und verfolgen ihre Bestellung über einen persönlichen Link. Verwaltet wird alles unter Verwaltung → Administration → Shop.

Artikel pflegen

Im Reiter Artikel legen Sie neue Artikel an und ändern bestehende. Preise geben Sie in Euro ein (zum Beispiel 199,00); gespeichert wird in Cent. Gerechnet wird nie im Browser — jede Summe im Shop kommt aus der Datenbank.

  • Kurzname (URL) bildet die Adresse: /shop/artikel/dtc-1200. Er muss eindeutig sein und sollte nach der Veröffentlichung nicht mehr geändert werden, sonst laufen bestehende Links ins Leere.
  • Versandklasse bestimmt die Pauschale: klein 4,90 €, groß 8,90 €. Enthält eine Bestellung beide, wird nur die teurere berechnet. Ab 250,00 € Warenwert entfällt der Versand. Dienstleistungen bekommen „kein Versand".
  • Bestand führen auf „nein" stellen, wenn ein Artikel immer verfügbar ist. Sonst wird der Bestand beim Bestellen abgebucht, und zwar so, dass zwei gleichzeitige Käufer nicht denselben letzten Artikel bekommen können.
  • Bildpfad muss ein eigener Pfad sein und mit / beginnen. Eine fremde Adresse würde die Shopseite Bilder von einem anderen Server laden lassen und dabei die IP jedes Besuchers dorthin verraten.

Produktsicherheit: Bei Waren verlangt Artikel 19 der EU-Produktsicherheitsverordnung Herstellername, Postanschrift, E-Mail und eine Produktidentifikation — im Angebot selbst, nicht im Impressum. Solange diese Felder leer sind, lässt sich der Artikel nicht sichtbar schalten. Einen unsichtbaren Entwurf anzulegen und die Angaben nachzutragen geht jederzeit. Hersteller und Einführer stehen getrennt auf der Seite: als Importeur treten Sie nicht an die Stelle des Herstellers. Dienstleistungen brauchen diese Angaben nicht.

Bestellungen abwickeln

Im Reiter Bestellungen sehen Sie alle Bestellungen, gefiltert nach Status. Ein Klick auf die Nummer klappt die Einzelheiten auf: Anschriften, Positionen, Verlauf.

  • Bezahlt haken Sie bei Vorkasse ab, sobald das Geld auf dem Konto ist. Bei PayPal geschieht das automatisch. Zweimal klicken schadet nicht — der Zahlungszeitpunkt wird nie überschrieben.
  • Versand lässt sich erst nach der Zahlung eintragen. Die Sendungsnummer ist freiwillig.
  • Stornieren vergibt eine Gegenrechnungsnummer aus demselben Kreis wie die Bestellung. Das lässt sich nicht zurücknehmen.

Die Rechnungsnummern WS-JJJJ-NNNNN sind lückenlos. Vergeben werden sie an genau einer Stelle — auf dem Remote. Bestellt jemand über den AGX, reicht dieser die Anlage dorthin weiter; ist der Remote nicht erreichbar, entsteht gar nichts und der Warenkorb bleibt stehen. Deshalb gilt: keine Testbestellungen im Live-Nummernkreis. Jede vergebene Nummer bleibt dauerhaft belegt und muss der Buchhaltung erklärt werden.

Widerruf

Seit dem 19. Juni 2026 verlangt § 356a BGB eine elektronische Widerrufsfunktion. Sie steht im Fuß jeder Shop-Seite und auf der Bestellseite als „Vertrag widerrufen". Der Kunde gibt Bestellnummer, Namen und die E-Mail-Adresse aus der Bestellung an und bestätigt im zweiten Schritt; ein Konto braucht er nicht. Den Eingang bestätigen wir sofort per E-Mail mit Datum und Uhrzeit, mit Kopie an Sie.

Die Bestellung steht danach auf „widerrufen". Ein zweiter Widerruf ändert den Zeitpunkt nicht — es ist der, den der Kunde bestätigt bekommen hat. Was daraus folgt, entscheiden Sie: der Widerruf wird bewusst nicht auf Fristen geprüft, weil er als Erklärung des Kunden wirkt, sobald er abgegeben ist.

Vor dem Livegang

Der Shop ist technisch fertig, aber Elektroartikel dürfen erst angeboten werden, wenn die produktrechtlichen Registrierungen stehen. Beim Selbstimport aus einem Drittland sind Sie Hersteller im Sinne des ElektroG und des Batterierechts und verpackungsrechtlich ebenfalls Hersteller:

  • WEEE-Registrierung bei der stiftung ear, vor dem ersten Angebot. § 6 Abs. 2 ElektroG ist ein Vertriebsverbot, kein Formfehler.
  • Batterieregistrierung je Marke und Kategorie, dazu ein nutzbares Rücknahmenetz — auch für fest eingebaute Batterien.
  • LUCID und Systembeteiligung für die Versandverpackungen und die Verkaufsverpackungen der Importware.
  • CE, EU-Konformitätserklärung und deutsche Anleitung je Modell: eine Kamera mit Mobilfunkmodul ist eine Funkanlage.

Dienstleistungen sind davon nicht betroffen und können vorher verkauft werden. Die Einzelheiten und die Reihenfolge stehen als Task 7c im Umsetzungsplan.

Wildkamera24 Bedienungsanleitung — Stand: Oktober 2026

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